Die andere Wahrheit… Teil 2

Willkommen zurück am Tinkerblog,

in Teil 1 legte ich anhand mehrerer Beispiele dar, wie die Vetternwirtschaft aus Politik und Industrie dafür sorge tragen, dass das deutsche Wirtschaftssystem aufrechterhalten wird.

Wachstum und Produktivität sind die Säulen unserer Wirtschaft. Unter zweifelhaften Interpretationen von Moral und Ethik wird auf dem Rücken der (Welt-)Bevölkerung dafür sorge getragen, dass Reiche reicher werden und der Rest mit dem Rest zufrieden sein darf und muss, denn mehr gibt’s nicht – fertig.

Würde man einen Song dazu schreiben, würde er vermutlich mit den Zeilen: „I push my fingers into my eyes – it’s the only thing that slowly stops the ache“ beginnen und enden.

Der Industrie und ihren Helfern reicht es leider auch nicht diesen Virus innerhalb des Landes zu halten, nein, wie alle Viren strebt es nach Verbreitung.
Den Ursprung feierte der Virus in den USA – wo er mittlerweile im Endstadium wütet. Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges nach West-Deutschland verschleppt, treibt er nun in Mitteleuropa sein Unwesen.

Da der asiatische Raum seine eigenen Wirtschaftssysteme zu pflegen weiß, liegt der Fokus, der Verbreitung nun auf dem afrikanischen Kontinent.
Einerseits ist das logisch, denn schließlich hat man vom Herd der Infektion gelernt, dass sich Schwarze gut als Sklaven halten lassen. Mit ein wenig Investitionen, getarnt z.B. als Hilfsgelder, gemeinnützige Projekte, Public Relations usw., lassen sich Menschen in Afrika spielend um den Finger wickeln und für wenig Lohn harte Arbeit verrichten.

Die Menschen dort sind schließlich noch naiv genug zu glauben, dass der westeuropäische Wohlstand auch dort eines Tages Einzug halten kann – und bevor noch mehr Afrikaner in Deutschland zum deutschen Mindestlohn beschäftigt werden müssen, beschäftigt man die Leute am besten vor Ort, zum dort gültigen Mindestlohn (sofern vorhanden).
Eine klassische Win-Win Situation.

Afrikaner saufen nicht mehr in Nussschalen vor irgendwelchen Küsten ab. In Deutschland kommen weniger (in dem Fall afrikanische) Flüchtlinge an. Die Menschen in Afrika machen endlich mal vernünftige Arbeit. Die Ein oder Andere Infrastruktur wird dort geschaffen. Mehr billige Arbeitskräfte. Weniger staatliche Kontrollen.

Die letzten beiden Punkte kommen einem aus Indien und China ja schon aus Teil 1 bekannt vor – nur maßt sich der Europäer in Afrika nun an, der Messias zu sein.
Ein Segen, der Europäer kommt! Wohlstand für alle!
Ein Trugschluss – aber das können die Afrikaner nicht wissen. Ich weiß es und du weißt es – und die Frage ist: Was machen wir mit diesem Wissen?

Wir nehmen hin, dass deine und meine Gesundheit vom Profit an der jeweiligen Behandlung abhängig ist, egal wie wirkungslos.
Wir nehmen hin, das wir alle 3 – 5 Jahre unsere Elektrogeräte ersetzten müssen, weil Hersteller verkaufen müssen um attraktiv genug für die Anleger zu bleiben.
Wir nehmen hin, dass immer mehr Arbeiter in immer weniger Zeit und für immer weniger Geld – immer mehr leisten sollen.

Nun sollen wir auch noch hinnehmen, dass Afrikaner uns Europäer als ihre Retter ansehen, sich Hoffnungen machen und im Endeffekt als billige Arbeitssklaven die Arbeit verrichten, die in Deutschland bzw. Europa zu kostspielig wäre.
Für noch mehr Konsum und noch mehr Müll.

Von den Afrikanern, die ohnehin genug leiden, mal abgesehen – wäre es nicht an der Zeit, erstmal vor der eigenen Tür zu kehren?
Wäre es nicht an der Zeit das Wissen, das Können und die Mittel einzusetzen, um Schulen, Universitäten, Ausbildungs- und Arbeitsplätze modern und attraktiv zu gestalten?

Wo sind die Pioniere dieses Landes geblieben, die es einst so groß gemacht haben? Warten die jetzt auch alle auf einen Messias?
Oder haben die Pioniere irgendwann die Schnauze gestrichen voll vom Stillstand und klammern sich an den letzen Strohhalm, der glaubhaft irgend eine Art von spürbarer Veränderung vermitteln kann, wie z.B. die AfD?
All das sind keine Neuigkeiten, es ist längt geschehen und geschieht auch aktuell.

Das Kind liegt im Brunnen, wir schauen zu ihm hinab und haben nun die Möglichkeit es herauf zu ziehen oder absaufen zu lassen.
Zum herauf ziehen braucht man ein Seil – in unserem Fall besteht das Seil aus CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne – und leider ist dieses Seil zu kurz.
Es sind neue Ideen gefragt, neue Impulse – ohne die funktioniert es nicht. Nicht morgen, nicht nächste Woche und auch nicht bei der nächsten Bundestagswahl.

Und wieder befinden wir uns in einem Dilemma. Ein zu kurzes Seil und gegenüber dem Brunnen ruft ständig jemand „Freibier“. Während die Meisten ihre Aufmerksamkeit nun umlenkt, säuft das Kind immer weiter ab.

Industrie 4.0

Dieser Begriff beschreibt die sogenannte vierte industrielle Revolution und wurde von einer Forschungsgemeinschaft der Bundesregierung festgelegt.

Sinn und Zweck des Ganzen ist die umfassende Modernisierung der Industrie durch Vernetzung und der damit einhergehenden Optimierung der Prozesse.

Wie der folgende Imagefilm zu Industrie 4.0 zeigt, sind unsere beiden Freunde „Wachstum und Produktivität“ selbstverständlich auch wieder zentrales Thema und für die Bundesregierung Motivation genug sage und schreibe 40 Milliarden (!) € in Form von Fördergeldern für die arme Industrie bereit zu stellen.

Generell ist das Projekt Industrie 4.0 auch sehr vielversprechend, gar keine Frage.
Die Frage ist, ob die Industrie nicht durch die dargestellten Vorteile wie der Kostenersparnis und höheren Effizienz (was wohl als Synonym für Produktivität durchgehen darf) diese Maßnahmen nicht durchaus selbst finanzieren kann und auch finanzieren sollte?

Wir sprechen hier nicht über Peanuts, sondern über 40 Milliarden Euro Steuergelder, die bis 2020 in die Industrie gepumpt werden, während an andern Stellen dieses Landes folgende Zustände herrschen:

Ich bin mir ziemlich sicher, dass selbst die Schüler ihr Taschengeld dafür ausgeben würden um die schlimmen, in dem Fall baulichen, Zustände der Schule(n) zu beheben und sogar freiwillig mit anpacken würden. Aber nein, erstmal muss die Industrie vernetzt werden.

Digitalisierung ist eines DER zentralen Themen, der letzen Jahre.
Vereinfacht gesagt beschreibt es die Nutzung der aktuell verfügbaren Technik im Alltag, um jenen zu vereinfachen.
Es ist kaum auszurechnen wieviel Zeit, Papier, Geld, Fahrerei und Personal eingespart werden könnte, wenn Digitalisierung konsequent umgesetzt werden könnte.

Leider sprechen wir an dieser Stelle nicht von etwa 425 Millarden Euro, so wie es Industrie 4.0 verspricht, das ist leider auch der Grund warum es von der Regierung in Sachen Digitalisierung der Verwaltungsakte keine nennenswerten Fortschritte zu verzeichnen gibt.
Noch immer pilgern tausende Menschen täglich zu Behörden, füllen Zettel aus und warten auf entsprechende Sachbearbeiter.
Sachbearbeiter sind, gemessen am Besucherstrom, auch immer viel zu wenig vor Ort. Ganz zu schweigen vom Arbeitsausfall, den man nunmal hat, da normale Menschen zu den Öffnungszeiten einer Behörde für gewöhnlich arbeiten sind.

Ohne um den heissen Brei herumzureden wäre die konsequente Digitalisierung von Verwaltungsakten eine enorme Entlastung für die Bürger dieses Landes.
Um jene Digitalisierung aber auch umsetzen zu können Bedarf echter Arbeit der Regierung. Gesetze müssen angepasst werden und Systeme zur Verifizierung erschaffen. Rechenzentren eingerichtet und Personal geschult.

Den Trend hin zur Digitalisierung hätte es schon Anfang der 2000er geben müssen. Damals, als das Internet noch in den Anfängen steckte, war die Gelegenheit günstig unmittelbar mit dem Netz zu wachsen und ein modernes Verwaltungssystem zu etablieren.
Von Anfang an hätte man, so ganz nebenbei, die meisten Prozesse leicht digitalisieren können – um den Papierkram mit den Jahren dann einfach auslaufen lassen.
Die Vorstellung, sich einfach mal online ummelden zu können, oder fehlende persönliche Unterlagen aus der staatlichen Cloud zu laden hat seinen Reiz, wie ich finde.

