Die andere Wahrheit… Teil 2

Willkommen zurück am Tinkerblog,

in Teil 1 legte ich anhand mehrerer Beispiele dar, wie die Vetternwirtschaft aus Politik und Industrie dafür sorge tragen, dass das deutsche Wirtschaftssystem aufrechterhalten wird.

Wachstum und Produktivität sind die Säulen unserer Wirtschaft. Unter zweifelhaften Interpretationen von Moral und Ethik wird auf dem Rücken der (Welt-)Bevölkerung dafür sorge getragen, dass Reiche reicher werden und der Rest mit dem Rest zufrieden sein darf und muss, denn mehr gibt’s nicht – fertig.

Würde man einen Song dazu schreiben, würde er vermutlich mit den Zeilen: „I push my fingers into my eyes – it’s the only thing that slowly stops the ache“ beginnen und enden.

Der Industrie und ihren Helfern reicht es leider auch nicht diesen Virus innerhalb des Landes zu halten, nein, wie alle Viren strebt es nach Verbreitung.
Den Ursprung feierte der Virus in den USA – wo er mittlerweile im Endstadium wütet. Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges nach West-Deutschland verschleppt, treibt er nun in Mitteleuropa sein Unwesen.

Da der asiatische Raum seine eigenen Wirtschaftssysteme zu pflegen weiß, liegt der Fokus, der Verbreitung nun auf dem afrikanischen Kontinent.
Einerseits ist das logisch, denn schließlich hat man vom Herd der Infektion gelernt, dass sich Schwarze gut als Sklaven halten lassen. Mit ein wenig Investitionen, getarnt z.B. als Hilfsgelder, gemeinnützige Projekte, Public Relations usw., lassen sich Menschen in Afrika spielend um den Finger wickeln und für wenig Lohn harte Arbeit verrichten.

Die Menschen dort sind schließlich noch naiv genug zu glauben, dass der westeuropäische Wohlstand auch dort eines Tages Einzug halten kann – und bevor noch mehr Afrikaner in Deutschland zum deutschen Mindestlohn beschäftigt werden müssen, beschäftigt man die Leute am besten vor Ort, zum dort gültigen Mindestlohn (sofern vorhanden).
Eine klassische Win-Win Situation.

Afrikaner saufen nicht mehr in Nussschalen vor irgendwelchen Küsten ab. In Deutschland kommen weniger (in dem Fall afrikanische) Flüchtlinge an. Die Menschen in Afrika machen endlich mal vernünftige Arbeit. Die Ein oder Andere Infrastruktur wird dort geschaffen. Mehr billige Arbeitskräfte. Weniger staatliche Kontrollen.

Die letzten beiden Punkte kommen einem aus Indien und China ja schon aus Teil 1 bekannt vor – nur maßt sich der Europäer in Afrika nun an, der Messias zu sein.
Ein Segen, der Europäer kommt! Wohlstand für alle!
Ein Trugschluss – aber das können die Afrikaner nicht wissen. Ich weiß es und du weißt es – und die Frage ist: Was machen wir mit diesem Wissen?

Wir nehmen hin, dass deine und meine Gesundheit vom Profit an der jeweiligen Behandlung abhängig ist, egal wie wirkungslos.
Wir nehmen hin, das wir alle 3 – 5 Jahre unsere Elektrogeräte ersetzten müssen, weil Hersteller verkaufen müssen um attraktiv genug für die Anleger zu bleiben.
Wir nehmen hin, dass immer mehr Arbeiter in immer weniger Zeit und für immer weniger Geld – immer mehr leisten sollen.

Nun sollen wir auch noch hinnehmen, dass Afrikaner uns Europäer als ihre Retter ansehen, sich Hoffnungen machen und im Endeffekt als billige Arbeitssklaven die Arbeit verrichten, die in Deutschland bzw. Europa zu kostspielig wäre.
Für noch mehr Konsum und noch mehr Müll.

Von den Afrikanern, die ohnehin genug leiden, mal abgesehen – wäre es nicht an der Zeit, erstmal vor der eigenen Tür zu kehren?
Wäre es nicht an der Zeit das Wissen, das Können und die Mittel einzusetzen, um Schulen, Universitäten, Ausbildungs- und Arbeitsplätze modern und attraktiv zu gestalten?

