The end of everything

Früher als gedacht, später als erwartet.

Mit diesem Beitrag endet der Tinkerblog.

Ein Ende kann immer auch ein Anfang sein – vergesst das nicht.
Vielen Dank an alle Leser und Abonnenten.

Für all die, die von diesem Beitrag mehr erwartet haben, seid bitte nicht allzu enttäuscht. Sicherlich werde ich mir eines Tages ein neues Projekt zulegen. Im Tinkerblog, insbesondere im Kernthema, sehe ich auf lange Sicht kein wesentliches Potential mehr.
Zu lang schon stagniert mein smartes Zuhause. Zu lang schon leidet die Qualität meiner Beiträge unter anhaltender Gedankenleere.
Eigentlich hatte ich auch nie vor hier so persönlich zu werden, wie es schlussendlich gekommen ist – aber ich denke, das war es wert.

Als ich das Internet, und all seine Vorzüge, seinerzeit für mich entdeckt habe, sah ich all sein Potential schon weit bevor es in der breiten Masse angekommen war.
Das Leben im Internet fühlte sich für mich richtig an. Die zahllosen Stunden im Chatroom, die unzähligen Beiträge in den verschiedensten Foren – jedes einzelne Wort auf dem Blog.
Es war mir ein Genuss.

Doch seit geraumer Zeit bahnen sich Veränderungen an, die mir nicht gefallen. Änderungen, die ich nicht mehr bereit bin mitzugehen.
Die Übernahme von Whatsapp durch Facebook war die Erste dieser markanten Änderungen. Die zunehmenden Anteile von Foto- und Video Plattformen – das ist nicht mehr „mein“ Internet.

Ich hab mir gern mal lustige Clips auf Facebook angesehen – mittlerweile laufen die selben lustigen Clips, kommentiert von irgendeinem Lappen, der beim Zuschauen mit seinem Headset den Monitor anlacht.. Was bitte soll das?
Was soll TikTok?
Ich sehe dort dusselige Gören vor der Cam auf- und abhüpfen und mit jeder Bodenberühung ändert sich ihr Outfit.
Ich sehe Fotos auf Instagram von Personen, die ich in „Echt“ kenne und sehe auf geposteten Fotos nur noch eine Farce der realen Person.

Ab und zu höre ich sogar aktuelle Musik. Apache 207 – mein absoluter Liebling. Bei jedem Wort aus seiner elendig, talentfreien Fresse überkommt es mich und ich möchte meinen Mageninhalt gerne auf der Stelle auf sein nächst bestes Portrait entleeren.
Capital Bra. Loredana.
Mir fehlen die Worte. Ich seh mein eigenes, entsetztes Gesicht, wenn ich daran denke, dass meine Kinder DIESE Musik hören und „abfeiern“.

Vor gut zwei Jahren hab ich sogar aufgehört 1live zu hören. Ich hab gern 1live gehört.
Es geht nicht mehr.
Sowohl die dort gespielte Musik, als auch den Bullshit, denn die sogenannten „Moderatoren“ dort von sich geben ist für mich unerträglich.
Eine Zeit lang konnte ich 1live tatsächlich durch WDR2 ersetzen. Doch je länger man diesen Sender und seine manipulierten Moderatoren hört, desto eher versteht man, warum so häufig von „Staatsfunk“ die Rede ist.

Nachdem ich dem Fernsehen schon komplett abgeschworen habe, bleibt mir beim Radio tatsächlich nur noch WDR4.

Fernsehen – bei dem Wort wird mir schon schlecht.
Manchmal reden meine Arbeitskollegen darüber… „Haste gestern…“ – „Nein, ich gucke kein Fernsehn.“
Manche Arbeitskollegen lesen sogar BILD… An sich ja kein Problem – aber warum noch darüber reden?? Warum noch anderen erzählen was IN der BILD steht???
Wie gering muss die persönliche Würde sein, um seinen täglichen Informationsgehalt ausgerechnet aus so einem versifften Portal wie BILD zu erfahren?
Es schmerzt mich wirklich…

Mich interessieren keine Youtuber. Mich interessieren keine Instagramer und ihre scheiß Storys. Mich interessieren erst recht keine TikToker und ihr beschissenes geplänkel. Mich interessieren keine Assis auf RTL2 und mich interessiert auch nicht wer grade versucht Millionär zu werden.
Mich interessieren keine guten – und auch keine schlechten Zeiten.
Mich interessiert die Sportschau nicht – und erst recht nicht der Tatort…
Wer seine scheiß Frau tauscht nicht und auch nicht was man tolles kochen kann.

