Hypothesen

Warum Deutschland hinter dem Mond lebt

Evolution, wenn man Altes durch Neues und besseres ersetzt. DVD ersetzt VHS, Bluray ersetzt DVD, SSD ersetzt Festplatte und immer so weiter.

Was in der Wirtschaft ganz gut funktioniert, scheint in der Politik nicht wirklich zu greifen. Inbesondere in Sachen Digitalisierung, Netzausbau oder dem Abbau von Bürokratie – ganz zu schweigen von Reformen vollkommen veralteter Gesetze, hängt Deutschland weit abgeschlagen im EU-Durchschnitt.

Ein Land zu regieren oder ein Unternehmen zu leiten – meiner Meinung nach unterscheiden sich diese beiden Tätigkeiten nur marginal voneinander. Der einzig markante Unterschied ist, dass der Unternehmer die Verantwortung für seine Entscheidungen mit seiner Existenz (und der seiner Mitarbeiter) bezahlt und die Politik den verbauten Mist einfach aussitzt.

Beschäftigte Mitarbeiter können streiken, krank-feiern oder den Job wechseln – verarschtes Volk ärgert sich ein bischen und geht am nächsten Tag wieder zur Tagesordnung über.

Wir halten fest: Die Politik fürchtet keine Konsequenzen.

Der nächste Punkt, der sich kaum von der Wirtschaft unterscheidet ist das Phänomen der Betriebsblindheit.

Es gibt Betriebe, die funktionieren seit langer Zeit gut – und niemals kam auch nur einer der Vorgesetzten oder Mitarbeiter auf die Idee irgendwas verändern zu wollen. Alter Chef, altes Personal (was die Betriebszugehörigkeit betrifft), altes Inventar, völlig veraltete Abläufe – aber funktioniert.

Wieso auch was ändern, hat vor 20 Jahren funktioniert – funktioniert heute ja auch. Hinterher geht irgendwas schief – und man handelt sich plötzlich ein Problem ein.

Diese Unfähigkeit irgendetwas zu ändern und sein Unternehmen der Zeit anzupassen – das nennt sich Betriebsblindheit. Das eigene, funktionierende Universum um einen herum funktioniert anstandslos und jegliche Veränderungen kann der Nachfolger vornehmen.

Schlecht nur wenn man sich so sehr in sein Universum festgebissen hat, das man es nicht mehr loslassen kann. Prozesse werden hinausgezögert, neues Personal wird schwer zu finden und wenn dann mal der Nachfolger ans Werk geht – ist es häufig schon fünf nach Zwölf.

Wieso also Bürokratie abbauen? Funktioniert doch seit 20 Jahren super. Digitalisierung? Das hat Zeit, lieber lassen wir das Volk weiter in verstaubte Behörden vorladen um vollkommen überholte Formulare ausfüllen und unterschreiben zu lassen.

Wir halten fest: Die Unfähigkeit jegliche Veränderungen herbei zu führen.

Zu guter Letzt noch etwas, das jedem aus meiner Generation schon einmal passiert ist:

Irgendein älterer Mensch kommt auf die aberwitzige Idee sich ein modernes Gerät anzuschaffen und scheitert kläglich bei Einrichtung und Bedienung. Der Sohn, die Tochter, der Schwiegersohn darf dann antanzen um dem Dinosaurier zu erklären, dass man das Wlan auch erstmal einschalten muss, bevor eine Verbindung zum Internet hergestellt werden kann. Passwörter für wichtige Konten darf man sich auch mal merken, E-Mail Adressen bei web.de sind Müll, HP stellt keine guten Drucker her und generell jede Technik aus dem Aldi hört sich besser an, als sie eigentlich ist.

Was für den einigermaßen versierten Nutzer ein sonnenklarer Umstand ist – kann so ein Technik-Legastheniker kaum nachvollziehen, dennoch wird weiter aufgerüstet. Zum Unmut der Kenner versteht sich.

Das mangelhafte Interesse sich mit Technik auseinander zu setzen, sinnvolle Funktionen zu nutzen, blödsinnige Funktionen zu erkennen und die Nutzung zu vermeiden – nein, das kommt Personen dieser Art nicht in den Sinn.

Dass dieses Phänomen insbesondere auf ältere Menschen zutrifft, ist keine Schande – solche Menschen haben dann aber in Führungspositionen nichts zu suchen. Denn es gilt immer der Grundsatz: Wenn man keine Ahnung hat… 😉

Wir halten fest: Mangelhaftes Interesse (an Technik).

Fazit: Was das Regieren betrifft, sollte die Mischung als Alt und Jung stimmen. Das Volk muss an die Eier der Regierung kommen und diese für Ihre Taten verantwortlich machen können.

Beispiel: Nehmen wir mal den öffentlichen Rundfunk. Abgesehen davon, dass Rundfunk ein Begriff aus der Steinzeit ist – sind sowohl die dort beschäftigten Gesichter, als auch die Programminhalte absolut unattraktiv. Dennoch bezahlt das Volk zwangsweise viel Geld für dieses Angebot und der öffentliche Rundfunk will noch mehr.

In Zeiten von Streamingdiensten, die für 10 € im Monat wesentlich mehr zu bieten haben ist diese Forderung eine Farce.

Die ganze Nummer mit dem öffentlichen Rundfunk ist ein einziges Armutszeugnis für ein Land wie Deutschland und für mich eine Bestätigung meiner Hypothesen.

  • Keine Konsequenzen

Jeder bezahlt brav seine Abgaben und niemand mosert über das Programm. Es gibt keine Petitionen, die die Verweigerung der Beiträge herbeiführt, keine ernst zu nehmenden Forderungen nach attraktiveren Inhalten – es gibt – nichts.

  • Unfähigkeit Veränderungen herbei zu führen

Benutzername + Passwort, Smartcard – wer schauen will, der zahlt. Wer nicht, der nicht. In allen andern Fällen sollte man die Finanzierung gründlich überdenken. Es reicht auch einfach nicht vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen und bitte bitte zu machen.

  • Mangelhaftes Interesse

Man könnte den öffentlichen Rundfunk ja wirklich nutzen, um z.B. Transparenz seitens der Politik zu schaffen. Volksentscheide diskutieren, Verschwendung aufzudecken, Mängel aufzuzeigen und auf sonstige Art und Weise die Aufmerksamkeit des Volkes auf sich ziehen. Aber seit Jahren die gleiche Mär – Feste der Volksmusik, Tatort, Wetten das, Markus Lanz, Lindenstraße.

Ich, für meinen Teil, schaue mir da lieber Dokus über Aliens auf N-TV an. Auf den öffentlichen Rundfunk kann ich verzichten – und ich bin mir sicher, dass ich da nicht für mich allein spreche.

 

In God we trust

Die letzten Wochen war ich bemüht die Bibel zu lesen. Bisher habe ich allerdings nur die ersten beiden Bücher Mose geschafft, denn der Inhalt langweilt mich wirklich zu Tode.

