Hypothesen

Warum Deutschland hinter dem Mond lebt

Evolution, wenn man Altes durch Neues und besseres ersetzt. DVD ersetzt VHS, Bluray ersetzt DVD, SSD ersetzt Festplatte und immer so weiter.

Was in der Wirtschaft ganz gut funktioniert, scheint in der Politik nicht wirklich zu greifen. Inbesondere in Sachen Digitalisierung, Netzausbau oder dem Abbau von Bürokratie – ganz zu schweigen von Reformen vollkommen veralteter Gesetze, hängt Deutschland weit abgeschlagen im EU-Durchschnitt.

Ein Land zu regieren oder ein Unternehmen zu leiten – meiner Meinung nach unterscheiden sich diese beiden Tätigkeiten nur marginal voneinander. Der einzig markante Unterschied ist, dass der Unternehmer die Verantwortung für seine Entscheidungen mit seiner Existenz (und der seiner Mitarbeiter) bezahlt und die Politik den verbauten Mist einfach aussitzt.

Beschäftigte Mitarbeiter können streiken, krank-feiern oder den Job wechseln – verarschtes Volk ärgert sich ein bischen und geht am nächsten Tag wieder zur Tagesordnung über.

Wir halten fest: Die Politik fürchtet keine Konsequenzen.

Der nächste Punkt, der sich kaum von der Wirtschaft unterscheidet ist das Phänomen der Betriebsblindheit.

Es gibt Betriebe, die funktionieren seit langer Zeit gut – und niemals kam auch nur einer der Vorgesetzten oder Mitarbeiter auf die Idee irgendwas verändern zu wollen. Alter Chef, altes Personal (was die Betriebszugehörigkeit betrifft), altes Inventar, völlig veraltete Abläufe – aber funktioniert.

Wieso auch was ändern, hat vor 20 Jahren funktioniert – funktioniert heute ja auch. Hinterher geht irgendwas schief – und man handelt sich plötzlich ein Problem ein.

Diese Unfähigkeit irgendetwas zu ändern und sein Unternehmen der Zeit anzupassen – das nennt sich Betriebsblindheit. Das eigene, funktionierende Universum um einen herum funktioniert anstandslos und jegliche Veränderungen kann der Nachfolger vornehmen.

Schlecht nur wenn man sich so sehr in sein Universum festgebissen hat, das man es nicht mehr loslassen kann. Prozesse werden hinausgezögert, neues Personal wird schwer zu finden und wenn dann mal der Nachfolger ans Werk geht – ist es häufig schon fünf nach Zwölf.

Wieso also Bürokratie abbauen? Funktioniert doch seit 20 Jahren super. Digitalisierung? Das hat Zeit, lieber lassen wir das Volk weiter in verstaubte Behörden vorladen um vollkommen überholte Formulare ausfüllen und unterschreiben zu lassen.

Wir halten fest: Die Unfähigkeit jegliche Veränderungen herbei zu führen.

Zu guter Letzt noch etwas, das jedem aus meiner Generation schon einmal passiert ist:

Irgendein älterer Mensch kommt auf die aberwitzige Idee sich ein modernes Gerät anzuschaffen und scheitert kläglich bei Einrichtung und Bedienung. Der Sohn, die Tochter, der Schwiegersohn darf dann antanzen um dem Dinosaurier zu erklären, dass man das Wlan auch erstmal einschalten muss, bevor eine Verbindung zum Internet hergestellt werden kann. Passwörter für wichtige Konten darf man sich auch mal merken, E-Mail Adressen bei web.de sind Müll, HP stellt keine guten Drucker her und generell jede Technik aus dem Aldi hört sich besser an, als sie eigentlich ist.

Was für den einigermaßen versierten Nutzer ein sonnenklarer Umstand ist – kann so ein Technik-Legastheniker kaum nachvollziehen, dennoch wird weiter aufgerüstet. Zum Unmut der Kenner versteht sich.

Das mangelhafte Interesse sich mit Technik auseinander zu setzen, sinnvolle Funktionen zu nutzen, blödsinnige Funktionen zu erkennen und die Nutzung zu vermeiden – nein, das kommt Personen dieser Art nicht in den Sinn.

Dass dieses Phänomen insbesondere auf ältere Menschen zutrifft, ist keine Schande – solche Menschen haben dann aber in Führungspositionen nichts zu suchen. Denn es gilt immer der Grundsatz: Wenn man keine Ahnung hat… 😉

Wir halten fest: Mangelhaftes Interesse (an Technik).

Fazit: Was das Regieren betrifft, sollte die Mischung als Alt und Jung stimmen. Das Volk muss an die Eier der Regierung kommen und diese für Ihre Taten verantwortlich machen können.