Mich interessieren echte Menschen. Denen schaue ich in die Augen und bilde mir meine eigene Meinung.
Mich interessiert, was ich mit meinen eigenen Augen sehe.
Mich interessiert, an was ich glaube.
Mich interessiert, was ich liebe.
Mich interessiert, was ich beeinflussen kann.

Lange Zeit konnte das Internet mir persönlich etwas bieten.
Die Zeit ist vorbei.
Es gibt keine Chatrooms mehr – niemand schreibt.
Es gibt kaum mehr aktive Foren – niemand macht.
Es gibt wenig interessanten Content – alles schon gesehen.

Es gibt oberflächliches Dating.
Unzählige Videos, in denen zahllose Selbstdarsteller ihren hirn- und zahnlosen Followern, scheinbar nie da gewesene Highlights präsentieren.
Es gibt Amazon, wo jeder offenbar alles kauft.
Es gibt Apple, was ja wohl der geilste Scheiß ist.

All das kann mich so sehr am Arsch lecken – das könnt ihr euch gar nicht vorstellen..

Die ganzen ekelhaften Klugscheißer, die sich in irgendwelchen Facebook-Gruppen zusammengeschlossen haben und ihr belangloses Halbwissen auf Basis von Youtubevideos nun jedem User unterjubeln müssen – es ist eine Schande für jedes Forum, das aufgrund von Facebook gestorben ist.

Ich hab keine Ahnung wie sich all das noch weiter entwickelt. Es ist mir ehrlich gesagt egal.
Genau so wie ich dem Fernsehen, 1live, WDR2 und Whatsapp abgeschworen habe, werde ich es in naher Zukunft mit dem gesamten Bereich „social Media“ halten – die ständige Wut und Verzweiflung über die horrende Ansammlung von Vollidioten kann ich persönlich einfach nicht mehr ertragen..

Der Tinkerblog war für mich eigentlich immer nur als Gedankenstütze gedacht. Bei all dem, was man sich als Kfz-Meister über Autos so merken muss ist es in so einem Spatzenhirn echt schwierig neue Inhalte dauerhaft zu speichern – vor allem wenn man sie nicht jeden Tag benötigt.
Den Zweck hat der Blog stets erfüllt. Das hätten Textdokumente auf meiner Festplatte aber ebenso.

Mir, hat es immer und, liegt es sehr am Herzen, erworbenes Wissen, Kenntnisse und Erkenntnisse so gut wie eben möglich zu dokumentieren und damit an jeden weiter zu geben.
Wenn man eines niemals stillen kann, dann ist es der Durst nach Wissen und, allem voran, die Neugier.

Mich fasziniert es immer wieder, wie sehr Menschen, die etwas unbedingt wollen, sämtliches Wissen wie ein Schwamm aufsaugen und alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um ihr Ziel zu erreichen.
Und jene Menschen haben auf ihrem Weg auch nichts anderes verdient, als die bestmögliche Unterstützung.
Genau diese Unterstützung sollte der Tinkerblog liefern.

Sicherlich hat er das ein Stück weit – aber seit knapp zwei Jahren auch nicht mehr mit letzter Konsequenz.
Wir sprechen hier im Kern von Themen, die im Grunde schon nach einem halben Jahr wieder veraltet sind.
An der Stelle hatte ich von mir selbst auch etwas mehr Motivation erwartet.


Alles in Allem finden diese, doch recht spontanen, Zeilen nun ihr Ende.

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Wir lesen uns wieder – euer Tinker.




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