Gegen den Strom…

Mit einigen Dingen im Alltag kann und will ich mich einfach nicht zufrieden geben.. Wenn man sich einredet in einem freien Land zu leben, dann gehören dazu in erster Linie: Freiheiten.  Erst recht wenn man dafür noch zusätzlich bezahlt.

Da nutzt man HD+, bezahlt jährlich einen Haufen Kohle für mieses TV-Programm in HD und irgendwer beschließt, dass man die Sendung X nicht aufnehmen darf,  Sendung Y darf man aufnehmen – aber nicht vorspulen. Selbstverständlich steht die Werbung an der Stelle im Vordergrund, schließlich darf man sich die spannenden Blumenparaden und Volksmusikfeste im gebührenfinanzierten ÖR auch ohne weitere Kosten in HD reinziehen und bekommt in vielen Fällen die Werbung gleich noch mit dazu.

HD+ eigentlich eine schlaue Idee vom Kartell hiesiger Anbieter des Privatfernsehen –  der weniger schlaue Nutzer zahlt jährlich drauf , um Assis im Endstadium bei Köln in High Definition anzusehen. Die Geldgeber, der privaten Anstalten sind zufrieden, denn nun muss man sich auch bei Aufnahmen die Werbung mit hirnverbrannten Wäscheexpertinnen komplett reinziehen.

Selbes gilt übrigens für das Pay-TV, insbesondere dem Anbieter mit den 3-Buchstaben. Aber das ist ja auch ein Ziel von HD+ – Free TV wird es bald in der Form nicht mehr geben. Dann dürft ihr neben Amazon Prime, Netflix und der Rundfunkgebühr für das Musikfest der Thrombosestrümpfe auch noch die Gebühr für die 28. Wiederholung, der 3. Staffel von Game of Thrones bezahlen.

Nun, die Unannehmlichkeiten mit den Restriktionen lassen sich mit der richtigen Hardware natürlich elegant lösen, leider wird das TV-Programm dadurch auch nicht besser. Das darf vom Kernproblem aber auch nicht ablenken.

Die Wege, die für Werbung mittlerweile gegangen werden – sind nur noch schwer nachzuvollziehen. Cookies, Werbeanrufe, Werbemails, Werbescheißhauspapier – der ein oder andere schickt sogar Briefe und verschwendet damit wertvolle Umweltressourcen. Tonnenschwere Kataloge mit einer Fülle an Produkten, völlig gratis – gedruckt auf Papier, für die mindestens ein kostbarer Baum seine Wurzel verloren hat. Da googelt man mal eben die Bezeichnung für einen Rasenmäher – beim nächsten Besuch der Kleinanzeigen-App erhält man sensationelle Angebote eben jenes Rasenmähers.

Man kann sich, so wie ich, darüber ärgern und einige Zeit dafür investieren um geeignete Gegenmaßnahmen zu ermitteln, umzusetzen und sich vielleicht auch mal mit einem Kompromiss zufriedengeben. Die Meisten allerdings nehmen das Ganze einfach hin – und da hört mein Verständnis auf.

Der eigentliche Dorn in meinem Auge, der mich auch dazu bewogen hat diesen Monolog hier nieder zuschreiben ist auch eine App – nämlich Whatsapp.

Whatsapp hat es mit dem Siegeszug der Smartphones geschafft, die SMS vom Markt zu verdrängen – Chapeau! Die ursprünglichen Macher der App, predigten stets von Werbefreiheit – ohne Werbung lässt sich mit der App allerdings weder die Infrastruktur betreiben und auch kein Geld verdienen, es sei denn man hat einen großzügigen Geldgeber/Sponsor, die App kostet Geld, man verkauft Nutzerdaten, das Versenden von Nachrichten kostet Geld – oder ein beschränkter Zeitraum der Nutzung kostet Geld.