Wo sind die Pioniere dieses Landes geblieben, die es einst so groß gemacht haben? Warten die jetzt auch alle auf einen Messias?
Oder haben die Pioniere irgendwann die Schnauze gestrichen voll vom Stillstand und klammern sich an den letzen Strohhalm, der glaubhaft irgend eine Art von spürbarer Veränderung vermitteln kann, wie z.B. die AfD?
All das sind keine Neuigkeiten, es ist längt geschehen und geschieht auch aktuell.

Das Kind liegt im Brunnen, wir schauen zu ihm hinab und haben nun die Möglichkeit es herauf zu ziehen oder absaufen zu lassen.
Zum herauf ziehen braucht man ein Seil – in unserem Fall besteht das Seil aus CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne – und leider ist dieses Seil zu kurz.
Es sind neue Ideen gefragt, neue Impulse – ohne die funktioniert es nicht. Nicht morgen, nicht nächste Woche und auch nicht bei der nächsten Bundestagswahl.

Und wieder befinden wir uns in einem Dilemma. Ein zu kurzes Seil und gegenüber dem Brunnen ruft ständig jemand „Freibier“. Während die Meisten ihre Aufmerksamkeit nun umlenkt, säuft das Kind immer weiter ab.

Industrie 4.0

Dieser Begriff beschreibt die sogenannte vierte industrielle Revolution und wurde von einer Forschungsgemeinschaft der Bundesregierung festgelegt.

Sinn und Zweck des Ganzen ist die umfassende Modernisierung der Industrie durch Vernetzung und der damit einhergehenden Optimierung der Prozesse.

Wie der folgende Imagefilm zu Industrie 4.0 zeigt, sind unsere beiden Freunde „Wachstum und Produktivität“ selbstverständlich auch wieder zentrales Thema und für die Bundesregierung Motivation genug sage und schreibe 40 Milliarden (!) € in Form von Fördergeldern für die arme Industrie bereit zu stellen.

Generell ist das Projekt Industrie 4.0 auch sehr vielversprechend, gar keine Frage.
Die Frage ist, ob die Industrie nicht durch die dargestellten Vorteile wie der Kostenersparnis und höheren Effizienz (was wohl als Synonym für Produktivität durchgehen darf) diese Maßnahmen nicht durchaus selbst finanzieren kann und auch finanzieren sollte?

Wir sprechen hier nicht über Peanuts, sondern über 40 Milliarden Euro Steuergelder, die bis 2020 in die Industrie gepumpt werden, während an andern Stellen dieses Landes folgende Zustände herrschen:

Ich bin mir ziemlich sicher, dass selbst die Schüler ihr Taschengeld dafür ausgeben würden um die schlimmen, in dem Fall baulichen, Zustände der Schule(n) zu beheben und sogar freiwillig mit anpacken würden. Aber nein, erstmal muss die Industrie vernetzt werden.

Digitalisierung ist eines DER zentralen Themen, der letzen Jahre.
Vereinfacht gesagt beschreibt es die Nutzung der aktuell verfügbaren Technik im Alltag, um jenen zu vereinfachen.
Es ist kaum auszurechnen wieviel Zeit, Papier, Geld, Fahrerei und Personal eingespart werden könnte, wenn Digitalisierung konsequent umgesetzt werden könnte.

Leider sprechen wir an dieser Stelle nicht von etwa 425 Millarden Euro, so wie es Industrie 4.0 verspricht, das ist leider auch der Grund warum es von der Regierung in Sachen Digitalisierung der Verwaltungsakte keine nennenswerten Fortschritte zu verzeichnen gibt.
Noch immer pilgern tausende Menschen täglich zu Behörden, füllen Zettel aus und warten auf entsprechende Sachbearbeiter.
Sachbearbeiter sind, gemessen am Besucherstrom, auch immer viel zu wenig vor Ort. Ganz zu schweigen vom Arbeitsausfall, den man nunmal hat, da normale Menschen zu den Öffnungszeiten einer Behörde für gewöhnlich arbeiten sind.

Ohne um den heissen Brei herumzureden wäre die konsequente Digitalisierung von Verwaltungsakten eine enorme Entlastung für die Bürger dieses Landes.
Um jene Digitalisierung aber auch umsetzen zu können Bedarf echter Arbeit der Regierung. Gesetze müssen angepasst werden und Systeme zur Verifizierung erschaffen. Rechenzentren eingerichtet und Personal geschult.