Die Möglichkeiten hat es damals schon gegeben. Man hätte ein staatliches Rechenzentrum bauen können und jedem Bürger die Möglichkeit sich in ein Konto einzuloggen, über das er sich verwalten kann.
Mit den vorhandenen Daten hätte jede Behörde arbeiten können und schon wäre alles erheblich einfacher und moderner.

Heute, also 2019, füllen wir immernoch Zettel aus. Projekte wie die digitale Krankenakte sind krachend gescheitert. Auch der hoch angepriesene „neue“ Personalausweis mit Onlinefunktion wird seiner Rolle nicht im Ansatz gerecht.
Zu wenig, zu spät.
Und immer wurden enorme Summen an Steuergeldern für Projekte verbraten, die schon bei der Planung zum Scheitern verurteilt waren.

Digitalisierung heisst eben nicht, dass man das Formular, das man sonst am Tisch im Wartebereich einer Behörde ausfüllt, einfach einscannt und als PDF zur Verfügung stellt. Nein, Digitalisierung ist mehr. Viel mehr.
In Deutschland hatte man kein Interesse daran, oder hat das Potenzial des Internets wohl falsch eingeschätzt (was wieder neue Fragen aufwirft).
Für „heute“ heisst das, dass viel Flickschusterei betrieben wird, weil von Anfang an nicht richtig gearbeitet wurde.
Das Ausmaß dieser Flickschusterei lässt sich einwandfrei im Schwarzbuch (KLICK zum kostenlosen bestellen) vom Bund der Steuerzahler nachlesen.

Wir stellen fest: Das Geld ist da, aber es wird lieber dort untergebracht, wo sowieso schon genug vorhanden ist. Der Dumme ist, wie gehabt, der normale Bürger.

Strompreise

Eine neue Runde, eine neue Wahnsinnsfahrt.
Wir fahren weiter auf der Achterbahn, der Industriesubventionen. Diese Haltestelle beschäftigt sich mit dem signifikanten Anstieg der Strompreise in den vergangenen Jahren.
Dazu erstmal wieder etwas Anschauungsmaterial:

Also neben den Förderungen zum Ausbau der Digitalisierung erhält die Industrie also auch noch eine Befreiung für die EEG-Umlage.
Der Bürger zahlt, die Industrie lacht sich tot.

Als Vorwand, für diese Befreiung, nennt die Politik die Gefahr des Wirtschaftsstandortes Deutschland. 100.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Die Industrie droht mit Verlagerung ins Ausland.

Und auch in diesem Thema wird der Bürger verarscht. Wir zahlen, die Industrie profitiert.
Das ist die Politik, die regelmäßig die meisten Stimmen holt.

Während ihr überlegt, ob ihr es euch noch leisten könnt einen Geschirrspüler zu betreiben, brennen in 10.000 Supermarktfilialen auch nach Ladenschluss noch sämtliche Lampen. Die Industrie darf verschwenden, wir müssen sparen.

Damit aber nicht genug. Schließlich möchte die Politik nun auch noch, dass wir alle E-Autos fahren.
E-Autos, dessen Akkus mit eben jenem Strom betrieben werden, den wir sehr teuer bezahlen müssen.
Strom, in einer Menge, von der unklar ist, wo sie überhaupt gewonnen werden soll.

Ihr wisst das alle, ihr habt das auch immer gewusst – doch mit der platzierten Angst vor dem Ende der Welt durch einen von Menschenhand gemachten Klimawandel sollt ihr eines Besseren belehrt werden.

die andere Wahrheit

Unsere Politik ist unterwandert von Lobbyisten. Ein exzellentes Beispiel dafür ist Friedrich Merz.
Merz ist angehöriger der CDU und macht aus seiner Sympathie zur Industrie gar keinen großen Hehl.
Politisch ist Merz in den letzten Jahren eher weniger auffällig – zuletzt in Erscheinung getreten ist er, als Frau Merkel ihren Verzicht auf künftige Kandidaturen bekannt gab.
Die CDU braucht also einen neuen Kanzlerkandidaten.
Obligatorisch tritt dafür normalerweise der Parteivorsitzt an – in diesem Fall wäre das Frau Kramp-Karrenbauer.

Nun ist AKK erwiesenermaßen kein Träger großartiger Sympathien und die  CDU sich im vollem Bewusstsein um den Umstand, dass mit AKK sicherlich keine neue Kanzlerin gestellt würde.
Ein Retter wird benötigt – und plötzlich taucht Herr Merz wieder aus irgendeinem Loch hervor.

Friedrich Merz sitzt seit vielen Jahren immer mal wieder in Aufsichtsräten großer Unternehmen.
Aktuell ist er als Aufsichtsratvorsitzer eines Unternehmens namens „Black Rock“ in Deutschland tätig.
Ihr werdet von diesem Unternehmen noch nie großartig etwas gehört haben und das hat auch seine Gründe.

Was Black Rock so treibt und warum das Friedrich Merz nun so interessant macht erfahrt ihr in folgendem Video:

Ohne große Bekanntheit zu erlangen ist es Black Rock gelungen eines der einflussreichsten Unternehmen der Welt zu werden.
Wo viel Geld ist, ist leider auch viel Macht. Macht, die im Fall von Black Rock nicht im geringsten zu unterschätzen ist.

In dem Video wird deutlich, dass Black Rock schon heute Politik zu Gunsten der Anleger betreibt, sehr breit aufgestellt ist und weltweit enormen Einfluss hat.

Ihr wusstet von all dem nichts. Eure implizierten Ängste haben euch das nicht wahrnehmen lassen. Terrorismus, Fußball EM/WM, Flüchtlingskriese und nicht zuletzt die Klimakriese sind Themen, die euch beschäftigen sollen.

Wie eine Schläferzelle hielt sich Herr Merz all die Jahre geschickt zurück, um in diesem Moment als Messias aufzutreten und das Land zu retten.
Ein Szenario, das große Gefahren birgt. Nicht nur, weil Black Rock dann eigentlich dieses Land regiert, sondern auch, weil sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern wird.
Das fröhliche Begünstigen der Industrie wird weiter gehen. Wahrscheinlich wird Black Rock seine Aktivitäten in Deutschland weiter ausbauen.
Euch wird das dann als riesiger Erfolg der Regierung verkauft – „Seht her, wir haben das Geld in das Land zurückgeholt – Wohlstand für alle!“

Der Kampf gegen Windmühlen

Man möchte kotzen. Die Zeit bis zur nächsten Bundestagswahl läuft gnadenlos ab und es gilt ein großen Teil des Volkes von dem Stacheldraht in ihren Köpfen zu befreien.
Das Weltklima wird nicht allein in Deutschland gerettet und das Volk nicht am Tinkerblog nachhaltig belehrt.

Die Industrie und ihre Helfer – verkaufen euch für dumm… Sie servieren und ihr rührt die Scheiße um..

In einer Welt in der man nur noch lebt, damit man täglich roboten geht…

Tief in einem jeden von euch schlafen die Zweifel am System. Ihr wisst es und habt es immer gewusst.
Aber es geht darum die richtigen Schlüsse zu ziehen, den richtigen Weg zu gehen – und nicht an der Zielline zu warten um dann dort umzukehren und lieber alles so zu lassen wie es ist.
Die Schere zwischen Arm und Reich liegt in eurer Hand. Nicht die Politik hat sie geöffnet, sondern ihr ganz alleine… und auch nur ihr könnt sie wieder schließen.
Für ein nachhaltiges und modernes Deutschland. Für ein nachhaltiges und modernes Europa. Für eine nachhaltige und moderne Welt.

Eine nachhaltige und moderne Welt, in der 80 Millionen Deutsche nicht in zehn Supermärkten ihrer Wahl die selbe Fleischwurst für 99 Cent von 7-22 Uhr kaufen können, während in anderen Ländern der Welt sekündlich Menschen verhungern.

Eine nachhaltige und moderne Welt, in der Freiheit und Menschlichkeit ein unumstößlicher Grundsatz ist.

Eine nachhaltige und moderne Welt, in der Moral und Respekt kostbarer sind als Geld und Macht.

Eine Welt, in der jeder eine Chance bekommt.

Menschen, die zurück kehren – zum Zweck ihres Seins. Denn Mutter Natur gab uns unseren Verstand sicherlich nicht, damit wir uns selbst zerstören. Sie gab ihn uns, damit wir ihre einzigartige Schöpfung wahren.

Die andere Wahrheit… Teil 1

Sehr geehrte Damen, Herren und Diverse,

ich warne Sie vor, denn für das Lesen und Verstehen dieses Beitrags ist etwas notwendig, das Sie nicht haben wollen…

Zeit.