Über den Glauben hatte ich schon immer meine eigene Meinung, daher gab es meinerseits auch keine Ambitionen irgendwas neues herauszufinden. Aber das Wichtigste im Zitat:

Die Erzählungen der Urgeschichte sind weder als naturwissenschaftliche Aussagen noch als Geschichtsdarstellungen, sondern als Glaubensaussagen über das Wesen der Welt und des Menschen über deren Beziehung zu Gott zu verstehen.

Ich denke mal, wenn man dieses Statement verinnerlicht hat, dann kann man sich auf die Bibel einlassen. Allerdings hinterfrage ich von Natur aus alle möglichen Hintergründe – daher fällt es mir persönlich sehr schwer irgendetwas für bare Münze zu nehmen.

Die Bibel ist eine Sammlung von Überlieferungen. Sehr sehr alte Überlieferungen. Technisch gesehen können sich da sicherlich Fehler einschleichen. Inbesondere wenn man bedenkt, dass es damals keinen Buchdruck gab, viele verschiedene, ausgestorbene Sprachen gesprochen wurden und die Menschen generell ja relativ wenig wussten. Wissenschaftlich kann man diese Schriften, auch ohne den Besuch einer Universität, sicherlich wie eine Fliege zerquetschen.

Angenommen, irgendwer hätte damals den Herrn der Ringe überliefert – wäre der Teufel dann heute vielleicht Saruman?

Wie kann man den Wahrheitsgehalt der Bibel überprüfen? Waren die Wunder nicht vielleicht einfach nur den Ideenreichtum sehr früher, talentierter Schriftsteller, Lügner und Erzähler?

Wenn ich mir selbst vorstelle in Sklaverei arbeiten zu müssen – würde ich mir an einem Punkt sicherlich auch wünschen, dass eine höhere Macht mich von den Qualen erlöst. Angenommen der Sklaventreiber bekommt daraufhin plötzlich Magen-Darm, dann mag das einerseits ein Wunder sein – auf der anderen Seite sicherlich den wideren hygienischen Umständen der damaligen Zeit geschuldet.

Meiner Ansicht nach steht man sich am besten, wenn man an sich selbst glaubt – und das eigene Schicksal nicht in Hände irgendeiner, unbestätigten, höheren Macht legt.

 

Gute Vorsätze

Das neue Jahr beginnt – auf der Suche nach dem Sinn, dem Sinn in einem Leben…

Der Mensch im 21. Jahrhundert. Roboter, die sich nichtigen Faktoren wie Zeit und Geld untergeordnet haben. Zeit ist Geld und Geld ist alles.

Das neue Jahr fängt an und plötzlich fasst man sich ein Herz und beschließt sein eigenes Leben zu ändern – hier und jetzt. Gestern war es noch alt – heute neu. Nur weil auf einem Blatt Papier oder dem Smartphonedisplay irgendwo nun 1.1.2019 steht. Auf einmal kann man sich um das Wohl seines Körpers bemühen und sich im Fitnessstudio anmelden. Auf einmal kann man aufhören zu rauchen. Jetzt funktioniert auch eine Diät.

Die extrinsische Motivation, die der Jahreswechsel so mit sich bringt – interessant was der Mensch bereit ist zu verändern, nur wegen einiger Zahlen.

Das Problem bei extrinsischer Motivation ist, dass sie genau so schnell wieder verschwindet, wie sie gekommen ist.

Stellt euch vor, der Chef gibt euch einfach so mal 500 € – dann seit ihr zwei Tage hoch motiviert, danach ist wieder alles beim Alten. Exakt das selbe passiert beim Jahreswechsel.

Die eigentliche Grund beim Jahreswechsel überhaupt etwas ändern zu wollen ist ja ganz logisch – man kann schön leicht ausrechnen, wie lange man erfolgreich war. Allerdings macht es keinen Unterschied ob ich am 27.9. aufhöre zu rauchen, oder am 1.1. (je eher, desto besser).

Der jeweilige Unterschied liegt in den Arten der Motivation. Wer am 27.9. aufhört zu rauchen, der macht das aus dem Inneren heraus. Man nennt das: intrinsische Motivation. Intrinsische Motivation zeugt von deutlich mehr Willensstärke und ist wesentlich vielversprechender als der externe Reiz, der sich auf die Änderung der Zahl am Kalender äussert.

Man stelle sich vor es gäbe gar keinen Kalender – dann wäre ja niemand mehr dazu in der Lage etwas zu verändern..

Der richtige Zeitpunkt etwas zu verändern ist – immer. Hier und jetzt. Dazu muss man auf nichts warten. Es ist nicht wichtig leicht zu errechnen wie lange eine Veränderung schon anhält – wichtig ist, dass eine Veränderung anhält. Nur so ist man in der Lage positiv an sich zu arbeiten und dauerhaft persönliche Erfolge zu erzielen.

Wollen und nicht können, können aber nicht wollen – was zählt ist zu wollen um zu können.

Wenn man seinen guten Vorsatz also nicht zum 1.1. umsetzt, oder die Bemühungen am 12.1. bereits wieder begraben wurden – der sollte es einfach nochmal probieren. Nicht wegen einer bedeutungslosen Zahlenfolge – sondern für sich selbst.

 

Was zählt

Wahrscheinlich muss einem das Leben erst mal so richtig die Fresse polieren um zu verstehen, was im Leben wirklich zählt. Was Geben und Nehmen wirklich bedeutet, dass der erste Eindruck täuschen kann und man sich immer eines besseren belehren lassen kann.

Mit keinem Geld der Welt kann man sich die wirklich kostbaren Momente des Lebens kaufen. Keine Zeitraum ist groß genug um ihn mit den richten Personen zu verbringen.

Was nützt die beste Bezahlung, wenn der Job kein Spaß macht? Was nützt die beste Ausrüstung, wenn man damit nicht umgehen kann? Was nützen all diese Worte, wenn sie keiner verstehen kann? Was passiert mit der Arbeit, wenn sie niemand macht?

Das Leben, ein Programm – das einfach so abläuft. Geboren werden, Kindergarten, Schule, Ausbildung/Studium, arbeiten gehen / Steuern zahlen, kurz Rente bekommen, sterben.

Wie ist es wohl wirklich frei zu sein?

Wie misst man Werte wie Moral, Erfahrung, Vertrauen oder Respekt? Und warum finden sie in der Gesellschaft immer weniger Beachtung?

Stark oder schwach – Schwarz oder Weiss – Gut oder schlecht. Das sind nur äußerst subjektive Einschätzungen.

Bin ich schlecht, wenn ich einen Kinderschänder umbringe? In den Augen des Gesetzes schon – in den Augen der Eltern geschändeter Kinder – nicht.

Motive – ein ständiger Konflikt. Richtig ist, was sich richtig anfühlt. Immer. Persönliche Träume und Ziele sollte man nicht aufgeben. Niemals. Je weiter man sich von ihnen entfernt, desto unglücklicher steht man da, desto schwerer der Weg zurück.

 

Bad Religion

In den kommenden Wochen begebe ich mich auf eine Reise..