Den Trend hin zur Digitalisierung hätte es schon Anfang der 2000er geben müssen. Damals, als das Internet noch in den Anfängen steckte, war die Gelegenheit günstig unmittelbar mit dem Netz zu wachsen und ein modernes Verwaltungssystem zu etablieren.
Von Anfang an hätte man, so ganz nebenbei, die meisten Prozesse leicht digitalisieren können – um den Papierkram mit den Jahren dann einfach auslaufen lassen.
Die Vorstellung, sich einfach mal online ummelden zu können, oder fehlende persönliche Unterlagen aus der staatlichen Cloud zu laden hat seinen Reiz, wie ich finde.

Die Möglichkeiten hat es damals schon gegeben. Man hätte ein staatliches Rechenzentrum bauen können und jedem Bürger die Möglichkeit sich in ein Konto einzuloggen, über das er sich verwalten kann.
Mit den vorhandenen Daten hätte jede Behörde arbeiten können und schon wäre alles erheblich einfacher und moderner.

Heute, also 2019, füllen wir immernoch Zettel aus. Projekte wie die digitale Krankenakte sind krachend gescheitert. Auch der hoch angepriesene „neue“ Personalausweis mit Onlinefunktion wird seiner Rolle nicht im Ansatz gerecht.
Zu wenig, zu spät.
Und immer wurden enorme Summen an Steuergeldern für Projekte verbraten, die schon bei der Planung zum Scheitern verurteilt waren.

Digitalisierung heisst eben nicht, dass man das Formular, das man sonst am Tisch im Wartebereich einer Behörde ausfüllt, einfach einscannt und als PDF zur Verfügung stellt. Nein, Digitalisierung ist mehr. Viel mehr.
In Deutschland hatte man kein Interesse daran, oder hat das Potenzial des Internets wohl falsch eingeschätzt (was wieder neue Fragen aufwirft).
Für „heute“ heisst das, dass viel Flickschusterei betrieben wird, weil von Anfang an nicht richtig gearbeitet wurde.
Das Ausmaß dieser Flickschusterei lässt sich einwandfrei im Schwarzbuch (KLICK zum kostenlosen bestellen) vom Bund der Steuerzahler nachlesen.

Wir stellen fest: Das Geld ist da, aber es wird lieber dort untergebracht, wo sowieso schon genug vorhanden ist. Der Dumme ist, wie gehabt, der normale Bürger.

Strompreise

Eine neue Runde, eine neue Wahnsinnsfahrt.
Wir fahren weiter auf der Achterbahn, der Industriesubventionen. Diese Haltestelle beschäftigt sich mit dem signifikanten Anstieg der Strompreise in den vergangenen Jahren.
Dazu erstmal wieder etwas Anschauungsmaterial:

Also neben den Förderungen zum Ausbau der Digitalisierung erhält die Industrie also auch noch eine Befreiung für die EEG-Umlage.
Der Bürger zahlt, die Industrie lacht sich tot.

Als Vorwand, für diese Befreiung, nennt die Politik die Gefahr des Wirtschaftsstandortes Deutschland. 100.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Die Industrie droht mit Verlagerung ins Ausland.

Und auch in diesem Thema wird der Bürger verarscht. Wir zahlen, die Industrie profitiert.
Das ist die Politik, die regelmäßig die meisten Stimmen holt.

Während ihr überlegt, ob ihr es euch noch leisten könnt einen Geschirrspüler zu betreiben, brennen in 10.000 Supermarktfilialen auch nach Ladenschluss noch sämtliche Lampen. Die Industrie darf verschwenden, wir müssen sparen.

Damit aber nicht genug. Schließlich möchte die Politik nun auch noch, dass wir alle E-Autos fahren.
E-Autos, dessen Akkus mit eben jenem Strom betrieben werden, den wir sehr teuer bezahlen müssen.
Strom, in einer Menge, von der unklar ist, wo sie überhaupt gewonnen werden soll.

Ihr wisst das alle, ihr habt das auch immer gewusst – doch mit der platzierten Angst vor dem Ende der Welt durch einen von Menschenhand gemachten Klimawandel sollt ihr eines Besseren belehrt werden.

die andere Wahrheit

Unsere Politik ist unterwandert von Lobbyisten. Ein exzellentes Beispiel dafür ist Friedrich Merz.
Merz ist angehöriger der CDU und macht aus seiner Sympathie zur Industrie gar keinen großen Hehl.
Politisch ist Merz in den letzten Jahren eher weniger auffällig – zuletzt in Erscheinung getreten ist er, als Frau Merkel ihren Verzicht auf künftige Kandidaturen bekannt gab.
Die CDU braucht also einen neuen Kanzlerkandidaten.
Obligatorisch tritt dafür normalerweise der Parteivorsitzt an – in diesem Fall wäre das Frau Kramp-Karrenbauer.