Gut Ding will weile haben und wer die nötige Zeit aufbringt, der hat die einmalige Gelegenheit seinen Blick für eine andere Ansicht zu öffnen.
Einen Blick hinter der Schlagzeilenpropaganda. Ein Blick hinter die real stattfindende Verarschung und Verblödung des Volkes.
Ein Blick für die Unwahrheiten der Politik. Ein Blick für den Lobbyismus.

Am Ende dieser Beitragsfolge werden Sie folgendes verstehen:

  • Vertraue niemals einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast
  • Der Rundfunkbeitrag hat seine Daseinsberechtigung
  • Politik ist nichts weiter als ein Kasperletheater
  • Nur Geld regiert die Welt

Oft habe ich mich gefragt – was läuft eigentlich schief bei mir?
Warum bin ich immer so mies drauf? Warum sträube ich mich von Natur aus so sehr dagegen mich irgendwo unterzuordnen und wortlos einzufügen?
Warum hinterfrage ich Sachen und nehme sie nicht einfach hin?
Wieso sind alle anderen vor ihrem Fernseher zufrieden und mir wird allein beim Titel „Bauer sucht Frau“ kotz-übel?
Warum bin ich nicht wie jeder andere, warum kann ich mich nicht freuen?

Auf meiner endlosen Suche nach Antworten bin ich immer wieder an den gleichen Ecken hängen geblieben. Grund genug also, einmal mehr gründlich zu hinterfragen.

Motivation

Tag für Tag hören wir es, sehen wir es. Schlagzeilen: „Forscher schlagen Alarm“, „Die Kriese ist da“.
Egal was man hört und sieht – man bekommt es mit der nackten Angst zu tun.

Politik. Ich weiß nicht ob sich jemand davon lossprechen kann, aber egal welche Zutaten man in die Suppe wirft – irgendwie wird nichts besser. Höchstens teurer.
Uns werden Dinge verkauft, die wir selbst als nicht notwendig erachten und auch gar nicht wollen.
Dennoch bekommen wir den Fraß regelmäßig vorgeworfen und fressen brav. Niemand spuckt der Regierung ihre widerliche Suppe ins Gesicht, wir nehmen es hin. Doch tief in jedem von uns schlummert das Misstrauen.

Dass dieses Misstrauen durchaus seinen Grund hat werde ich euch in den folgenden Abschnitten näher legen.

Fachkräftemangel

Mediale Darstellung:

In Deutschland mangelt es an Fachkräften. Ingeneure, Ärzte, Facharbeiter – alles fehlt, überall herrscht Mangel.
Man findet einfach keine geeigneten Leute mehr. Die Auftragsbücher sind voll und eine Hand voll Beschäftigte ächzt unter dem Termindruck.

Politische Lösung:

Qualifizierte Menschen aus dem Ausland werden angeworben. Mit Hilfsmitteln wie der Bluecard können diese Menschen dann leicht in den Arbeitsmarkt einsteigen und erhalten eine mehrjährige Aufenthaltsgenehmigung.

Realität:

Die Maßnahmen der Politik greifen – allerdings in eher geringem Maße.
In den Hinterköpfen der Menschen regt sich allerdings auch immer der Zweifel ob ein Fachkräftemangel wirklich existiert?!

Ist es ein Fachkräftemangel, oder eher ein Mangel an gerechter Bezahlung?
Ist es ein Fachkräftemangel, oder ein zu spezifisches Anforderungsprofil?
Ist es ein Nachwuchsproblem, oder überholte Zulassungsvorraussetzungen?

Wird nicht eher die Eierlegendewollmilchsau gesucht, die zum Billiglohn arbeitet und dafür ein Notstand ausgerufen, der eigentlich gar nicht existiert?

In dem folgenden, 40 minütigen, Clip wird diesen Fragen auf den Grund gegangen und nahezu jede Frage ausführlichst beantwortet.

  • „Wenn ich einen gebrauchten VW Golf suche, dann finde ich 20 Millionen Ergebnisse.
    Suche ich aber einen Blauen, mit Breitreifen und Lederausstattung – dann bleiben vielleicht noch 20 übrig.
    Wenn dann noch eine Anhängerkupplung dabei sein soll – dann sind es plötzlich keine mehr.
    Niemand würde jetzt auf die Idee kommen einen VW Golf Mangel auszurufen“
  • „Griechenland wird auf seinen Arzt und all die Top-Ingeneure, die es ausgebildet hat verzichten müssen.
    Wir nehmen nicht den armen Kriesenstaaten ihre Arbeitslosen ab – wir saugen ihr System aus.“

Wir halten fest, dass die Politik durch den Import der Fachkräfte zwar kurzfristige Lücken hierzulande schließen kann, damit aber mehr Probleme schafft als nachhaltig löst.
Die importierten Fachkräfte fehlen nämlich dann in ihrer Heimat.
Die importierten Fachkräfte arbeiten für wesentlich geringere Löhne, da die Gehaltsuntergrenzen einfach „mal eben“ angepasst wurden.

Unternehmen wollen die hohen Löhne nicht bezahlen. Fachkräfte sind, zurecht, nicht dazu bereit den verhältnismäßig geringen Lohn zu akzeptieren und mit den zum Teil völlig veralteten Arbeitsbedingungen vieler Betriebe zu leben.

Mit freundlicher Unterstützung der Politik wird es den Unternehmen also leicht gemacht die eigenen, teuren Veränderungsprozesse zurückzustellen und einen Fachkräftemangel auszurufen, der nicht wirklich existiert.
Die Probleme wurden, wie immer, nicht bei der Wurzel gepackt – sondern elegant umgangen.

Die Interessen der Wirtschaft werden klar in den Fokus gestellt und genau das erwartet von einer Regierung exakt niemand.

Damit schließen wir das Kapitel „Fachkräftemangel“ und schauen weiter in die unmoralischen Tiefen der wirtschaftsgesteuerten Regierung.

Gesundheit

Mediale Darstellung:

Wenn man krank ist, geht man zum Arzt – bekommt seine Behandlung und Medizin, wird wieder gesund und kann arbeiten gehen.
Ärzte und Viehzüchter – zuviel Antibiotika. Wir müssen weniger Antibiotika nehmen, denn die schlauen Bakterien fangen an resistent zu werden.
Multiresistente-Hyperkeime.
Menschen sterben wieder an Banalitäten, weil zuviel Antibiotika verschrieben werden. Zuviele Antibiotika im Mastfutter – böse Viehzüchter.

Diabetis. Volkskrankheit Diabetis. Alle sind zu fett, ernähren sich zu ungesund, bewegen sich zu wenig, hängen nur noch an ihren Displays, fressen Chips und saufen Cola.
Und immer auf das Cholesterin achten..

Politische Lösung:

EU-weit sollen weniger Antibiotika verschrieben werden. Aus dem Futtermittel für Vieh soll Antibiotikum am Besten ganz verschwinden.
Die Regierung empfiehlt Vorsorgeimpfungen.

Realität:

Erstaunlich wenig Bekannt ist die Tatsache, dass ein großteil der Medikamente am deutschen Markt aus China und Indien stammt.
Chinesische Wirkstoffe in indischen Produktionsanlagen versorgen den Großteil der Welt mit Medikamenten.
In Deutschland werden kaum noch Medikamente selbst produziert – wie auch, in Indien und China hat man wesentlich geringere Personalkosten und ebenfalls wesentlich geringere staatliche Auflagen für den Anlagenbetrieb und die Produktion selbst.

Konkurrenzlos arbeiten die fleißigen Inder und Chinesen also für unsere Gesundheit, während in Deutschland Forschung betrieben und hauptsächlich verkauft wird.

Ja, Medikamente sind ein Produkt. Ein Produkt, das verkauft wird. Ein Produkt, das Umsätze generiert und Gewinne einfährt.
Die Produkte und die Rechte daran gehören einem Konzern und das Ziel eines Konzerns ist immer ein möglichst hoher Profit.

Natürlich haben Pharmakonzerne ein Interesse daran, dass ihre Medikamente wirken und die Menschen gesund werden – allerdings lassen sich Krankheiten eher schlecht steuern, aber aus vielen Kranken entstehen hohe Profite.

Jetzt befinden wir uns also in einem moralischen Dilemma.

Auf der einen Seite sollen Menschen gesund werden, auf der Anderen verdient man nur mit kranken Menschen Geld.

Fragen kommen auf..

Wer also kann einem versichern, dass der Arzt nicht mit dem Pharmakonzern unter einer Decke steckt und die wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund stehen – und eben nicht die heilung der Kranken?
Wer versichert, dass es nicht bessere Behandlungsmethoden gibt, aber die weniger wirksame aufgrund des höheren Profits gewählt wird?
Werden Krankheiten erschaffen, um den armen Pharmakonzernen unter die Arme zu greifen?
Werden Maßnahmen empfohlen, um den Pharmakonzernen unter die Arme zu greifen?