Eine Reise, die ich selbst wahrlich nicht immer in Betracht gezogen hätte – Sie aber für notwendig halte.

Notwendig um zu verstehen. Verstehen warum die Dinge sind wie Sie sind – warum Menschen den Weg gehen, den Sie gehen.

Wege, die unergründlich sind. Unergründlich wie die Wege des Herren.

Der Herr, an den ich vielleicht glauben kann – aber nicht will. Oder will ich es – und kann es nicht?!

Kann man glauben, oder will man es?!

Erlösung oder Vergebung – was wird meine Interpretation der heiligen Schrift?

 

Die Heuchelei um des deutschen Liebling

In den letzen Monaten erreichen mich, auf den unterschiedlichsten Wegen, immer wieder die selben Fragen:

  • Was soll man denn noch für ein Auto kaufen?
  • Wie steht es um den Diesel?
  • Kann man ohne Computer eigentlich noch ein Auto selbst reparieren?
  • Warum ist die Reparatur an meinem Auto so teuer?
  • Was halten Sie von Elektroautos?
  • Wie sind Umwelt und Mobilität in Einklang zu bringen?

Mit all diesen Fragen habe ich mich auseinandergesetzt und musste, meist im direkten Kundenkontakt, entsprechende Antworten abliefern.

Wie das ganze Dilemma eigentlich entstanden ist..

Solche Situationen sind sowohl für den Kunden als auch für mich gar nicht mal leicht. Die Ursache kommt meist irgendwo aus der Bevölkerung, oder schlimmer noch: Aus der Politik.

Irgendwo sitzt dann einer rum, der in seinem Leben noch nie den Ölstand selbst prüfen musste, erfährt von Irgendwas, dass er gar nicht richtig beurteilen kann und wittert eine Verschwörung.

Im aktuellen Fall handelt es sich dabei um manipulierte Motorsteuergeräte-Software bei Dieselmotoren, um Schadstoffausstoß, Messstationen, Fahrverbote, Umweltzonen, Feinstaub, Klimawandel, Krebs usw.

Obwohl ich selbst ja nichts für den „Skandal“ kann – werde ich dazu befragt – ob mir das gefällt oder nicht. Der Kunde kann den Skandalschaffer schließlich nicht selbst befragen und hofft von mir eine plausible Einschätzung der Situation.

Was soll man denn noch für ein Auto kaufen? 

Die Frage, die mir besser gefallen würde wäre: Welches Auto soll ich mir nicht kaufen? Wenn man, wie ich, hauptsächlich mit Problemen an Autos zu tun hat – dann ist Autofahren nicht mehr Autofahren. Jede noch so normale Fahrt wird zur Diagnosefahrt und in jeder Sekunde wird jedes unnormale Geräusch analysiert. Musik kann ich während der Autofahrt ja eigentlich auch nicht mehr genießen, schliesslich muss ich ja hören ob Motor oder Fahrwerk irgendwelche Geräusche von sich geben. Ich kaufe auch keine Autos nach Gefallen, sondern nach technischer Unauffälligkeit. Schließlich beruhigt es tatsächlich etwas mein Gewissen und lässt mich etwas entspannter Auto fahren, wenn ich weiß, dass das Auto robust ist.

Erstmal sollte man sich also darüber informieren welche Autos besonders zuverlässig sind. Schnell wird man feststellen, dass aus einer besonders gigantischen Liste von Modellen und Sondermodellen nur noch eine überschaubare Anzahl an Fahrzeugen übrig bleibt. Aus dieser Anzahl an Fahrzeugen wählt man sich jetzt am besten ein Modell aus, dass man häufiger mal auf der Straße sieht – denn je häufiger ein Modell auf dem Markt ist, desto preiswerter sind Reparaturen und Ersatzteile und desto größter die Community um das Fahrzeug.

Der nächste Schritt auf dem Weg zum richtigen Auto ist dann nur noch das Fahrzeug selbst. Das wichtigste an einem Auto sind nicht der besonders geringe Kilometerstand, Unfallfreiheit und die üppige Ausstattung, sondern der/die Vorbesitzer. Jemand, der sein Fahrzeug regelmäßig pflegt, korrekt fährt und dabei vielleicht keine Klimaanlage an Board hat, bietet ein viel besseres Gesamtpaket, als der Student im Vollausstattungsmonster – der kein Geld für Service und keine Zeit für Pflege hat.

Wie steht es um den Diesel?

Seitdem Dieselmotoren nicht mehr so ekelhaft laut und langsam sind, was vor allem mit der Direkteinspritzung und dem Turbolader zu tun hat, erfreuten sich Dieselmotoren großer Beliebtheit. Endlich kann man mit wesentlich geringerem Verbrauch genau so toll rumgurken wie mit einem Benziner – wenn nicht besser. Der Nachteil in der Kfz-Steuer, im Gegensatz zum viel besseren Preis/KM ist schnell wieder rein gefahren.

Grundsätzlich also eine super Sache so ein Diesel – aber auch nur mit einem Aber.

Durch den höheren Wirkungsgrad eines Dieselmotors braucht der Motor an sich wesentlich länger um die Betriebstemperatur von ca. 80-90° zu erreichen. Grundsätzlich arbeitet jeder Motor, egal ob Diesel oder Benzin, erst ab erreichen der Betriebstemperatur besonders effizient.

Fährt man seinen Diesel nun überwiegend auf so kurzen Strecken, dass der Motor kaum mal seine Betriebstemperatur erreicht hat das technisch massive Konsequenzen. Sämtliche Komponenten zur Abgasnachbehandlung sind darauf ausgelegt erst bei Betriebstemperatur optimal zu arbeiten – wenn diese allerdings nie wirklich erreicht wird, kann auch so ein System nicht funktionieren.

Wie man sein Auto so fährt, nennt sich in Fachkreisen „Fahrprofil“ – ein guter Verkäufer, der nicht unbedingt viel Wert auf seine eigene Prämie legt, wird euch danach fragen, bevor er euch ein Auto anbietet. PKW mit Dieselmotor bei einem Fahrer mit korrektem Fahrprofil – das passt.

Man kann also sagen, dass sich ein Diesel immer noch lohnt, wenn er denn in das eigene Fahrprofil passt. Von Fahrverboten und Umweltzonen sollte man sich nicht unbedingt abschrecken lassen. In erster Linie sollte man kostengünstig seine Wege beschreiten können.

Kann man ohne Computer eigentlich noch ein Auto reparieren?

Ein Auto hat heutzutage eine viel höhere Anzahl an Sensoren, Stellgliedern, Steuergeräten, Assistenten usw. als es noch in den 90ern der Fall war.

Viele, rein mechanische Komponenten, wurden durch mechatronische Versionen ersetzt – was damals solide war, ist heute aus Plastik. In der Herstellung zählen nur noch geringe Kosten und beschleunigte Produktion. Der Zyklus, in dem neue Modelle auf den Markt geworfen werden, hat sich im Gegensatz zu den 90ern nahezu halbiert und die reine Anzahl an Modellen verdoppelt. Immer neue Technik, immer andere Technik, immer mehr Ausstattung.

