Salvation

Als erstes möchte ich euch heute für euren, womöglich erneuten, Besuch meines Blogs einen herzlichen Dank aussprechen.
In Zeiten der Youtuber, Influencer, Berlin Tag und Nacht und WhatsApp Sprachnachrichten bewahrt ihr die Treue und seid jede Woche erneut die Zeugen meines Wahnsinns.

Es ist schön zu sehen, dass es tatsächlich noch Menschen gibt, die gern das geschriebene Wort lesen.
So bleibt der Tinkerblog die, mitunter, letzte Festung im Irrsinn einer Konsum – getriebenen Wegwerfgesellschaft, die sich den Mund hat verbieten lassen, die nicht bereit ist zusammen zu stehen, die regungslos alles frisst, was ihr vorgeworfen wird.

Ich würde all das hier niemals niederschreiben, wenn ich nicht genau wüsste, dass tief im Inneren einiger Vieler der verzweifelte Wunsch nach einem Ausbruch aus diesem System stillschweigend auf seine Freilassung wartet.

Aktiv etwas dafür tun – nein. Die richtige Motivation fehlt. Der richtige Blick fehlt.

Downfall

Es schmerzt hart, nicht körperlich – aber seelisch, wenn man so hart auf dem Boden der Tatsachen aufschlägt, dass der Knall davon noch Jahre später in den Ohren klingelt.
Es ist dunkel hier, so dunkel, dass man die Hände vor den Augen nicht sieht. Ausserdem ist es still. So still, dass man sich schon nach kurzer Zeit an das rhythmische Schlagen seines Herzen gewöhnen muss. Vor allem ist es einsam.

Vereinzelt blitzen kleine Lichter auf.  Es sind Erkenntnisse. Erkenntnisse, die man sammelt, während man verzweifelt durch das Nichts watet, nur um irgendwo wieder auf ein neues Licht zu treffen.

Man hat nicht viele Optionen hier unten. Entweder beendet man die Reise, indem man sich einfach weiter in den Schlamm einsinken lässt – oder man beginnt die vielen kleinen Lichter, zu einem Großen zu bündeln und sucht sich seinen Weg aus dem riesigen Sumpf, der eigenen Fehlentscheidungen.

Das große Licht ist grell – es brennt fürchterlich in den Augen. Nach einer Weile gewöhnt man sich daran, aber nun sieht man klar.

Vortex

Was man zu sehen bekommt ist dann immer wieder das Selbe. Ein grotesker Irrsinn.

Die wertvollste Lehre der Einsamkeit ist, dass man gemeinsam viel stärker ist. Ein einziger Mensch, mit der richtigen Motivation, ist allein schon eine gefährliche Waffe – was wären zwei oder gar drei dann erst?

Zu welch gewaltigen Leistungen der im Kollektiv wirkende und motivierte Mensch fähig ist, das sieht man immer wieder schön in diversen Team-Sportarten, wie z.B. Fußball.
Der klamme Regionalligist spielt im Pokal gegen den satten Bundesligisten und ist motiviert, bis in die letzte Haarspitze.
Nichts zu verlieren. Das Spiel des Lebens. Moral, Kampfgeist, WILLE.
Was daraus resultiert zieht jede Woche erneut die Massen in die Stadien oder vor den Fernseher.

Es ist einfach schön anzusehen, wie das Kollektiv sich zusammen rafft, um das Unmögliche – möglich zu machen.
Nicht nur im Sport, auch auf der Arbeit oder in Partnerschaften ist die Zusammenarbeit von elementarer Wichtigkeit. Wenn man nicht zusammen steht – erreicht man nichts.
Teamwork. Ein Faktor, der zu oft gepredigt, aber selten bis gar nicht ausgespielt wird.
Schade, denn über die Probleme der Welt – kann das Kollektiv nur lachen.
Auch das bedingungslose Füreinander hat unter dem Einfluß von nichtigem Geld seinen Stellenwert in der Gesellschaft verloren.
Eine Hand wäscht die Andere – für entsprechende Entlohnung.
Jeden Tag – eine gute Tat, solang die Bezahlung passt.

Das einzige Team was die Zeit überstanden hat ist der Ego, sein Geld und die Gier nach mehr davon. Denn Geld ist Macht – und Macht ist Geil..
Geld hilft bei Vielem, aber nicht bei dem, was das richtige Leben ausmacht.
Einen echten Freund kann man nicht kaufen. Die Liebe seines Lebens kann man nicht kaufen. Das Lachen seines eigenen Kindes kann man nicht kaufen. Gesundheit kann man nicht kaufen.
Unter dem Strich also, kann man Leben nicht kaufen. Wozu dann diese Gier? Damit man dann alleine in seinem Palast auf seinem beheizten Klositz hockt und gespannt am 65″ Display Köln 50667 guckt?

Im Big Pictures Blogpost vor einigen Wochen habe ich es schon mal durch die Blume gesagt – und ich tue es wieder, denn wenn nur ein einziger anfängt um zu denken, dann habe ich mein Ziel erreicht:

Das Einzige was zählt, ist der reine Wille. Das Leben ist mehr als Geld, Macht und Besitz. Das Leben ist – zu tun was man möchte, wann man es möchte. Im Angesicht des Weltuntergangs sollte sich keiner darüber ärgern müssen, welche Möglichkeiten und Optionen er liegen gelassen hat für belanglosen Scheiß oder Personen, die nicht mitgezogen haben.

 

Wie auch immer, für eine Weile wird das der letzte Beitrag dieser Art sein. Die ewig-gleiche Mär möchte ich euch ja Woche für Woche auch nicht zumuten.

Bis dahin, macht was draus.

 

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