Liegen die Anworten auf diese Fragen nicht klar in der Hand der Politik?
Ist es nicht die Aufgabe einer Volksvertretung zu kontrollieren, zu regulieren und zu sanktionieren?

Können wir diesbezüglich auf die Regierung vertrauen?

Das folgende Video zeigt eindrucksvoll unter welch umwelttechnisch katastrophalen Bedingungen unsere Medikamente in den oben genannten Ländern produziert werden:

Wir stellen fest, dass Multiresistente-Hyperkeime ihren Ursprung nicht in Europa finden. Sie sind die fatale Konsequenz der ansässigen Industrieanlagen, die zwar billig produzieren, aber keinerlei staatlicher Kontrolle unterliegen.

Ein weiterer Clip zeigt euch, wie mithilfe simpler Statistik-Verfälschungen plötzlich 20% mehr Diabetiker generiert werden:

Wir stellen fest, dass simple Änderungen von Werten, die an den Haaren herbeigezogen sind, den Absatz bestimmter Medikamente rasant ansteigen lassen können.
Wieso ausgerechnet Pharmakonzerne diese Statistiken und Verbände (mit)finanzieren?

Hier wird aus reiner Profitgier mit der Gesundheit der Menschen russisch Roulette gespielt und die Politik klatscht fleissigen Beifall und wirbt für Grippe-Impfungen und Impf-Pflichten.

Wie, im Namen des Herrn, kann sich irgendjemand sicher sein, dass jene Impfungen nicht einfach nur eine Art Förderprämie für die Pharmaindustrie ist?

Glauben oder Vertrauen? Wissen oder Ahnen?

Was wurde aus Schweinegrippe, Vogelgrippe und Rinderwahnsinn?
Förderprogramme und Medienpropaganda? Wurde hier mit der Angst der Bevölkerung die Konjunktur angekurbelt oder tatsächlich eine Epidemie behandelt? Wurde eine Epidemie hausgemacht?

Interessenskonflikte auf Kosten von Gesundheit und Menschenleben. Grotesk.

Es geht ganz klar nicht um die Gesundheit, die eigentlich im Vordergrund stehen muss. Es geht um neue Märkte, höhere Umsätze, mehr Profit..

Ich möchte mir an der Stelle nicht weiter vorstellen, was im Verborgenen sonst noch getrieben wird, um moralisch- und gesellschaftlich- schädliche Unternehmensziele zu erreichen. Bei Konzernen dieser Größenordnung, mit diesem Einfluss und diesen Mitteln ist wahrlich nichts unmöglich.
Wieviele Menschen könnten noch leben? Wieviele Kranke geheilt? Wer trägt die Verantwortung?
Wer übernimmt irgendwann einmal die Verantwortung?

Und damit endet dieses dunkle Kapitel mit einem ganz bitteren Beigeschmack…

Konsum & Obsoleszenz

Mediale Darstellung:

Kauft, liebes Volk, kauft. Ihr braucht immer das neuste Smartphone. Immer den schnellsten PC, immer einen noch größeren Fernseher.
Kauft, versichert – und wenn irgendwas kaputt geht, dann bringt werft ihr es auf dem Weg in den nähsten Elektronik-Markt einfach in den Müll.
Der neue Prospekt ist da – seht her was es alles gibt. Noch mehr Funktionen, noch moderneres Design, noch sparsamer.
Alt gegen Neu. Lieferung, Aufbau und Alt-Gerätemitnahme für lau. Nur heute. Billig, Preiswert, Mehrwertsteuer geschenkt!

Neue Innovationen, automatisches Einparken. Mehr Sicherheit, weniger Verbrauch. Förderprämie, Umweltprämie, Abwrackprämie. Umweltzone, Abgasskandal. Jetzt kaufen und profitieren.

Politische Maßnahmen:

Bereitstellung diverser Fördergelder.  Einrichtung von Umweltzonen. Festlegung von Energieeffizienzklassen. Importzölle. Strafzölle. Plagiatskontrollen.

Realität:

Geahnt haben es alle – wissen wollen es aber nur wenige. Die meisten Konsumgüter sollen nicht ewig halten.
Die Zeiten, in denen ein Mixer 20 Jahre alt wird und auch im 21. Jahr noch voll funktionsfähig ist – sind schon lange vorbei.
Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher – was früher ewig hielt schafft heute noch die Garantie und danach wird weggeworfen.
Man könnte reparieren, man soll es aber gar nicht. Teure Ersatzteile, lange Lieferzeiten, billige Materialien.

Die Wirtschaft lebt vom Wachstum – und nur wer regelmäßig verkauft, der wächst. Wer wächst kann seine Umsätze halten, wer seine Umsätze macht gewinnt. Wer gewinnt erhält die Treue seiner Anleger und die erhalten ihren Anteil daran.

Ein perfekter Kreislauf, in dem der Konsument der einzig Dumme ist.
Wer seinen hart erarbeiteten Mindestlohn mühsam zum Media-Markt schleppt, der erwartet von seinem neuen Fernseher normalerweise mehr als drei Jahre Spaß.

Aber die Lücke zwischen Erwartung an ein Produkt und der bitteren Realität, die bewusst falsch platzierte und/oder billige Kondensatoren und der übermäßige Einsatz von Kunststoffen seitens der Hersteller, mittlerweile zum Alltag hat werden lassen frustriert das Volk.
Natürlich hat sich auch die Politik auf den Schirm rufen lassen und Maßnahmen versprochen, diese unglücklichen Umstände abzustellen.

Nun liegen klaffen zwischen Versprechen und Umsetzen auch nach Jahren noch riesige Lücken.
Auch wenn Akkus eigentlich problemlos entnehmbar sein sollen, sind sie es in einer Vielzahl der Geräte nicht.
Angesprochen darauf wird die Verantwortung abgeschoben – die EU soll das machen. Ein Alleingang Deutschlands ist nicht erwünscht.

Wirtschaftlich gesehen zählt primär:

  • die Produktionskosten so gering wie möglich zu halten
    • das umfasst sowohl die Lohnkosten zur Herstellung
    • als auch die verwendeten Materialien und Bauteile
  • die gesetzlichen Mindestanforderungen einzuhalten
  • möglichst hohe Stückzahlen absetzen
  • möglichst viel Gewinn erzielen

Produktqualität hat keinen Stellenwert im Wirtschaftssystem – es sei denn sie wird gesetzlich erzwungen. Und selbst dann werden Mittel und Wege gesucht die Vorgaben, wie Kaugummi, in alle Himmelsrichtungen zu ziehen, nur um bloß nicht in Ungnade zu fallen.

Bekannt sind die Missstände seit vielen Jahren, unternommen wurde nichts. Wieso sollte seitens der Regierung auch etwas unternommen werden?
Der Regierung ist sehr wohl bekannt, dass das Wirtschaftssystem auf Wachstum beruht – nur das ewige Wachstum sichert Arbeitsplätze und so wird zwar erzählt, das etwas getan werden muss – es wird aber nie etwas getan, nicht in diesem Land, nicht in der EU.

Welche Regierung möchte sich schon ankreiden lassen, für Massenarbeitslosigkeit verantwortlich zu sein, nur weil plötzlich nachhaltige Güter in den Verkauf kommen sollen?
Wovon sollen die Neger in Afrika denn leben, wenn nicht von unserem Müll? Sollen die etwa eine eigene Wirtschaft aufbauen?
Wer kauft denn dann unsere teuer subventionierten Agrarproduke und Überproduktionen?

In diesem Land ist nicht die Menschenwürde unantastbar, sondern einzig und allein das Wirtschaftssystem.
Das Schlimme ist, das Beispiele dieser Art beliebig fortgeführt werden können. Man hofft ja die ganze Zeit nichts schlimmes, aber es kommt schlimmer.

Es will niemand. Ich nicht, du nicht, unsere Kinder nicht – aber es ist in der aktuellen Politik nicht möglich eine Lösung zu wählen, die dem Volk glaubhaft vermitteln kann, dass von ihnen geplante Reformen oder Gesetzte dem Wohl der Bevölkerung dienen.

In beliebiger Konstellation kommt am Ende immer das selbe Ergebnis heraus – das Geld regiert die Welt. So lange jede Regierung gnadenlos vor der Wirtschaft nieder kniet, wird es, mit jeder noch so schlimmen Konsequenz, keine zwingenden Veränderungen geben.

Time travel

Die selbe Zeit, der selbe Ort. Zwei Menschen, zwei Realitäten. Du – im hier und jetzt. Ich – am Ende des sechsten Levels. Der Endgegener wartet – schon zehn mal verloren. Du hast zugesehen, wieder und wieder. Es sah einfach aus – but it wasn’t.

Die selbe Zeit, der selbe Ort. Wir waren niemals dort – im Geiste. Even if we met physically – there was a special kind of distance between us. A distance like the one beween two universe. Very close but even far away.