Kaum ein normaler Mensch kann dazu in der Lage sein, immer mehr Technik in immer kürzeren Zeiten so gut zu kennen, dass sowas wie Kenntnisse aufkommen können.

Der einzige wirkliche Helfer in dieser Situation ist das Diagnosegerät. Denn die Alternative für den Mechaniker lautet: Schaltpläne und Sollwerte besorgen, unzählige Verkleidungen demontieren um Bauteile freizulegen – und manuell nachzumessen.

Das konnte man Mechanikern in den 90ern durchaus noch zumuten – 2018 ist das nur noch in absoluten Härtefällen realisierbar.

Einige wenige Komponenten an Fahrzeugen haben sich im Laufe der Zeit allerdings nicht großartig geändert – viele Probleme sind Hersteller übergreifend ähnlich und das Problem sitzt häufig zwischen Lenkrad und Sitzlehne.

Fehlerdiagnosen sind an Fahrzeugen ohne einen Computer also kaum mehr möglich. Gewisse Bauteile müssen nach einem Austausch/Reparatur auch neu angelernt werden, oder gewisse Prozesse erst angestoßen werden um eine Reparatur durchzuführen. Das ist nicht bei jedem Auto so – aber bei einigen.

Wer gerne mal selber was macht, der sollte sich also genau über die technischen Eigenschaften informieren.

Warum ist die Reparatur an meinem Auto so teuer?

Über diese Frage freue ich mich immer am Meisten. Bei einem Stundenverrechnungssatz von 80 € muss der Mechaniker ja schließlich ein dekadentes Leben führen können.

Der Stundenverrechnungssatz beschreibt allerdings nicht den Lohn des Mechanikers, sondern die Gesamtkosten pro Stunde für das Gesamtpaket „Werkstattarbeit“.

Ein Mechaniker verdient derzeit so rund 12 – 15 € die Stunde – der Rest geht drauf für Luxusgut wie Hebebühnen, deren Stromverbrauch und Wartung. Werkzeuge, Spezialwerkzeuge, Verbrauchsmaterial, Strom, Heizung, Wasser. Kosten für Abgastester, Diagnosetester, Werkstattsoftware, Bürokräfte, Chefs, Leihwagen und so weiter und so fort. Insbesondere in Vertragswerkstätten erwarten die Hersteller die Erfüllung gewisser Vorgaben, die nochmal mehr Geld kosten..

Je größer ein Betrieb ist – desto höher die allgemeinen Kosten, desto höher auch der Stundensatz in der Werkstatt. Es sollte also keinen Wundern, dass ein gigantisches Autohaus mit zig Angestellten, für jeden erdenklichen Zweck, diese Kosten auch irgendwie weitergibt.

Seit jeher sind Autos auch nicht unbedingt dazu vorgesehen an einigen Stellen repariert zu werden, dementsprechend Zeit braucht der Mechaniker um gewisse Arbeiten durchzuführen. Auch bei regulären Wartungsarbeiten tritt dieser Fall oft ein. Dafür kann aber die Werkstatt nichts und auch nicht der langsamere Mechaniker – viel eher könnte ein Hersteller dazu in der Lage sein die Reparatur- und Wartungsfreundlichkeit bei der Konstruktion eines Modells besonders zu berücksichtigen, im Sinne des Kunden quasi – aber da die Hersteller leider nur an Umsatz, Absatz und Wachstum interessiert sind, wird dieser Fall leider nie eintreten.

Viele Werkstätten setzen bei der Kalkulation für Reparaturangebote auf spezielle Software. Innerhalb dieser Software ist für nahezu jedes Modell und jeden Arbeitsgang ein Zeitwert hinterlegt. Diesen Zeitwert nennt man im Fachkreis „AW“ – eine AW kann z.B. 10 Minuten dauern. Nimmt man z.B. den Austausch der Bremsscheiben und Bremsbeläge für einen Golf 4 – dann sieht man in der Software einen Zeitwert von z.B. 6 AW – das wäre also eine Stunde. Soweit so gut, schlecht nur wenn der Wert in der Software erheblich von der Realität abweicht.

Die Software kann nicht wissen, dass irgendwelche Schrauben nach X Jahren nur noch per Schweißbrenner entfernt werden können – oder Teile angepasst werden müssen usw usw. Werkstattarbeit ist im weitesten Sinne auch das Ausleben seines eigenen Improvisationstalent. Fest steht eigentlich nur, dass Arbeiten, die man schon mal gemacht hat – beim 2. Mal immer deutlich schneller gehen 😉

Wenn man also aufgrund irgendwelcher Garantiebedingungen oder persönlicher Vorliebe an ein großes Autohaus gebunden ist – dann kann man in einer kleineren Werkstatt durchaus Geld sparen.

Was halten Sie von Elektroautos?

Gar nichts.

Für mich ist das Elektroauto, in seiner jetzigen Form, nichts weiter als ein kläglicher Versuch irgendwelche Versäumnisse der Vergangenheit irgendwie in Ordnung zu bringen.

Die derzeitigen Fahrzeugmodelle, die es als E-Variante zu kaufen gibt – sind eigentlich für den Betrieb mit einem Verbrennungsmotor vorgesehen und in ihrem Kern nicht dazu geeignet ein reines Elektrofahrzeug zu sein. Das Gesamtkonzept „E-Auto“ muss passen. Es ist nicht damit getan einen Verbrennungsmotor gegen einen E-Motor zu ersetzen und den Unterboden mit einer Batterie zu bestücken und dann mit einer Reichweite von, man höre und staune, 150 KM, bei einer Ladezeit von 6 Stunden, auftrumpfen..

Derzeit ist ausschliesslich der Hersteller Tesla dazu in der Lage ein E-Auto zu präsentieren, dass im Gesamtkonzept überzeugen kann. Das liegt aber eigentlich nur daran, dass Tesla von einem Visionär geführt wird, Geld eine untergeordnete Rolle spielt und Tesla niemals Verbrennungsmotoren eingesetzt hat. Die etablierten Hersteller sollten sich dringend einen eigenen Elon Musk klonen, ansonsten hat jeder Paypal Kunde demnächst auch einen Tesla – in einem hervorragend funktionierendem System aus Ladestationen.

Wie sind Umwelt und Mobilität in Einklang zu bringen?

Damals in der Grundschule wurde man immer wieder darauf hingewiesen, das Auto bei kurzen Strecken stehen zu lassen. Aber die Menschen sind von Natur aus – faul.

Auch kürzeste Strecken zu fahren ist ein Zeichen dafür, dass das Fahren einfach noch zu günstig ist. Der Mensch bequemt sich erst dazu etwas zu ändern, wenn es an das liebste geht was er hat: Sein hart verdientes Geld. Die Konsequenzen des Autofahrens sind für den faulen Mensch in dem Moment des Fahrens nicht präsent – das Bewusstsein der Umwelt massiv zu schaden – es ist einfach nicht vorhanden.

Natürlich trifft  das nicht auf alle Menschen zu, leider kenne ich genug von der faulen Sorte.