Beispiel: Nehmen wir mal den öffentlichen Rundfunk. Abgesehen davon, dass Rundfunk ein Begriff aus der Steinzeit ist – sind sowohl die dort beschäftigten Gesichter, als auch die Programminhalte absolut unattraktiv. Dennoch bezahlt das Volk zwangsweise viel Geld für dieses Angebot und der öffentliche Rundfunk will noch mehr.

In Zeiten von Streamingdiensten, die für 10 € im Monat wesentlich mehr zu bieten haben ist diese Forderung eine Farce.

Die ganze Nummer mit dem öffentlichen Rundfunk ist ein einziges Armutszeugnis für ein Land wie Deutschland und für mich eine Bestätigung meiner Hypothesen.

  • Keine Konsequenzen

Jeder bezahlt brav seine Abgaben und niemand mosert über das Programm. Es gibt keine Petitionen, die die Verweigerung der Beiträge herbeiführt, keine ernst zu nehmenden Forderungen nach attraktiveren Inhalten – es gibt – nichts.

  • Unfähigkeit Veränderungen herbei zu führen

Benutzername + Passwort, Smartcard – wer schauen will, der zahlt. Wer nicht, der nicht. In allen andern Fällen sollte man die Finanzierung gründlich überdenken. Es reicht auch einfach nicht vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen und bitte bitte zu machen.

  • Mangelhaftes Interesse

Man könnte den öffentlichen Rundfunk ja wirklich nutzen, um z.B. Transparenz seitens der Politik zu schaffen. Volksentscheide diskutieren, Verschwendung aufzudecken, Mängel aufzuzeigen und auf sonstige Art und Weise die Aufmerksamkeit des Volkes auf sich ziehen. Aber seit Jahren die gleiche Mär – Feste der Volksmusik, Tatort, Wetten das, Markus Lanz, Lindenstraße.

Ich, für meinen Teil, schaue mir da lieber Dokus über Aliens auf N-TV an. Auf den öffentlichen Rundfunk kann ich verzichten – und ich bin mir sicher, dass ich da nicht für mich allein spreche.

 

In God we trust

Die letzten Wochen war ich bemüht die Bibel zu lesen. Bisher habe ich allerdings nur die ersten beiden Bücher Mose geschafft, denn der Inhalt langweilt mich wirklich zu Tode.

Über den Glauben hatte ich schon immer meine eigene Meinung, daher gab es meinerseits auch keine Ambitionen irgendwas neues herauszufinden. Aber das Wichtigste im Zitat:

Die Erzählungen der Urgeschichte sind weder als naturwissenschaftliche Aussagen noch als Geschichtsdarstellungen, sondern als Glaubensaussagen über das Wesen der Welt und des Menschen über deren Beziehung zu Gott zu verstehen.

Ich denke mal, wenn man dieses Statement verinnerlicht hat, dann kann man sich auf die Bibel einlassen. Allerdings hinterfrage ich von Natur aus alle möglichen Hintergründe – daher fällt es mir persönlich sehr schwer irgendetwas für bare Münze zu nehmen.

Die Bibel ist eine Sammlung von Überlieferungen. Sehr sehr alte Überlieferungen. Technisch gesehen können sich da sicherlich Fehler einschleichen. Inbesondere wenn man bedenkt, dass es damals keinen Buchdruck gab, viele verschiedene, ausgestorbene Sprachen gesprochen wurden und die Menschen generell ja relativ wenig wussten. Wissenschaftlich kann man diese Schriften, auch ohne den Besuch einer Universität, sicherlich wie eine Fliege zerquetschen.

Angenommen, irgendwer hätte damals den Herrn der Ringe überliefert – wäre der Teufel dann heute vielleicht Saruman?

Wie kann man den Wahrheitsgehalt der Bibel überprüfen? Waren die Wunder nicht vielleicht einfach nur den Ideenreichtum sehr früher, talentierter Schriftsteller, Lügner und Erzähler?

Wenn ich mir selbst vorstelle in Sklaverei arbeiten zu müssen – würde ich mir an einem Punkt sicherlich auch wünschen, dass eine höhere Macht mich von den Qualen erlöst. Angenommen der Sklaventreiber bekommt daraufhin plötzlich Magen-Darm, dann mag das einerseits ein Wunder sein – auf der anderen Seite sicherlich den wideren hygienischen Umständen der damaligen Zeit geschuldet.

Meiner Ansicht nach steht man sich am besten, wenn man an sich selbst glaubt – und das eigene Schicksal nicht in Hände irgendeiner, unbestätigten, höheren Macht legt.