I’ve seen the future – I wrote it down. I took one of these green tubes and went to a place where time is not time anymore. There you just look down to a giant maze and see people trying to use differnt ways to arrive the exit and reach out to the next level.
It’s more than one way. Most of them are hard, but there’s also an easier one.
Take the easier way – I’ll help you. Just take my hand and let’s overcome that one wall, so you could pass the level on that simple way.
Finish it and come closer to me. Let’s have a look to that maze together and let’s see how all that people try to find a way through.
It’s a unique view. Just trust in me. Take my hand and carry on.

Du nimmst die Hand nicht. Du gehst deinen Weg. Einen ehrgeizigen Weg. Tückisch, gefährlich. Gespickt mit einer Vielzahl an Gegnern, die dich wieder zurück an den Anfang werfen.
Same time, same place. Two views. Me – how I look down and hope that you’ll find another easy way through your own descent of reality and you  – without any idea how often have to start again until you reach the finish line and come closer to me again.

Es war eine Kreuzung an der wir uns trafen. Hier ist die Mauer. Ich stand auf der anderen Seite und rief verzweifelt – Nimm die Hand, nimm sie. Geh den Weg mit mir. Ich habe alle anderen Wege gesehen und weiß, dass du sie nicht gehen musst. Ich habe die Zukunft gesehen, gern erzähle ich dir davon. Erlebe nicht selbst, sondern höre nur zu..
Nimm die Hand, lass uns in eine der Röhren gehen und zusammen auf den riesigen Irrgarten schauen.
Lass uns über die Zielline gehen und die nächsten Level gemeinsam bestreiten.

Silent screaming. For a while I thought you hear me. I thought you’re waiting in front of that wall and see what will happend if you just take my hand.
You can’t see me. You can’t hear me. You even don’t know that there’s maybe a way behind this wall.
Du bist an der Mauer vorbei gegangen, sie war für dich unüberwindbar. Was dahinter war konntest du nicht sehen, nicht hören, nicht ahnen.
Als ich es schaffte einen Blick über die Mauer zu werfen warst du nur noch ein kleiner Fleck an einem leuchtend roten Horizont. Die Sonne ging unter und ich war nicht in der Lage über die Mauer zu klettern und dich auf deinem harten Weg zu unterstützen. Ich hätte laufen sollen – doch ich blieb stehen. Aus Angst. Angst, den schweren Weg durch den Abgrund der Realität nochmal zu gehen. Wieder zu scheitern. Wieder von vorn anzufangen.

I decided to wait at the finish line. I will wait for you there – like a stone.
And no matter what ever happen to you – I am watching from obove. Smiling and crying. You will make you way, my little girl.

Eines Tages wirst du deinen Weg gefunden haben. Eines Tages wirst du dein Ziel erreicht haben. Eines Tages werden wir uns wieder sehen. Wir werden uns auf Augenhöhe begegnen. Ich werde vertrauen können, du wirst meine Hand nehmen.
You’ll reach new crossings. Sometimes there will be a wall. I’m behind them. Invisible, unattainable. Smiling, crying. But I am there. Always. Kryptonite.
Ich bin immer da, auch wenn es nicht so scheint. Mein Weg hat sich so ergeben. Und auch wenn ich hinter riesigen Mauern sitze – schweigend und frustriert – ich kenne alle Wege, nur die Richtung nicht.
Doch ich werde die Mauer rechtzeitig abreißen und bereit sein. Bereit, einen neuen Irrgarten zu betreten. Bereit alles zu tragen. Bereit Wege zu gehen, dessen Zukunft ich nicht kenne.

Ich habe die Zukunft gesehen – und die bittere Lektion der unendlichen Wege durch den Abgrund der Realität ist, dass man am Ende lediglich weiß – mit wem an seiner Seite man den Weg, der nun hinter einem liegt, lieber gegangen wäre.
Denn das nächste Level ist das gleiche – but it should be much easier now.

I walked across an empty land
I knew the pathway like the back of my hand
I felt the earth beneath my feet
Sat by the river, and it made me complete
Oh, simple thing, where have you gone?
I’m getting old, and I need something to rely on
So tell me when you’re gonna let me in
I’m getting tired, and I need somewhere to begin
I came across a fallen tree
I felt the branches of it looking at me
Is this the place we used to love?
Is this the place that I’ve been dreaming of?
Oh, simple thing, where have you gone?
I’m getting old, and I need something to rely on
So tell me when you’re gonna let me in
I’m getting tired, and I need somewhere to begin
And if you have a minute, why don’t we go
Talk about it somewhere only we know?
This could be the end of everything
So why don’t we go
Somewhere only we know?
Oh, simple thing, where have you gone?
I’m getting old, and I need something to rely on
So tell me when you’re gonna let me in
I’m getting tired, and I need somewhere to begin

 

[De]Motivationsschreiben

Tugenden. Relikte vergangener Tage. Bessere Zeiten. Hoffnung und Zuversicht.

Made in Germany. Zeichen höchster Qualität. Ein Gütesiegel mit weltweiter Anerkennung.
Der Deutsche. Pünktlich, fleissig, motiviert. Streben nach Perfektion. Macht durch Wissen.

Arbeitsbeginn um acht – der motivierte Mitarbeiter erreicht seinen Arbeitsplatz um viertel nach sieben. Er weiß wofür er es macht.
Ein Sinn im Leben. Der Kern um den er rotieren kann. Sei pünktlich und fleissig. Arbeite hart und siehe – es wird sich lohnen.
Eigenheim, Altersvorsorge – die Kinder können studieren. Urlaub in der Sonne.

Reihe dich ein – erhalte deinen Teil vom Kuchen.
Deutschland im Herbst.

Heute bin ich auch pünktlich. Heute bin ich fleissig. Ich bin wie früher. Für meinen Teil vom Kuchen.
Ich erreiche meinen Arbeitsplatz jeden Tag eine Minute später. Es ist schwer sich zu motivieren wenn die Aussicht auf den Teil des Kuchens „Altersarmut“ heisst.
Arm im Leben, arm im Alter. Zum Eigenheim hat es nichtmal in Ansätzen gereicht.

Was soll ich tun, um der eigenen Sinnlosigkeit zu entfliehen? Arbeiten um zu Überleben. Pfandflaschen sammeln im Alter.
Es ist spannend zu beobachten, wie tief die eigene Motivation noch sinken kann. Aus Nichts wird gar Nichts. Aus gar Nichts wird überhaupt gar Nichts. Depression. Zur Kenntniss genommen.
Ich habe und bin – Nichts. Die sinnlose Existenz wird nur von ihrer eigenen Angst überschattet.
Sperrzeit. Hartz IV. Zumutbarkeit. Leiharbeit. Agenda 2010.

Noch weniger Kuchen, noch mehr Fleiss – ein ewiger Teufelskreis. Arme bleiben arm, Reiche werden reicher.
Die Schere geht auf, aber nie wieder zu. Zu groß ist die Existenzangst. Bravo Rot-Grün. Auf einmal wirken Brexit und Trumps-Präsidentschaft nur noch als kleiner demokratischer Unfall – eigentlich viel zu weit weg.

Altersarmut. Existenzangst. Omnipräsent, aber ausgeblendet. In den Hintergrund gedrückt. Das Uhrwerk läuft weiter. Exportweltmeister.
Made in Germany – exportiert. Es gibt keinen Wohlstand für alle, dennoch wird er versprochen. Damit das Uhrwerk weiter läuft.

Die Wirtschaft braucht dich. Wir müssen weiter wachsen. Unendliches Wachstum – und das Klima nicht vergessen.
Kapitalgedeckte Altersvorsorge. Zins – Zinseszins. Das Geld für sich arbeiten lassen.
Du brauchst nichts zu tun – nur die Hand aufhalten.
Wir nehmen dir alles ab, es kommt jemand und macht das für dich.

Werde nur nicht ungeduldig. Fang nicht an zu rebellieren. Denk nicht nach. Der Messias wird kommen und dich an die Hand nehmen.
Du brauchst selbst nicht aktiv werden, es wird dir abgenommen. Schau wie bequem es dir gemacht wird.
Dein extra Teil vom Kuchen. Und das mit der Alterarmut bekommen wir schon irgendwie hin – nachdem das Klima gerettet wurde.

 

Belive

Ich befinde mich auf einer langen Reise. Eine Reise ohne Ziel.
Ich schaue durch die Fenster des Zugs. Herrliche Landschaften ziehen an mir vorbei. Weite Wiesen. Dichte Wälder. Ein kleines Dorf.
Ein unendlich langer Moment. Innere Ruhe. Ich möchte für immer aus dem Fenster sehen. Nichts sonst. Nur hier sitzen und die grenzenlose Schönheit der Welt, die an mir vorbei zieht, genießen.

Es klingt so wunderschön. Was heisst es eigentlich? Ein Sommernachmittag – ein Kinderlied.
Gefühlvoll. So sehr, dass man alles davon aufsaugen will. Aufsaugen muss. Für immer diese Melodie – für immer dieser Platz am Fenster. Ein Moment für die Ewigkeit.