Kurzstrecke

Ich wiederhole mich gern, wenn ich sage, dass ein Verbrennungsmotor und seine Abagsnachbehandlungssysteme erst beim Erreichen der Betriebstemperatur ihre volle Wirkung erzielen, daher ist es in der heutigen Zeit auch in erster Linie wichtig die Temperatur zu erreichen.

Wer häufig kurze Strecken fährt, der schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch Geldbeutel und Fahrzeug.

  • In der Warmlaufphase verbraucht so ein Motor auch mal eben locker das doppelte an Kraftstoff, als es bei erreichter Betriebstemperatur der Fall wäre.
  • Der Motorverschleiß ist höher. Dadurch, dass auch das Motoröl nie auf Temperatur kommt, sind die Eigenschaften Schmierung, Kühlung und Reinigung des Motoröls nicht in vollen Umfang gewährleistet.
  • Das bei der Verbrennung entstehende Wasser sammelt sich in der Abgasanlage, die entsprechende Korrosion der Werkstoffe führt zu Schäden.
  • Der Katalysator erreicht die Betriebstemperatur nicht. Schädliche Abgase werden nicht umgewandelt und gelangen fröhlich in die Luft.
  • Inbesondere bei Fahrten im Winter wird häufig von Anfang an die Heizung eingeschaltet – das raubt dem Motor nochmal zusätzliche Temperatur.
  • Die Batterie wird nur unzureichend nachgeladen.

Das sind sicherlich nicht alle Punkte, aber die Wichtigsten.

Das Problem ist vorhanden und bekannt, wird aber seitens der Hersteller und Politik gekonnt ignoriert.

Fahrt halt keine kurzen Strecken, nehmt das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel. Dieselfahrverbot. Sagt den Zweitklässlern, dass man keine Kurzstrecken fahren soll – das reicht.

Mal ehrlich, löst man so ein Problem?! In Deutschland schon. Denn schließlich gewinnt man durch den höheren Verbrauch ja auch ein paar Mark an Kraftstoffsteuer. Fahrzeuge sind vorzeitig verschliessen – die Hersteller können also wieder verkaufen. Verwerter können weiter verwerten und ein ganzer Kreislauf wird am Leben erhalten.

Doch wie kann man das Problem konstruktiv lösen? Natürlich indem man die Warmlaufphase verkürzt.

Habt ihr euch jemals selbst die Frage gestellt, warum mittlerweile nahezu jedes Fahrzeug in Deutschland eine Klimaanlage, aber keine Standheizung hat?

Wir reden hier von Deutschland. Einem Land, in dem die durchschnittliche Temperatur bei rund 11° liegt. Ganz offensichtlich ist es in Deutschland wohl häufiger kalt als wirklich warm. Ausnahmslos jeder, der keine Garage/Carport besitzt – hasst es sein Auto frei zu kratzen, oder hatte schon mal eine eingefrorene Tür, steht früher auf um sein Auto zu enteisen, lässt es im Stand warm laufen usw.

Und wir reden hier von Klimaanlagen, die mit hoch klimaschädlichen Gasen befüllt werden, für ein deutliches mehr an Kraftstoffverbrauch verantwortlich sind. Dessen Bauteile ein Brutherd für Bakterien sind. Die bei einem Defekt massive Kosten verursacht, die Wartungs- und Verschleißkosten verursacht und an vielleicht 10 Tagen im Jahr wirklich sinnvoll zum Einsatz kommt.

Zu guter Letzt reden wir hier von einer Standheizung, die vor Fahrtbeginn den Kühlkreislauf aufheizt, sodass der Motor nicht bei Außentemperatur beginnt, sondern all seine Effizienz viel früher voll entfalten kann. Die dafür sorgt, dass kein Eiskratzen nötig wäre, da die Heizung bereits voll einsatzfähig ist. Eine elektrische Standheizung, zum Nachrüsten, kostet für den Endkunden 150 € (ohne Einbau) – nicht auszudenken was ein Hersteller dafür bezahlen würde, wenn er so ein Teil in millionenfacher Ausführung bestellen würde… Wovon reden wir da? 20 € ? 50 €? Um ein echtes Problem zu lösen?

Was spricht dagegen? Meiner Meinung nach spricht eine ganze Menge dafür – dennoch rüstete ich in meinem Arbeitsalltag bisher noch nie auch nur eine einzige Standheizung nach..

Schon ein komisches Volk, diese deutschen, stehen da – mit geballter Faust in der Tasche, innerlich zerfressen von Wut und trauen sich selbst nicht über den Weg.

Um auf die Kernfrage zu antworten, ohne mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen schlage ich vor, dass der Liter Kraftstoff für alle außerberuflichen Fahrten und außerhalb eines gewissen Kontingentes für Besorgungen und Vergnügen eigentlich viel VIEL teurer sein muss. Denn leider lernt der Mensch nur auf diese Tour, dass er noch Beine hat. Leider schaffen auch immer noch viel zu wenig Menschen sich in der vernetzten Welt zu sinnvollen Fahrgemeinschaften durch zu ringen. So fahren halt weiterhin, jeden Morgen die selben Leute in ihrem Kombi, ihre 10 KM zur Arbeit.

 

Stand der Dinge

Wieder mal eine Woche rum, nach jedem Tief kommt auch wieder ein Hoch.

Heute wollte ich „nur“ mal den Stand der Dinge mitteilen. Viele Projekte laufen bei mir parallel, einige sind in der Testphase – andere habe ich verworfen und viele Neue sind bereits in Arbeit. Aber immer der Reihe nach.

Rückblick

Tinkerdroid – Media Center

Das Tinkerboard, in seiner neuen Funktion, erfüllt alle Erwartungen. Klare Empfehlung!

Wer auf Mystery-Serien steht, dem empfehle ich übrigens Supernatural.

Smartify your Lights

In diesem Beitrag hatte ich euch vorgestellt, wie man mithilfe des Sonoff Basic, eines Installationsrelais und eines Xiaomi Wandtasters eine smarte Beleuchtung realisieren kann. Der Google Home Assistant kann diese Lampe(n) per IFTTT selbstverständlich ebenfalls schalten.

Das Ganze ist nun schon eine Weile in Betrieb und funktioniert tadellos.

Technisch finde ich diese Lösung für einzelne Räume auch sinnvoll – für eine komplette Wohnung/ komplettes Haus würde ich so aber nicht einrichten, denn:

  1. würde für jede Leuchte je 1x Basic und 1x Relais verwendet werden müssen (Kosten ca. 20 €/Schaltung).
  2. hat der Basic keine Möglichkeit korrekt auf einer Hutschiene montiert zu werden und ist für so einen Einsatz auch viel zu klobig.
  3. Je Basic ist auch ein Gerät mehr im Wifi online und verbraucht pro Einheit natürlich auch selbst Strom. Bei 20 Lampen wären das mal eben 20 Wifigeräte und 2x Eigenverbrauch – das ist meiner Meinung nach eher unvorteilhaft.