 

Gute Vorsätze

Das neue Jahr beginnt – auf der Suche nach dem Sinn, dem Sinn in einem Leben…

Der Mensch im 21. Jahrhundert. Roboter, die sich nichtigen Faktoren wie Zeit und Geld untergeordnet haben. Zeit ist Geld und Geld ist alles.

Das neue Jahr fängt an und plötzlich fasst man sich ein Herz und beschließt sein eigenes Leben zu ändern – hier und jetzt. Gestern war es noch alt – heute neu. Nur weil auf einem Blatt Papier oder dem Smartphonedisplay irgendwo nun 1.1.2019 steht. Auf einmal kann man sich um das Wohl seines Körpers bemühen und sich im Fitnessstudio anmelden. Auf einmal kann man aufhören zu rauchen. Jetzt funktioniert auch eine Diät.

Die extrinsische Motivation, die der Jahreswechsel so mit sich bringt – interessant was der Mensch bereit ist zu verändern, nur wegen einiger Zahlen.

Das Problem bei extrinsischer Motivation ist, dass sie genau so schnell wieder verschwindet, wie sie gekommen ist.

Stellt euch vor, der Chef gibt euch einfach so mal 500 € – dann seit ihr zwei Tage hoch motiviert, danach ist wieder alles beim Alten. Exakt das selbe passiert beim Jahreswechsel.

Die eigentliche Grund beim Jahreswechsel überhaupt etwas ändern zu wollen ist ja ganz logisch – man kann schön leicht ausrechnen, wie lange man erfolgreich war. Allerdings macht es keinen Unterschied ob ich am 27.9. aufhöre zu rauchen, oder am 1.1. (je eher, desto besser).

Der jeweilige Unterschied liegt in den Arten der Motivation. Wer am 27.9. aufhört zu rauchen, der macht das aus dem Inneren heraus. Man nennt das: intrinsische Motivation. Intrinsische Motivation zeugt von deutlich mehr Willensstärke und ist wesentlich vielversprechender als der externe Reiz, der sich auf die Änderung der Zahl am Kalender äussert.

Man stelle sich vor es gäbe gar keinen Kalender – dann wäre ja niemand mehr dazu in der Lage etwas zu verändern..

Der richtige Zeitpunkt etwas zu verändern ist – immer. Hier und jetzt. Dazu muss man auf nichts warten. Es ist nicht wichtig leicht zu errechnen wie lange eine Veränderung schon anhält – wichtig ist, dass eine Veränderung anhält. Nur so ist man in der Lage positiv an sich zu arbeiten und dauerhaft persönliche Erfolge zu erzielen.

Wollen und nicht können, können aber nicht wollen – was zählt ist zu wollen um zu können.

Wenn man seinen guten Vorsatz also nicht zum 1.1. umsetzt, oder die Bemühungen am 12.1. bereits wieder begraben wurden – der sollte es einfach nochmal probieren. Nicht wegen einer bedeutungslosen Zahlenfolge – sondern für sich selbst.

 

Was zählt

Wahrscheinlich muss einem das Leben erst mal so richtig die Fresse polieren um zu verstehen, was im Leben wirklich zählt. Was Geben und Nehmen wirklich bedeutet, dass der erste Eindruck täuschen kann und man sich immer eines besseren belehren lassen kann.

Mit keinem Geld der Welt kann man sich die wirklich kostbaren Momente des Lebens kaufen. Keine Zeitraum ist groß genug um ihn mit den richten Personen zu verbringen.

Was nützt die beste Bezahlung, wenn der Job kein Spaß macht? Was nützt die beste Ausrüstung, wenn man damit nicht umgehen kann? Was nützen all diese Worte, wenn sie keiner verstehen kann? Was passiert mit der Arbeit, wenn sie niemand macht?

Das Leben, ein Programm – das einfach so abläuft. Geboren werden, Kindergarten, Schule, Ausbildung/Studium, arbeiten gehen / Steuern zahlen, kurz Rente bekommen, sterben.

Wie ist es wohl wirklich frei zu sein?

Wie misst man Werte wie Moral, Erfahrung, Vertrauen oder Respekt? Und warum finden sie in der Gesellschaft immer weniger Beachtung?

Stark oder schwach – Schwarz oder Weiss – Gut oder schlecht. Das sind nur äußerst subjektive Einschätzungen.

Bin ich schlecht, wenn ich einen Kinderschänder umbringe? In den Augen des Gesetzes schon – in den Augen der Eltern geschändeter Kinder – nicht.

Motive – ein ständiger Konflikt. Richtig ist, was sich richtig anfühlt. Immer. Persönliche Träume und Ziele sollte man nicht aufgeben. Niemals. Je weiter man sich von ihnen entfernt, desto unglücklicher steht man da, desto schwerer der Weg zurück.

 

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