Eine Sprache. Eine Sprache die keine Worte kennt. Eine Sprache für die es keinen Übersetzter gibt. Eine Sprache, die nicht gesprochen werden kann.
Eine Sprache, die jeder hören kann. Eine Sprache, die man fühlen muss. Fühlen um zu verstehen.

Schließ die Augen. Jetzt. Genau in diesem Moment. Hör genau hin und fühle es. Fühle, wie es von unten nach oben steigt. Wie die seichten und sanften Klänge dein Gehör massieren. Fühle den Sommer. Spür die Sonne auf deiner Haut. Einen leichten Wind in deinem Haar. Die Meeresluft.

Denk für diesen einen Moment an nichts anderes. Lass dich darauf ein und hab keine Angst. Keine Scham.
Ich lasse dich allein. Allein mit dem Moment. Dem einen, unbeschrieblichen Moment – in dem du Eins mit dir selbst bist. Das eine Mal.
Fühle welche Kraft in dir steckt. Nimm all deine Kraft. Schaffe dir deine Momente. Schaff sie, du hast sie dir verdient.

Der Zug wird langsamer. Die letzte Strophe neigt sich dem Ende zu. Du weisst es. Du fühlst es – aber du willst nicht, dass es aufhört. Es darf nicht einfach so enden – es muss weiter gehen.
Dein Gehirn ist jetzt überflutet von Oxytocin. Ruhe. Vertrauen. Liebe.
Ein Mensch. Ein Lied. Diese Melodie. Dieser Moment.

Stille. Im Fenster nur noch Schwarz. Draußen ist plötzlich finstere Nacht geworden.
Manchmal wünsche ich, zusammen mit dem Moment zu verschwinden.  Für immer.

louS

Langsames herantasten. Tipp tipp. Ein Schritt vor – falsch. Zwei zurück. Ein Stück weiter nach links. Tipp tipp – wieder falsch. Zurück. Nochmal.
Segel setzen, aufbrechen, zurückkehren.

Eigentlich weiß genau was ich möchte – aber ich tue es nicht. Sämtliche Motivation hat meinen Geist vor langer Zeit schon verlassen. Langsames rantasten. Wieder kein Ruck nach vorne – weiter auf der Stelle treten. Unschlüssig. Unzufrieden.

Tipp tipp – Tick Tack. Beklemmend. Der Geist ist nicht frei. Der Wille ist da, der Mut fehlt. Ich weiß was ich will, aber setze es nicht um.
Hell. Dunkel. Montag. Mittwoch. Freitag. Wochenende. Januar. September. Dezember.
Ein Jahr. Drei Jahre. Fünf, Zehn. Tot.
Ablenkung. Wieder was belangloses gefunden. Wieder etwas Zeit totgeschlagen. Wieder ein Tag rum.

Das Leben. Wie ein riesiger Irrgarten. Ich stehe ganz am Anfang und sehe das Ziel. Unfähig ihn zu betreten, nicht in der Lage neue Wege zu gehen. Stagnation.
Manchmal nimmt mich jemand an die Hand. Komm wir gehen. Aber ich reiße mich los. Ich will deine Hand nicht – ich will alleine gehen. Irgendwann.

Träume, Wünsche, Pläne – Illusionen eines besseren Seins.
Keine klaren Ziele, kein Weg. Der strebende Eifer vergangener Tage – abgetaucht in einem Sumpf aus fauliger Vergangenheit. Versunken in eigener Naivität und Gutgläubigkeit.

Komm wieder raus. Lass uns nach den Sternen greifen. So wie früher. So wie immer. Lass uns wieder kämpfen. Wieder ein Ziel erreichen. Wieder großartiges vollbringen. Noch einmal motiviert sein, noch einmal das Glück spüren – noch einmal richtig frei sein.

Tipp Tipp. Matsch. Wie ziehe ich mich am Schopf auf dem Sumpf – ohne Haare?! Wie greife ich nach den Sternen – ohne Hände?! Wie kann ich weiter gehen – wenn ich keine Beine habe?! Ich weiß, dass es geht – aber ich sehe das Licht nicht – ohne Augen.. Spüre die Wärme nicht – ohne Haut.. Fühle das Leben nicht – ohne Seele.

Ein Jahr ohne Whatsapp

Was bisher geschah…

Der ein oder andere Leser wird sich vielleicht an die Beiträge vor einem Jahr erinnern. Neben dem schmerzlich, kuriosen Verlust meines alten Zenfone und der anschließenden Vorstellung meines neuen Zenfone 3 Deluxe, entschied ich mich künftig auf Whatsapp zu verzichten.

Warum?

Vor gut einem Jahr hatte ich drei Messenger Apps auf meinem Smartphone installiert – Whatsapp, Facebook Messenger und Telegram.
Whatsapp, der Platzhirsch, nutzt einfach jeder. Doch seit der Übernahme des Messengers durch Facebook sehe ich Whatsapp ziemlich kritisch..

Was nützt es einem Wirtschaftsunternehmen wie Facebook einen defizitären Messengerdienst wie Whatsapp zu kaufen – ohne auch nur eine müde Mark daran verdienen zu wollen?
Wie refinanziert sich Whatsapp für den Facebook Konzern?
Sind meine Konversationen bei Whatsapp gut aufgehoben?
Wie sieht die Zukunft von Whatsapp aus?
Welche Alternativen bietet der Markt?

Bedingt durch mein Smart-Home Projekt nutze ich bereits einer der Alternativen am Markt – Telegram – und bin damit bisher extrem zufrieden.

Im Gegensatz zu Whatsapp bietet Telegram dem Nutzer einige Freiheiten und durch klare Transparenz ist auch einsehbar, wie sich der Dienst finanziert oder künftig finanzieren wird.

Hinsichtlich der Nutzung stellen beide Messenger nahezu gleiche Funktionen zur Verfügung. Der einzig signifikante Unterschied liegt in den Nutzerzahlen.

Die Absicht künftig für Unternehmen nutzbar zu sein und Werbung platzieren zu können wirken befremdlich auf mich. Ich möchte mit meinen Kontakten kommunizieren und sonst – rein gar nichts. Die Aussichten auf diese Szenarien machten Whatsapp für mich uninteressant – Zeit Abschied zu nehmen.

Fazit

Anfangs war es ein bischen merkwürdig. Hin und wieder hat man mal einige Statusmeldungen gesehen – das fiel weg. Auch die Anzahl regelmäßiger Kontakte nahm etwas ab.
Manche scheinen gar nicht mehr zu wissen, wie man ohne Whatsapp mit anderen Kontakten kommuniziert.
Neben Telegram habe ich sowohl den Facebook Messenger, als auch die gute alte SMS genutzt. Man höre und staune – ich musste auf nichts verzichten.

Auch die Anzahl der Kontakte, die Telegram nutzen – stieg im Laufe des Jahres deutlich an. Das freut mich natürlich irgendwie und ich hoffe, dass Telegram weiter an Bedeutung gewinnt und ein ernst zu nehmener Konkurrent für Whatsapp werden kann.

Subjektiv gesehen habe ich mein Smartphone deutlich weniger in der Hand. Nervige Gruppenchats und die entsprechenden Benachrichtigungen entfallen vollständig – auch das gespamme mit Kettenbriefen, Videos und Fotos hat vollständig abgenommen.
Wer mir per Telegram schreibt, der schreibt weil er mit mir Kommunizieren will – und nicht aus reiner Verzweiflung – oder wie auch immer man das nennen mag.

Ein Stück weit ist wieder ruhe in den Smartphone Alltag eingekehrt – eine Ruhe, die ich zu schätzen weiß.

Etwas lässtiges gibt es aber auch zu berichten, schließlich muss ich nun jeden, dem ich meine Telefonnummer gebe, noch darauf hinweisen, dass ich kein Whatsapp nutze.

Die Selbstverständlichkeit mit der Whatsapp genutzt wird und Alternativen nahezu vergessen werden – ist etwas angsteinflößend.
Immer wieder kocht man ein Skandal hoch und kurzfristig befindet sich ein anderer Messenger in den Top-Download-Charts der großen Appstores – konsequent genug scheint aber kaum jemand zu sein, diese Alternativen auch dauerhaft zu nutzen.

Kostenlose Dienste, die durch ein Wirtschaftsunternehmen betrieben werden, bieten stets irgendeinen Haken.
Wir leben in einer Zeit, in der niemand etwas aus reiner Herzensgüte macht. Erst recht nicht bei 17 Milliarden Euro Kaufpreis.

Es ist okay Whatsapp zu benutzen – aber sich vollständig in diese Abhängigkeit zu begeben ist sehr gefährlich. Es geht auch ohne. Es ging immer ohne. Denkt immer daran.

 

 

 

 

Operation – Rampage

Wir sind alle Gefangene unserer eigenen Identität und leben in Käfigen, die wir selbst errichtet haben.

