Since ’18

Liebe Leser,

hier und heute dreht es sich nicht um die aktuelle Lage.
Abgerechnet wird immer am Schluss, daher halte ich mir diese Thematik noch offen.

Nein, heute wird gefeiert. Denn der Tinkerblog hat Geburtstag.

Wir blicken zurück auf nun drei Jahre, in denen ich euch meine Smart-Home Projekte vorgestellt habe und mein seelisches Leid in Form der regelmäßigen Blogbeiträge in, hoffentlich, mitfühlender Form verpackt habe.

most wanted

Meinen Statistiken zufolge haben folgende Seiten die meisten Besucher auf den Blog gelockt:

  1. Max!Cube mit CULfw flashen
  2. Zigbee 2 MQTT / Xiaomi MQTT Device
  3. Revelation…. Part 2 (Blogbeitrag)

An dieser Stelle einen herzlichen Dank für die zahlreichen Verlinkungen, die diese Vielzahl an Klicks überhaupt erst möglich gemacht hat.
Bitte verlinkt mich gern weiterhin und gebt mir Feedback zu den Beiträgen.

Inbesondere die Max!Cube Seite werde ich in den kommenden Tagen etwas updaten, um der Vielzahl der Besucher einen kleinen Teil zurück zu geben und den Informationsgehalt zu verbessern.

behind the scenes

Häufig erhalte ich nach einigen Blogbeiträgen  – Beileidsbekundungen und Trost Spenden.
Dafür möchte ich mich bei allen herzlich bedanken.
Im selben Atemzug möchte ich aber erwähnen, dass dies nicht meine Absicht hinter den Beiträgen ist.

Ich schleppe seit meinem siebzehnten Lebensjahr eine schwere Depression mit mir herum, die ich auf diese Weise ein Stück weit kompensiere.

Auch wenn einige Beiträge schwer danach klingen, aber ich bin nicht suizidal und auch nicht gefährdet.

Mit Depressionen zu Leben heisst viel zu Denken. Nochmal drüber nach zu denken und wiederholt zu denken.
Alle wesentlichen Schritte im Leben finden langsam statt, weil sie sorgfältig überdacht werden.
Sämtliche Risiken und Konsequenzen werden stets überdacht und abgewogen.

Denken ist quasi die Hauptbeschäftigung eines Depressiven. Und je länger man betroffen ist, desto mehr hat man schon über die verschiedensten Dinge nachgedacht.
Denken – wie Berufserfahrung quasi.

Ich war schon immer ein Schreiber. Die Leidenschaft für’s Schreiben und das zwangsläufige Denken mündeten irgendwann mal in diesen Blog.

Für mich ein Ventil, um meine Gedanken zu kompensieren. Um selbst nicht zu vergessen, um zu unterhalten, Kunst und als liebgewonnenes Hobby.

Viele meiner Beiträge wirken auf euch besonders dunkel. Von meiner Warte aus sind sie eher die Normalität.
Manchmal probiere ich auch was Neues, indem ich versuche eine gewisse Reaktion bei meinen Lesern hervorzurufen.
Es macht mich stolz, wenn es funktioniert.
Echt sind die Beiträge dennoch immer.

Der Blog und seine Leser bedeuten mir sehr viel – danke dafür und bitte bleibt mir treu. Ihr seid meine Motivation. Keine Werbung und kein Geld kann mir mehr Kraft geben, als das echte Interesse durch euch.

Relevation Teil 3

Sehr häufig erhielt ich Anfragen zum Thema Fortsetzung meiner Relevation Reihe.

Es wird vielleicht die Zeit kommen, an der ich genug Input habe, um die Reihe würdig fortsetzen zu können, derzeit ist das aber nicht der Fall.

Nur so viel:
Mit meinem heiligen Gral habe ich es verkackt.
Die Gründe sind vielfältig. Und natürlich habe ich innerhalb des letzten Jahres viel darüber nachgedacht und mir meinen Kummer von der Seele geschrieben.
Nein, hier wurde und wird davon nichts mehr auftauchen. Das ist eine Angelegenheit, die ich mit mir selbst ausgemache und einen Abschluss finden werde.