Alternativ würden sich andere Sonoff Produkte wie z.B. der 4CH viel besser eignen – so hätte man pro vier Schaltungen je nur ein Gerät. Der 4CH lässt sich zudem auch auf einer Hutschiene montieren. Leider kann auch hier nicht mit 230V Schaltern/Tastern gearbeitet werden und das Gerät selbst ist ebenfalls ziemlich groß.

Meiner Meinung nach sollte man hier insgesamt noch etwas abwarten – ich bin mir ziemlich sicher, dass die Chinesen künftig reagieren werden und brauchbare Aktoren mit 230V-Kompatibilität auf den Markt werfen werden.

Die derzeit einzige, gescheite Möglichkeit ist, nach wie vor, ein KNX-Aktor. Diese können nicht nur vollständig mit 230V/16A arbeiten, dank der kompakten Bauform nehmen sie am wenigsten Platz pro Schaltung auf der Hutschiene ein und können in vielen fällen sogar Energie messen.

Google Home Sprachsteuerung

Mittlerweile besitze ich bereits zwei dieser kleinen Helferlein und muss sagen: Top!

Der eine steht, nach wie vor, auf meinem Schreibtisch – von hier aus kann ich nun einige Lampen steuern oder Musik hören.

Durch das „Musik hören“ bin ich erstmal so richtig auf Spotify aufmerksam geworden und bin jetzt sogar ein zahlender Abonnent geworden. Die Möglichkeit sich einfach mal Alles auf Kommando anzuhören ist unheimlich praktisch. Hin und wieder entdeckt man sogar mal neue, gute Musik.

Den Zweiten habe ich in meiner privaten Werkstatt stehen – dort sorgt er ebenfalls für Unterhaltung. Egal ob Musik per Spotify oder Radio – für meinen Bedarf perfekt zugeschnitten.

Mit Klang und Bedienung bin ich sehr zufrieden. Pro Gerät habe ich 25 € (jeweils gebraucht, in neuwertigem Zustand) bezahlt. Meiner Meinung nach absolut zu empfehlen.

Billardtisch

Mit den Arbeiten am Tisch bin ich soweit fertig. Der Tisch wird derzeit komplett neu bezogen (inkl. dem erneuern der Bandengummis und natürlich dem Bezug der Banden). Das Beziehen mache ich nicht selber, sondern lasse es durch einen erfahrenen Spezialisten aus Paderborn durchführen. Die Kosten für die Arbeiten inkl. Material liegen bei ca. 400 €, danach erstahlen Tuch und Banden in völlig neuem, königsblauen Glanz.

Ich denke mal bis Weihnachten wird alles fertig sein, dann gibt’s auch mal ein paar Bilder.

Ausblick

Sonoff POW R2

Für Nachschub in der Sonoff Reihe sorgt der POW R2. Im Vergleich zum Basic verfügt der POW über eine Funktion zur Energiemessung und hat, optional, eine Halterung für eine Hutschiene.

Einen POW habe ich auch bereits hier, geflasht ist er auch schon – es existiert sogar schon ein Beitrag, allerdings habe ich bisher nicht die Zeit gehabt den POW irgendwo gescheit zu montieren und ein wenig Spaß damit zu haben.

ESPEasy und WS2812b LED-Stripe

Ein WS2812b LED-Stripe ist ungefähr das geilste, was man sich an LED-Stripe zulegen kann. Das besondere daran ist, dass jede einzelne LED auf dem Stripe komplett frei angesteuert werden kann. Als Controller kommt, zumindest bei mir, ein ESP-Baustein zum Einsatz.

Ich habe bisher etwas mit meinem NodeMCU, ESPEasy, dem Stripe und Fhem rumgespielt – hat schon richtig Bock gemacht, allerdings war das noch nicht „Blogtauglich“ (vorstellen werde ich es natürlich trotzdem). Weiterhin wollte ich noch eine zweite Möglichkeit ausprobieren – diesmal ohne ESPEasy aber mit Fhem-Modul. Einen Beitrag hätt ich vermutlich auch schon längst geschrieben, allerdings kam wieder was dazwischen, nähmlich der

Smart Mirror

Eigentlich wollte ich mir aus dem WS2812b LED Stripe eine kleine Statusanzeige für Fhem basteln – bei der Suche nach schicken Ideen bin ich dann über einen Smart Mirror gestolpert und habe dann angefangen selbst einen zu bauen.

Das Gute an dem Projekt ist, dass ich die meisten Teile schon da hatte und relativ wenig kaufen musste. Mit dem Bau bin ich auch schon fertig (habe auch fleißig Bilder gemacht) – lediglich ein recht spezielles Kabel lässt noch auf sich warten (mehr dazu dann im Beitrag).

Softwareseitig habe ich mir bis jetzt aber auch noch keine Gedanken gemacht.

Eure Geschichten

Last but not least noch zu meiner Geschichtsstunde. Hier hatte ich über die Kleinanzeigen nach Menschen gesucht, die ihre Geschichte erzählen möchten. Über die Resonanz war ich ziemlich überrascht – hunderte Anfragen und Angebote haben mich erreicht. Schlussendlich konnte ich die Anzahl dann auf zwei reduzieren – wovon sich eine Person gar nicht mehr zurück gemeldet hat.

Die verbleibende Person hat mir auch zugesichert sich für mich zur Verfügung zu stellen – allerdings erst ab ca. Mitte Dezember – so lange gilt es also noch zu warten.

In der Hinsicht bin ich allerdings auch meinen eigenen Freundes- und Bekanntenkreis durchgegangen und wäre an der ein oder anderen Geschichte sehr interessiert. Bisher habe ich die entsprechenden Personen allerdings nicht kontaktiert.

Fazit

Langsam aber sicher geht das Jahr dem Ende zu, bis dahin wollte ich die oben genannten Projekte auch alle abgeschlossen haben, um unbeschwert in das neue Jahr starten zu können.

Für das kommende Jahr und vor Allem den Geburtstag des Tinkerblogs habe ich auch schon ein paar Ideen im Kopf – mal sehen welche davon sich durchsetzt.

Nächste Woche gibt es aber erstmal andere Geburtstage zu feiern und die Arbeit ruft.

Tinker out.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Saints & Sinners

Der Alltag. Grau – eine Monotonie aus dem Nicht-wollen und Abneigung gegen das was man tagein – tagaus sein Leben nennt.

Tristesse. Unzufriedenheit, eine dunkle Leere liegt wie der Schleier eines Brautkleid vor den Augen. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft – tiefschwarz, wie die Nacht. Der innere Wolf heult. Sind es doch nur Nuancen, die den Tag vom Abend unterscheiden.

Der Morgen. Ein Kampf gegen sich selbst. Der ewige Schlaf als Erlösung. Der innere Dämon ruht. Wohltuende Stille – ein Traum aus Wahnsinn.

Das Erwachen. All die Hoffnungen und Erwartungen – zerstört – nur durch das Öffnen der Augen. Kann ein Traum wahr werden, oder ist es doch nur eine Illusion, einer besseren Welt?