Seit einigen Monaten führe ich Krieg. Krieg gegen mich selbst. Krieg – gegen die eignen Grenzen.
Grenzen, die nicht real sind. Grenzen, die ich mir selbst gesetzt habe. Moralische Grenzen. Persönliche Grenzen. Grenzen des Möglichen.

Alle haben gesagt es ist unmöglich, bist jemand vorbei kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

Jeder entscheidet für sich selbst was richtig und falsch ist. Jeder entscheidet für sich selbst wie weit er gehen kann.
Grenzen. Imaginäre Linien im Kopf, die man sich zu überschreiten wagen muss.
Grenzen, die überschritten werden müssen. Überschreiten, das polarisieren wird.

Wie oft sitzt man da und denkt über die Konsequenzen nach, ohne es dann wirklich zu tun – weil die Angst einen weiter hinter die Linie drückt?
Was hast du zu verlieren, wenn du doch sowieso nichts hast?

Überwinde die innere Grenze. Polarisiere. Vergiss. So wie du willst – oder gar nicht.

Operation Rampage. Merk dir diese Worte.
Die Grenzen im Kopf. Der Käfig wird immer kleiner.
Es zählt nicht was einmal war – es zählt was jetzt ist. Tick Tack. Stunde Null.

Grenze ab. Vergiss. Setze neue Linien. Überscheite sie. Vergiss es wieder.
Du. Nur du. Im hier und jetzt.

Du bist deine eigene Grenze. Erhebe dich darüber.

Linien Grenzen. Das Sein. Beschnitten nur durch den eigenen Wahnsinn.
Möglichkeiten. Endlos. Schatten. Emotionslos. Erleben – Vergeben. Vergessen – Verzeihen.

Kommen und Gehen. Tick Tack. Die Uhr tickt. Du, wie du an deine Grenzen stößt. Verpiss dich. Geh weg. Ich brauche dich nich. Ich will dich nicht.

Tick Tack. Ich gehe weiter – du bleibst stehen. Operation – Rampage. Ich gewinne – du verlierst.
Einer geht, der Nächste kommt. Ich bleibe. Eine geht, die Nächste kommt. Ich bleibe.

Ein endloser Kreis. Logisch. Wahr und unwahr zugleich. Real und surral zugleich.
Nur die Ruhe. Es wird schon alles gut werden.

Du gehst, ich bleibe. Du schreist, ich schweige. Du fällst, ich fälle. Es ist wie es ist. Operation Rampage.
Wer nicht für mich ist – ist gegen mich – und kann gehen.

Tick Tack. Time is up. Ich stehe vor der Linie – du dahinter.
Good bye. Ein Weg zurück? Unerwünscht. Reue? Nein.
Hier. Jetzt. Ich. Du. Niemand. Kein Freund. Kein Feind.
Operation – Rampage.

Die Geschichte eines (Abgas-) Skandals…

Ich weiß nicht wie es bei euch so ist, aber mir geistern teilweise viele Monate lang immer mal wieder die selben Themen durch den Kopf, die ich dann z.B. neben meiner Arbeit im Stillen immer wieder überdenke und analysiere.

Je mehr und öfters ich über ein gewisses Thema nachgedacht habe, desto konkreter werden gewisse Details. Kausalität, Logik. Schlussendlich werden daraus Überschriften und ganze Sätze. Dann folgen Absätze – schlussendlich bekommt ihr einen neuen Beitrag zu lesen.

Nicht jeder vergangene Beitrag war nun dieser Natur, der nun Folgende wird es aber sein.
Ich hab einfach das Gefühl, dass das Thema nun bereit ist aus meinem Kopf zu verschwinden und in den ersten Tagen nach meinem Urlaub sprudelten die Ideen dazu nur so herum.

Das Thema ist ebenso aktuell wie uralt. Vor allem weil es mich auf der Arbeit betrifft messe ich dem Ganzen auch eine gewisse Bedeutung zu – denn es wird sich um den Dieselmotor drehen.

Aktuell

Im Rahmen der aktuellen Klimadebatte und dem Abgasskandal ist rund um den Dieselmotor eine große Diskussion entfacht.

Dieselabgase – verantwortlich gemacht für schlechte Luft in Innenstädten.

Feinstaub – verantwortlich für Krebserkrankungen.

Für alle nicht so versierten Menschen stellt sich doch eigentlich erstmal die Frage, wie es zu diesem Skandal überhaupt kommen konnte und was die ganze Diskussion über den Dieselmotor eigentlich soll.

Grundlagen

Der Dieselmotor ist eigentlich ein Verbrennungsmotor mit Kompressionszündung.
Im Gegensatz zu seinem Benziner-Pendant benötigt er keine Zündkerzen, denn der Dieselkraftstoff verbrennt beim vorhandensein einer entsprechend hoch komprimierten Luftmenge von selbst im Zylinder.

Vorteil des Dieselmotors im Gegensatz zum Benziner ist sein hoher Wirkungsgrad. Ein hoher Wirkungsgrad bedeutet im dem Fall, dass mehr Energie in nutzbare Leistung als in Wärme umgewandelt wird.

Selbstverständlich könnte ich das an der Stelle noch weiter ausführen, für das Grundverständnis ist aber damit alles gesagt.

Simple Past

Wir schreiben das Jahr 1985. Ein Golf GTI hat zu dieser Zeit 1,8 Liter Hubraum und leistet damit sportliche 125 PS. Selbstverständlich ein Benziner. Denn einen PKW mit Dieselmotor konnte man zu dieser Zeit eigentlich Keinem als sportlich verkaufen.

Der Dieselmotor – maximal in seltenen Turbolader-Versionen (und noch seltener mit Ladeluftkühler) einigermaßen und wenn überhaupt sowas wie ein Konkurrent für den Benziner.

Einige 300er Mercedes Diesel brachten es auf 80 PS. Dieses Fahrzeug beschleunigte nicht – es nahm Fahrt auf.

Der Dieselmotor – etwas für Nutzfahrzeuge, Taxen und schmerzfreie Langstreckenfahrer.

Laut, stinkend, langsam – Diesel. Vorglühen, Sommerdiesel, Winterdiesel – auf sowas kann man gar kein Bock haben.

Past Progressive

Aber all das sollte sich bald ändern. Der hohe Wirkungsgrad des Dieselmotors war allein schon Grund genug um weiter an ihm zu arbeiten.
Was einst selten und teuer war, wurde mit der Zeit erschwinglich und nahm dem Dieselmotor sein bis dahin eher träges Image.
Der Turbolader.

Ab Anfang der 90er gab es fast keinen Hersteller mehr, der seinen Spitzen-Diesel ohne Turbolader angeboten hat. Auch der Ladeluftkühler war kein sensationelles Highlight mehr, sondern wurde zum Standart.
Die altertümlichen Vor- und Wirbelkammerdiesel wurden schließlich durch die Direkteinspritzung ersetzt – und der Dieselmotor seit diesem Moment nicht mehr länger nur eine Randnotiz.

TDI, CDI, DTI. Diesel fahren kann plötzlich auch sportlich sein. Bei nur 5 Litern Kraftstoffverbrauch ist der Gestank und das Geräusch dann auch eher Nebensächlich.

Während der Benzinmotor in seiner Entwicklung weitesgehend stagnierte, legte der Dieselmotor ordentlich zu und gewann zunehmend an Bedeutung.

Simple Present

Sehr schnell sprach es sich nicht um, aber es sprach sich rum. Turbodiesel mit Direkteinspritzung sind klasse.
In der KFZ-Steuer lag so ein 1,9 Liter TDI zwar bei stolzen 330 € pro Jahr, bei einem Verbrauch von nur 5 Litern Diesel pro 100 KM konnte man aber immernoch sehr adäquat Auto fahren.
Diese Rechnung lohnt sich dann auch irgendwann für vielfahrende Personen, sondern auch für die, die es werden wollen.

So kam der ein oder andere schlaue Mensch auf die Idee seinen Benziner durch einen Diesel zu ersetzen.
Auch die Hersteller zollten diesem Tribut. Nur eine Modellgeneration später gab es den Golf GTI nicht nur als Benziner, sondern auch als Diesel.
Die regulären Strecken bleiben sich ja gleich, aber man kann ja jetzt auch noch mehr fahren – schließlich ist der Kraftstoff viel günstiger und der Verbrauch viel geringer.

Mal hier hin, mal da hin. Was der Benziner an der Tankstelle gnadenlos bestraft – lässt das Herz des Dieselfahrers höher schlagen.

Wer die Möglichkeit hat, der fährt. Vorallem wenn es günstig ist. Faulheit liegt in der Natur des Menschen. Um Nebensächlichkeiten wie dem Abgasverhalten oder sowas macht sich ja erstmal keiner Gedanken.

Present Progressive

Diejenigen, die sich allerdings über das Abgasverhalten ihre Gedanken gemacht haben – waren die Politiker, die die Grenzwerte für Abgasnormen festgelegt haben und die jeweiligen Daten zur Einhaltung der jeweiligen Grenzwerte festgelegt haben. Euro 2, 3, 4, 5 und so weiter und so fort.