Nun ist AKK erwiesenermaßen kein Träger großartiger Sympathien und die  CDU sich im vollem Bewusstsein um den Umstand, dass mit AKK sicherlich keine neue Kanzlerin gestellt würde.
Ein Retter wird benötigt – und plötzlich taucht Herr Merz wieder aus irgendeinem Loch hervor.

Friedrich Merz sitzt seit vielen Jahren immer mal wieder in Aufsichtsräten großer Unternehmen.
Aktuell ist er als Aufsichtsratvorsitzer eines Unternehmens namens „Black Rock“ in Deutschland tätig.
Ihr werdet von diesem Unternehmen noch nie großartig etwas gehört haben und das hat auch seine Gründe.

Was Black Rock so treibt und warum das Friedrich Merz nun so interessant macht erfahrt ihr in folgendem Video:

Ohne große Bekanntheit zu erlangen ist es Black Rock gelungen eines der einflussreichsten Unternehmen der Welt zu werden.
Wo viel Geld ist, ist leider auch viel Macht. Macht, die im Fall von Black Rock nicht im geringsten zu unterschätzen ist.

In dem Video wird deutlich, dass Black Rock schon heute Politik zu Gunsten der Anleger betreibt, sehr breit aufgestellt ist und weltweit enormen Einfluss hat.

Ihr wusstet von all dem nichts. Eure implizierten Ängste haben euch das nicht wahrnehmen lassen. Terrorismus, Fußball EM/WM, Flüchtlingskriese und nicht zuletzt die Klimakriese sind Themen, die euch beschäftigen sollen.

Wie eine Schläferzelle hielt sich Herr Merz all die Jahre geschickt zurück, um in diesem Moment als Messias aufzutreten und das Land zu retten.
Ein Szenario, das große Gefahren birgt. Nicht nur, weil Black Rock dann eigentlich dieses Land regiert, sondern auch, weil sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern wird.
Das fröhliche Begünstigen der Industrie wird weiter gehen. Wahrscheinlich wird Black Rock seine Aktivitäten in Deutschland weiter ausbauen.
Euch wird das dann als riesiger Erfolg der Regierung verkauft – „Seht her, wir haben das Geld in das Land zurückgeholt – Wohlstand für alle!“

Der Kampf gegen Windmühlen

Man möchte kotzen. Die Zeit bis zur nächsten Bundestagswahl läuft gnadenlos ab und es gilt ein großen Teil des Volkes von dem Stacheldraht in ihren Köpfen zu befreien.
Das Weltklima wird nicht allein in Deutschland gerettet und das Volk nicht am Tinkerblog nachhaltig belehrt.

Die Industrie und ihre Helfer – verkaufen euch für dumm… Sie servieren und ihr rührt die Scheiße um..

In einer Welt in der man nur noch lebt, damit man täglich roboten geht…

Tief in einem jeden von euch schlafen die Zweifel am System. Ihr wisst es und habt es immer gewusst.
Aber es geht darum die richtigen Schlüsse zu ziehen, den richtigen Weg zu gehen – und nicht an der Zielline zu warten um dann dort umzukehren und lieber alles so zu lassen wie es ist.
Die Schere zwischen Arm und Reich liegt in eurer Hand. Nicht die Politik hat sie geöffnet, sondern ihr ganz alleine… und auch nur ihr könnt sie wieder schließen.
Für ein nachhaltiges und modernes Deutschland. Für ein nachhaltiges und modernes Europa. Für eine nachhaltige und moderne Welt.

Eine nachhaltige und moderne Welt, in der 80 Millionen Deutsche nicht in zehn Supermärkten ihrer Wahl die selbe Fleischwurst für 99 Cent von 7-22 Uhr kaufen können, während in anderen Ländern der Welt sekündlich Menschen verhungern.

Eine nachhaltige und moderne Welt, in der Freiheit und Menschlichkeit ein unumstößlicher Grundsatz ist.

Eine nachhaltige und moderne Welt, in der Moral und Respekt kostbarer sind als Geld und Macht.

Eine Welt, in der jeder eine Chance bekommt.

Menschen, die zurück kehren – zum Zweck ihres Seins. Denn Mutter Natur gab uns unseren Verstand sicherlich nicht, damit wir uns selbst zerstören. Sie gab ihn uns, damit wir ihre einzigartige Schöpfung wahren.

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