Verloren. Die Stunden zerren hart am dünn gestrickten Nervenkostüm. Die Gedanken um den Traum dominieren den Tag. Konzentration – nur noch ein wenig…. Bald ist es geschafft. Stunde um Stunde – tagein, tagaus.

Warten. Immer wieder warten. Der innere Dämon trommelt wie wild gegen die Schädeldecke. Die Linie zwischen Wahnsinn und Realität wird immer dünner. Wie nur, kann ich dem Höllenfeuer entgehen?

Fragen. Fragen über Fragen. Was wäre wenn, was ist die Konsequenz? Wie schließt sich der Kreis? Eine kommt, eine geht. Immer im Kreis – Minute für Minute, Stunde für Stunde, Tag für Tag.

Ablenkung. Der Teufel kommt vorbei. Der Dämon wird ruhig. Stille. So schön wie der Sonnenaufgang. Hoffnung. Stille. Leere. Der Ruf nach einem besseren Ort wird laut.

Zuflucht. Die volle Ladung Oxytocin. Alle Parameter sind gleich, doch alles fühlt sich anders an. Schöner, voller Energie. Eine Kraft aus hellem Licht und Blumenduft verdrängt den Dämon. Zeitweilig.

Dunkelheit. Mein alter Freund. Da sind wir wieder – selber Ort, selbe Zeit. Die Kraft wird weniger, der Dämon ruht bereits. Die Augen schwer, der Traum – ein Neuer kommt – voller Kraft für nur den einen Tag.

Allein. Ein neuer Tag bricht an. Wieder ein Traum im Hinterkopf, ein erzwungenes Lachen. Wo bleibt die Hand, die mich aus dieser einsamen Finsternis befreit?! Wird sie jemals kommen? Bin ich selbst die Hand? Der Dämon flüstert.

Hilfe. Es gibt sie nicht. Einige wollen, keiner kann. Ich sehe Hände wie Schatten durch die Dunkelheit gleiten. Doch ehe ich nach einer Hand greifen kann, reißt der Dämon mich zu Boden. Ich stehe wieder auf, versuche es wieder, Minute für Minute, Stunde für Stunde, Tag für Tag.

Wege. Ich kenne sie alle. Auch den Richtigen. Ich kann ihn nicht gehen – der Dämon versperrt Ihn mir. Selbsthass.

Silent Screaming. Endless.

 

 

 

 

Abseits

Beim täglichen stöbern in meinem Lieblings-Kleinanzeigenportal fiel mir  vor einiger Zeit ein Billardtisch auf. Es handelte sich um einen (ziemlich alten) 7ft Kneipentisch, mit Münzeinwurf – für einen äußerst lächerlichen Preis. Wirklich haben wollte ich den Tisch zu der Zeit nicht, daher verschwand er erstmal auf meiner Merkliste.

Einige Wochen später stolperte ich dann eher zufällig wieder über den Tisch, der immer noch auf der Merkliste stand, und war erstaunt, dass der damals schon lächerlich niedrige Preis – nochmal reduziert wurde. Es half alles nichts und ich habe zugeschlagen. Der, sehr nette, Kontakt über das Kleinanzeigenportal lief über eine Verkaufsagentur – diese vermittelte mir einen Termin zur Abholung.

Wenige Tage später fuhr ich dann, mit drei kräftigen Helfern, in einen eher leblosen Nachbarort. Der Treffpunkt war eine alte Gaststätte, die, wie der äußere Eindruck vermuten ließ, schon vor langer Zeit ihre Türen für immer geschlossen hatte.

Da meine kräftigen Helfer und ich viel zu früh vor Ort waren, blieb viel Zeit für Fachsimpelei: Die klassische Dorfkneipe, eigentlich super Lage, trinkfeste Dorfgemeinschaft, Nichtrauchergesetz, hohe Preise, ich saufe lieber Zuhause.. Gründe, warum eine Gaststätte in der heutigen Zeit „dicht“ macht gibt es wahrlich viele – dennoch ist es immer wieder schade zu sehen, dass alt-eingesessene Läden den Anschluss irgendwann verpassen und aus dem, in diesem Fall, Dorfbild für immer verschwinden.

Zur vereinbarten Zeit traf dann die ehemalige Wirtin der Gaststätte ein und öffnete uns die Türen. Unmittelbar nach dem Öffnen der Türen stach einem dieser herrlich gemütliche Geruch von altem Bier in die Nase, wie man ihn nur aus einer alten Gaststätte kennt.. Nach dem Eintreten wurde der Geruch allerdings etwas moderig – was wohl an den massiven Feuchtigkeitsschäden am Gebäude festgemacht werden konnte.

Am verbliebenen Interieur merkte man schnell, dass der Betrieb wohl schon länger eingestellt wurde und wahrscheinlich zeichnete sich eben dieses Ende auch schon einige Jahre vor Ladenschluss schon ab. Veraltetes und zerschlissendes Mobiliar,  die Gestaltung der Wände, Böden und Decken – aller Wahrscheinlichkeit nach, wurde an diesen Stellen seit der Eröffnung in den Sechzigern nicht mehr viel verändert.

Der Billardtisch stand in einem gesonderten Bereich, angrenzend an den einstigen Festsaal, voll gepackt mit altem Geschirr. Einer der kräftigen Helfer, die ehemalige Wirtin und ich räumten den Tisch frei, dabei konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen und habe einige Fragen zur Vergangenheit gestellt.

Die Gaststätte wurde von ihr und ihrem Mann über knapp 50 Jahre lang geführt. Vor einiger Zeit wurde der Mann dann leider schwer krank und verstarb schlussendlich. Die Wirtin allein konnte und wollte den Laden nicht alleine weiterführen, auch das Alter spielt dabei eine Rolle – die Kinder hatten kein Interesse das Geschäft zu übernehmen und so wurde die Gaststätte dann Anfang 2017 geschlossen. Seit dem versucht die Wirtin die Reste, wie z.B. das Inventar, noch irgendwie an den Mann zu bringen.

Unter Berücksichtung aller Umstände, die ich in meinen knapp 10 Minuten vor Ort gewonnen hatte, konnte ich die Entscheidung der Kinder gut nachvollziehen. Der Investitionsrückstau ist einfach zu groß um hier auch nur annähernd von einer „soliden Basis“ oder gar einem „gesunden Betrieb“ sprechen zu können. Allein der Ort, ohne nennenswerten Zuwachs in den letzen 20 Jahren, verspricht keine Goldgrube.

Aber sei es drum. Ich war schließlich nicht da, um einen Betrieb zu übernehmen, sondern einen kleinen persönlichen Traum zu erfüllen – sondern um einen schönen, alten Kneipentisch abzuholen.

Das besondere an diesem Tisch ist natürlich nicht unbedingt das Alter – sondern seine Spielfläche. Billardtische in Gaststätten oder Spielhallen sind zu großer Wahrscheinlichkeit qualitativ hochwertig und besitzen eine Spielfläche mit Schieferplatte. Leider hat so eine Schieferplatte den Nachteil, dass der sowieso schon sehr schwere Tisch, im wahrsten Sinne des Wortes, „untragbar“ wird.

