Saints & Sinners

Der Alltag. Grau – eine Monotonie aus dem Nicht-wollen und Abneigung gegen das was man tagein – tagaus sein Leben nennt.

Tristesse. Unzufriedenheit, eine dunkle Leere liegt wie der Schleier eines Brautkleid vor den Augen. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft – tiefschwarz, wie die Nacht. Der innere Wolf heult. Sind es doch nur Nuancen, die den Tag vom Abend unterscheiden.

Der Morgen. Ein Kampf gegen sich selbst. Der ewige Schlaf als Erlösung. Der innere Dämon ruht. Wohltuende Stille – ein Traum aus Wahnsinn.

Das Erwachen. All die Hoffnungen und Erwartungen – zerstört – nur durch das Öffnen der Augen. Kann ein Traum wahr werden, oder ist es doch nur eine Illusion, einer besseren Welt?

Verloren. Die Stunden zerren hart am dünn gestrickten Nervenkostüm. Die Gedanken um den Traum dominieren den Tag. Konzentration – nur noch ein wenig…. Bald ist es geschafft. Stunde um Stunde – tagein, tagaus.

Warten. Immer wieder warten. Der innere Dämon trommelt wie wild gegen die Schädeldecke. Die Linie zwischen Wahnsinn und Realität wird immer dünner. Wie nur, kann ich dem Höllenfeuer entgehen?

Fragen. Fragen über Fragen. Was wäre wenn, was ist die Konsequenz? Wie schließt sich der Kreis? Eine kommt, eine geht. Immer im Kreis – Minute für Minute, Stunde für Stunde, Tag für Tag.

Ablenkung. Der Teufel kommt vorbei. Der Dämon wird ruhig. Stille. So schön wie der Sonnenaufgang. Hoffnung. Stille. Leere. Der Ruf nach einem besseren Ort wird laut.

Zuflucht. Die volle Ladung Oxytocin. Alle Parameter sind gleich, doch alles fühlt sich anders an. Schöner, voller Energie. Eine Kraft aus hellem Licht und Blumenduft verdrängt den Dämon. Zeitweilig.

Dunkelheit. Mein alter Freund. Da sind wir wieder – selber Ort, selbe Zeit. Die Kraft wird weniger, der Dämon ruht bereits. Die Augen schwer, der Traum – ein Neuer kommt – voller Kraft für nur den einen Tag.

Allein. Ein neuer Tag bricht an. Wieder ein Traum im Hinterkopf, ein erzwungenes Lachen. Wo bleibt die Hand, die mich aus dieser einsamen Finsternis befreit?! Wird sie jemals kommen? Bin ich selbst die Hand? Der Dämon flüstert.

Hilfe. Es gibt sie nicht. Einige wollen, keiner kann. Ich sehe Hände wie Schatten durch die Dunkelheit gleiten. Doch ehe ich nach einer Hand greifen kann, reißt der Dämon mich zu Boden. Ich stehe wieder auf, versuche es wieder, Minute für Minute, Stunde für Stunde, Tag für Tag.

Wege. Ich kenne sie alle. Auch den Richtigen. Ich kann ihn nicht gehen – der Dämon versperrt Ihn mir. Selbsthass.

Silent Screaming. Endless.

 

 

 

 

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