Das Ganze ist nun über ein Jahr her. Es wäre vermessen zu sagen, dass ich seither die Weltherrschaft an mich gerissen hätte – nein, ich habe tatsächlich ein wenig den Faden verloren und bin aktuell auch noch dabei ihn wieder zu finden.
Bei mir dauert eben alles ein wenig länger 🙂

Generell fühle ich mich selbst aber auf einem ganz guten Weg. Auch wenn jeder Meter beschwerlich ist und es auch selbstverständlich einige Rückschläge gibt – the show must go on.

was macht eigentlich … 

  • der eigenbau NAS-Server?Was soll ich sagen? Er läuft sehr zuverlässig und sparsam vor sich hin.
  • Fhem?Natürlich habe ich Fhem immernoch im Einsatz. Leider gibt es in meiner aktuellen Wohnsituation wenig Potential für größere Aufgaben oder Erweiterungen.
    Klar, die ein oder andere Idee schwirrt in meinem Kopf herum, aber derzeit hapert es an der unbedingten Notwendigkeit und somit an der Motivation. Abgesehen davon, dass ich diverse Geräte mit dem Google-Assistant verknüpft habe, kann ich tatsächlich nicht viel berichten.
  • Das Zenfone 3 Deluxe?
    Auch das ist immernoch in Gebrauch. Auch wenn es seit 2018 keine Updates mehr gibt und langsam der Akku schlapp macht bin ich immer zufrieden gewesen.
    Zwischendurch habe ich mir um einen Nachfolger Gedanken gemacht. Vermutlich wird es ein Xiaomi.
    Selbstverständlich werde ich berichten.

Fazit

Alles in Allem und unschwer zu erkennen trete ich auf der Stelle.
Ein ungünstiger Umstand, der mich auch ziemlich ankotzt, aber sich auf die Schnelle nicht ändern lässt.

Es ist eine Phase, in der die Tage vergehen wie Minuten. Man hört den Sekundenzeiger nicht mehr ticken, sondern sicht nur den Stundenzeiger vor sich hin rasen.

Jeder neue Tag fordert die selben Herausforderungen. Die Anforderungen erfüllen, sich über Wasser halten und irgendwo am Rande vielleicht ein wenig Ruhe finden.

Immer auf der Suche nach dem Oxytocin-Flash, für den kein Kilometer zu weit ist. Doch jeder Flash legt die Erwartungen ein bischen höher.
Man kann nur enttäuscht werden. So ist das nunmal.

Der anfängliche Druck alles und jedem Gerecht zu werden schwindet langsam dahin. Ich habe gelernt mich selbst in den Vordergrund zu stellen und mich selbst wichtig zu nehmen.

Das passt nicht jedem – aber es ist mir egal.
Mir ist egal was andere von mir denken. Mir ist egal was andere von mir wollen.
Erstmal ich, dann vielleicht du. Ich nehme, ich gebe – vielleicht.

Ich bin diesen Weg gegangen, weil ich eine Chance wahrnehmen wollte, die so unwahrscheinlich war, wie ein Gewinn im Lotto.
Auch wenn ich sechs Richtige geküsst habe, fehlte dennoch die Superzahl.

Es ist ein Weg der Selbstfindung.
Was bin ich. Wer bin ich. Was will ich. Wie erreiche ich mein Ziel.
Again and again.

Wie das Kind auf dem Go-Kart drehe ich mich im Kreis und hoffe irgendwann mit dem Zeiger auf dem richtigen Feld stehen zu bleiben.

Es wirkt einfach so unvollendet. So voller Ideen, die einfach umgesetzt werden müssen und nicht mehr länger auf sich warten lassen wollen.
Doch leider muss ich noch mehr Geduld haben, obwohl diese schon seit über einem Jahr vollkommen verbraucht ist und mich von einem Verzweifler in den Nächsten treibt.

Mein Kopf ist voll. Mein Kopf ist leer.
Das ist nur eine sehr subjektive Einschätzung über meinen Gemütszustand. Stunde um Stunde vergeht. Wieder mal ein neuer Wahnsinn.
Am Rande des Abgrund und weit davon entfernt.

Die Wege des Tinkers sind unergründlich. Gestern. Heute. Morgen.

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