Vor Ort wollte und konnte ich den Tisch nicht demontieren – also mussten wir das ca. 350 Kg schwere Ungetüm an einem Stück und mithilfe von Rollbrettern aus der alten Gaststätte  in meinen Anhänger befördern. Abgesehen von einer kleinen Unannehmlichkeit an einer Glasscheibe verlief das Ganze, unter massivem Krafteinsatz, relativ problemlos. Einer der kräftigen Helfer erwarb noch die Musikanlage aus der alten Gaststätte und nachdem alles eingepackt war, machten wir uns auf den Weg nach Hause.

Das Ausladen verlief hier, wir sehen wiederholt von einer Unannehmlichkeit mit einer Glasscheibe ab, ebenfalls problemlos. Meine kräftigen Helfer verließen unter tosendem Applaus die Bühne und der Tisch und ich hatten Zeit uns etwas kennen zu lernen.

Ein Schild des Herstellers war leider nicht mehr zu finden, lediglich ein Aufkleber des Aufstellers war am Tisch angebracht. Die vierstellige Postleitzahl darauf verriet, dass der Tisch auf jeden Fall vor dem Jahr 1993 aufgestellt wurde. Einige Recherchen brachten aber auch keine echte Klarheit über das genaue Alter oder den Hersteller. Auf der Rückseite des Münzprüfers jedenfalls ist eine „92“ eingeprägt – höchst wahrscheinlich das Baujahr. Der Aufsteller, zum Glück noch am Markt, arbeitet laut eigenen Aussagen seit 30 Jahren nur mit der Firma Leonhart zusammen. Es könnte sich also um einem Tisch aus dem Hause Leonhart von 1992 handeln – oder auch nicht.

Über die Jahre hat der Tisch diverse Gebrauchsspuren angesammelt und kleinere Beschädigungen sind ebenfalls vorhanden. Zu gern würde ich den Tisch zu seiner Vergangenheit befragen: Das beste Spiel oder gar wie viele Leute sich auf ihm wohl vergnügt haben?! Ich bin mir sicher, dass der Tisch einiges zu erzählen hätte..

Derzeit arbeite ich den Tisch wieder auf. Ohne echte Bezugsquelle für Ersatzteile ist das gar nicht mal so leicht zu bewerkstelligen – aber bisher habe ich tatsächlich alles bekommen. Es ist zwar noch viel zu tun, aber abseits vom Smart-Home und 0-8-15 Job-Alltag ist es auch mal wieder schön zu schleifen, reinigen, lackieren und improvisieren. Ich freu mich schon richtig auf das Endergebnis und viel mehr auf das erste Spiel. Auf dass der Tisch ein zweites Leben erhalten wird und definitiv bis zu meinem Ableben in meinem Besitz bleibt 🙂

PS: Ein(e) erste(r) Kandidat(in), die/der mir ihre Geschichte erzählen möchte ist gefunden. Aus gesundheitlichen Gründen habe ich es noch nicht geschafft mich persönlich mit ihm/ihr zu treffen – aber die ersten Eindrücke waren sehr vielversprechend.

PPS: Die Tage erwarte ich übrigens wieder Post – aus Fernost. Damit mir hier niemand denkt, ich würde mein Kernthema vernachlässigen 😉

 

 

Asche zu Asche

Neulich habe ich meinen Großvater auf dem Friedhof besucht..

Mein Großvater und ich standen uns zu seinen Lebzeiten nicht sonderlich nah, abgesehen von obligatorischen Geburtstagen und sonstigen langweiligen Familiengezwungenheiten, haben uns die Wege nur äußerst selten zusammengeführt. Wirklich vermisst habe ich meinen Großvater seit seinem Tod nicht. Wie auch, hat er doch nie eine Rolle in meinem Leben gespielt..

Das Grab meines Großvaters, ein Urnengrab, sah erstaunlich verwahrlost aus. Das Jahr des Todes auf der Grabplatte war mit Blumenerde bedeckt, an der Grablaterne fehlt ein Glas – die Kerze darin war vor Monaten erloschen.. Die Bepflanzung – wohl eher Geschmackssache.. Zwei schmutzige, kleine Engel zieren die, zu allem Überfluss, abgesackte Grabplatte.. Alles in Allem – ein trauriger Anblick eines Andenken, an einen geliebten Menschen.. Kurz dachte ich darüber nach, wer meinem Großvater überhaupt sehr nah stand.. Einige Sekunden später hoffte ich, dass mein eigenes Grab hoffentlich nie so aussehen wird…

Als ich mich, auf der Suche nach einer Gießkanne, auf dem Friedhof weiter umgesehen hatte, fiel mir eine Reihe merkwürdiger Gräber auf.  Über einem davon schwebte ein Helium-Luftballon mit einer riesigen „3“, rechts daneben stand auf einem Grab – Lightning McQueen.

Je näher ich diesen Gräbern kam, desto klarer wurden die Daten auf den Steinen und Kreuzen – das waren alles Gräber von Kindern. Kleine Menschen, die zu einem großen Teil kaum ihren ersten Geburtstag erleben durften. Ein bizarrer Anblick.

Ich stand vor diesen Gräbern und dachte kurz über mein eigenes Leben nach; Das Grab meines Großvaters habe ich seit seiner Beerdigung 2008 nicht mehr besucht. Zehn Jahre sind seitdem Vergangen. Zehn Jahre – in denen ich viel erlebt habe und auch selbst Zeit mit meinen eigenen Kindern verbringen durfte.. Doch in diesem Moment kamen mir diese zehn Jahre wie weggeworfen vor.. Ich bin mir sicher, dass die Eltern der verstorbenen Kinder absolut alles dafür geben würden, auch nur einen einzigen Tag mit ihrem Kind verbringen zu dürfen..

Wie groß muss der Schmerz von Eltern sein, die am Grab ihres eigenen Kindes stehen?!

Ich hab ungewöhnlich lang gebraucht und viel Bier trinken müssen, bis die Gedanken um die toten Kinder meinen Kopf nicht mehr dominiert haben.

An dieser Stelle möchte ich allen Eltern, die, aus welchen Gründen auch immer, ihr Kind derart früh verloren haben, mein herzliches Beileid aussprechen. Ich bin mir sicher, dass euch Niemand, jemals den Schmerz nehmen kann.

 

Ich habe mir vorgenommen, dass ich in Zukunft Menschen treffen werde, die ähnliches erlebt haben und gern darüber sprechen möchten. In einer Welt, in der digitale Netzwerke die Kommunikation übernehmen – kommt der Mensch an irgendeiner Stelle zu kurz. Als Konversion zu dem bekannten Themengebiet, werde ich über diese Menschen berichten und ihre Geschichte erzählen.

Den Moralapostel will ich an dieser Stelle zwar ungern spielen, aber wenn euch mal langweilig ist – dann besucht doch einfach mal einen Friedhof und lasst das Gesehene auf euch wirken.