Letzteres trat dann tatsächlich mal ein und die schar an Nutzern war entsetzt, “ 1€ für ein lächerliches Jahr – Frechheit“,  nichts desto trotz ist die App nicht daran gestorben. Man muss sich schließlich immer auch selbst vor Augen halten, dass an irgendeiner Stelle immer Kosten anfallen, die aufgefangen werden müssen.

Eines Tages ging dann Zuckerberg vorbei, kaufte den Laden und versprach auf Nutzer-Entgelte wieder zu verzichten und das Whatsapp werbe-frei bleibt. Das muss mir mal einer genauer erklären – schließlich hat der Mann rund 20 Milliarden Dollar für die Bude ausgegeben?!

20 Milliarden Dollar, ohne Aussicht auf irgendeinen Ertrag oder wenigstens für die Infrastruktur und das von dem Mann, der mit Facebook die mitunter größte Werbeplattform der Welt geschaffen hat? Man hätte ja wenigstens denken können, dass man plant den Facebook-Messenger und Whatsapp in irgendeiner Weise zu verheiraten – aber auch das ist nicht der Fall (gewesen).

Vor einigen Monaten dann der SCHOCK – bei Whatsapp wird es demnächst Werbung geben. Wahrscheinlich erstmal in den Status-Meldungen, eine Business App sei in Planung. Unternehmen können dann per Whatsapp mit dir kommunizieren – natürlich nur zu Kundenbindung… Einerseits natürlich verständlich, die Firma um die App schreibt massive Verluste – andererseits ist es tritt in die Eier der ursprünglichen Macher von Whatsapp.

Derzeit habe ich drei Messaging Apps auf meinem Telefon in Benutzung:

  • Facebook-Messenger
  • Whatsapp
  • Telegram

Das Facebook generell werbe-verseucht ist geht ja klar, niemals wurde an irgendeiner Stelle etwas anderes behauptet. Solang niemand auf die Idee kommt mir per Messenger irgendwelche Angebote zukommen zu lassen – sehe ich hier auch kein Problem.

Telegram hingegen wird derzeit gesponsert, wie man den FAQ entnehmen kann. Auch der Fall für den Ausfall des Sponsors ist aufgeführt. Seit 2013 also eine echte Alternative, schließlich wusste man bei Whatsapp noch nie so genau woher das Geld kam/kommt. Für mich persönlich bietet Telegram noch einige andere Vorteile (mehr dazu erfährt man in der Fhem-Rubrik) – seitdem ich die App in Benutzung habe ist die Anzahl neuer Nutzer zwar langsam, aber stetig angestiegen.

Meinen Kaffee trinke ich sowieso lieber mit Süßstoff, daher soll Whatsapp mit seiner Werbung künftig lieber andere Fische ködern. Ich persönlich werde die Nutzung von Whatsapp Mitte September 2018 einstellen und hoffe, den ein oder anderen Neuzugang bei Telegram zu verzeichnen. Vielleicht schreibe ich auch mal wieder ne SMS – die sind mittlerweile in nahezu jeder Flatrate mit drin.

Abschließen möchte ich das hier noch mit einem Zitat:

WhatsApp ist heute ein derartig selbstverständliches Werkzeug zur Kommunikation geworden, dass sich die Menschen nicht scharenweise abwenden werden, wenn unerfreuliche Funktionen dazu kommen – etwa Werbung. Früher oder später wird WhatsApp definitiv versuchen, die Möglichkeiten auszuschöpfen, die sich durch die große Zahl der ansprechbaren User ergeben. Es wird nicht “Werbung” heißen, sondern Kontaktpflege, Kunden-Support oder Infotainment – aber es wird bezahlt sein. Wir werden sehen, welche Möglichkeiten wir an die Hand bekommen werden, uns davor zu schützen, wenn wir das nicht wollen. Wir sollten uns darauf besser schon mal vorbereiten.

Quelle

Ich habe fertig.

 

 

 

Ein Kommentar zu „Gegen den Strom…

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