Die Hersteller waren also gefordert Maßnahmen zu treffen um das Abgasverhalten des Dieselmotors zu verbessern.
Maßnahmen wie die Abgasrückführung, verbesserte Einspritztechnologien, Partikelfilter usw. waren das Resultat der Bemühungen, seitens der Hersteller.
Maßnahmen, die ihre Wirkung nicht verfehlen, sofern denn das Fahrzeug so genutzt wird, wie es sich für ein Fahrzeug mit Dieselmotor denn eigentlich gehört.

Die Interpretation zu diesem sog. „Nutzungsprofil“ ist bei einem Fahrzeug mit Dieselmotor und diversen Abgasnachbehandlungssystemen eigentlich ganz einfach: Man steigt ein, fährt den ganzen Tag, stellt es dann ab und wiederholt den Vorgang am nächsten Tag.
Wichtig für so einen Diesel-PKW ist nämlich, dass er regelmäßig und über einen längeren Zeitraum die Betriebstemperatur erreicht, denn ohne erreichte Betriebstemperatur erfolgt auch keine gezielte Abgasnachbehandlung.

Das blöde an so einem moderenen Diesel ist jetzt aber, dass sich so viele Menschen an den geringen Verbrauch und den neuen Diesel-Fahrkomfort gewöhnt haben und gar nicht einsehen jetzt irgendwie anders Auto zu fahren, nur weil jetzt auf einmal das Abgas eine Rolle spielt?!

Morgens 3 Kilometer zum Kindergarten, dann 2 Kilometer weiter in den Supermarkt, von dort aus 5 Kilometer nach Hause und um 12:30 Uhr wird die Prozedur nochmal wiederholt.
Ein Fahrprofil, dass nichtmal einen kleinen Benzinmotor auf Temperatur bringen würde – aber, weil Diesel fahren ja nichts kostet (abgesehen von so ein bischen Kfz-Steuer) macht man eben so weiter.

Mehr Diesel-PKW. Mehr kürzere Strecken. Das Abgasverhalten ebenso gut ausgeblendet wie den Besitz eines Fahrrads.

Skandal 

Abgesehen vom menschlichen Versagen eines Jeden am Steuer eines Diesel-PKW auf kurzen Strecken – konnten auch die Hersteller die immer kürzeren Abstände neuer Emissionsgrenzwerte nicht mit neuen Technologien bedienen.

Da die Automobilindustrie vom Wachstum lebt und neue Fahrzeuge verkauft werden müssen um Umstätze und Gewinnprognosen einhalten zu können – behalf man sich eines genialen Tricks.

Seitens der Hersteller hat man gemerkt, dass ein Dieselmotor mit Euro 5 Abgasnorm zwar realisierbar – aber für den Fahrbetrieb ungeeignet ist.
Dementsprechend hat man das Motorsteuergerät einfach mit einem Prüfstandmodus versehen und so die altertümlichen Messverfahren der zuständigen Behörden besänftigt.

Natürlich ist sowas in erster Linie möglich, weil seitens des Gesetzgebers viel zu wenig getan wurde. Analog zur Digitalisierung der Verwaltungsakte – hat man, beinahe selbstverständlich, auch in allen anderen Bereichen gepennt.
Man muss wissen, dass auch moderne Dieselmotoren nach den selben Verfahren geprüft wurden, wie vor 50 Jahren.
Aber selbstverständlich schaffen wir das. Gemeinsam.

Wer sein Auto schon mal über den TÜV gemogelt hat, der kann nun nachvollziehen, wie sich die Automobilhersteller wohl die Hände gerieben haben.
Die Hersteller wiegten sich in Sicherheit, bis dann irgendjemand gepetzt hat.

Selbstverständlich ist der Aufschrei riesen groß. Die bösen Hersteller! Manipulieren einfach so die Steuergeräte, nur damit die Werte stimmen – Skandal!

Klagen, Rückrufe, Softwareupdate – die Konsequenzen sind hinlänglich bekannt. Nahezu jeder Hersteller hat sich in dieser Hinsicht nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert.
Auch der Gesetzgeber hat plötzlich gemerkt, dass ein 50 Jahre altes Messverfahren ja gar nicht so toll ist.

Jetzt muss auf einmal alles ganz schnell gehen. Neue Messverfahren. Strafen. Sanktionen. Bußgelder. Messzellen. Fahrverbote. Umweltzonen. Feinstaubplaketten.
Dem blinden Aktionismus werden keine Grenzen gesetzt. Die Luft muss wieder besser werden – JETZT.

Der ganze Fauxpas hat dem Dieselmotor seinen guten Ruf, den er sich zu Beginn der 90er gemacht hat, gekostet. Der Dieselmotor ist ab jetzt nur noch eins – schlecht. Und schlechte Sachen müssen weg.

Und um das nochmal zu verdeutlichen: Wir reden hier von normalen PKW – keinen Nutzfahrzeugen wie LKW oder Schiffen. Die Nutzungsprofile dieser Fahrzeuge reichen in der Regel aus um das Abgasverhalten dem Nutzen verträglich gegenüber zu stellen.
Das ist auch der Grund warum niemand über Schiffe in der Politik spricht.

Ein Containerfrachter z.B. ersetzt auf seinem Seeweg bis zu 20.000 LKW. Und 20.000 LKW sind für die Umwelt deutlich weniger vertäglich, als ein Frachtschiff.

Wir stellen fest

Im Gegensatz zum Benziner, hat der Diesel in den letzten 30 Jahren im Bereich der privaten PKW Nutzung an Bedeutung gewonnen.

Gründe dafür:

  • Groß-Serienreife des Abgasturboladers
  • Verbesserte Einspritztechnologien
    • dadurch verbesserte Fahreigenschaften und gestiegene Attraktivität durch generell bessere Kraftstoff-Verbrauchswerte.

Die Entscheidung einen Diesel zu kaufen wurde erheblich vereinfacht. Während Benziner quasi seit einem halben Jahrhundert nur marginale Veränderungen erfahren haben, die sich hauptsächlich auf die Einspritztechnologie beschränken – hat der Dieselmotor seine Trägheit vermindern können, wurde deutlich leiser und durch das nahezu vollständige Wegfallen des lästigen Vorglühen auch deutlich leichter zu handhaben.

Bis Abgasnorm Euro 3 war es möglich mit einem bis dato modernen Diesel PKW genau so zu verfahren, wie mit einem Benziner – inklusive der Verbrauchsvorteile.

Mit zunehmend strengeren Abgasgrenzwerten seitens der Gesetzgeber stiegen die Anforderungen an das Fahrprofil der Dieselfahrer.

  • Die Hersteller schafften es nicht, technische Maßnahmen zu finden, diese Werte, über die gesamte Bandbreite der Nutzung, zu erreichen.
  • Auch der Gesetzgeber sah sich nicht dazu veranlasst die Anforderungen an Halter von Diesel-PKW entsprechend festzulegen und den Bestand damit sinnvoll zu regulieren.

Autos werden immer schwerer, Benzin immer teurer. Einen SUV mit 2 Tonnen Leergewicht lässt sich als Benziner kaum unterhalten. Ein SUV möchten dennoch gern viele Menschen fahren.  Die Lösung? Ein Dieselmotor.
8 Liter Verbrauch in einem Diesel-SUV lassen sich deutlich besser verkaufen als 15 Liter Benzin.
Das Bewusstsein für die Umwelt spielt bei den Menschen eine untergeordnete Rolle – das ist nunmal so – die Hersteller wissen das.
Und da ein Hersteller  Autos verkaufen will liegt es an der Gesetzgebung entsprechende Maßnahmen zu treffen.

Wir stellen fest: Irgendwann musste es genau so kommen. Der Diesel wurde eine brauchbare Alternative zum Benziner.
Maßnahmen die Attraktivität für Benziner deutlich zu steigern bleiben seit Jahren aus. Maßnahmen für eine umweltverträgliche Alternative zum Diesel wurden nicht in die Wege geleitet, dabei gibt es sie.

Alternativen

Der große Knall ist jetzt da und nun sind schnelle Maßnahmen gefordert. Hersteller wollen und müssen weiterhin Autos verkaufen und können jetzt nicht mal eben die Produktion einstellen um gute Alternativen zu erforschen.

So wählt man den Weg des geringsten Widerstands – und der heisst E-Auto.

Elektromotoren und Akkus gibt es ja schon lange, Steckdosen sind auch überall vorhanden – dementsprechend preiswert ist diese Option.
Das E-Auto ist der billige Versuch der Hersteller sich geschickt aus der Affaire zu ziehen.
Mit Reichweiten von bis zu 150 Kilometer und äusserst fragwürdigen Produktionsprozessen von z.B. Akkus und auch dem benötigten Strom stellt sich die Frage, ob das E-Auto eine Alternative sein soll – oder ein übler Scherz?

Forschungen sind extrem teuer und rentieren sich nur über sehr viele Jahre. Wie kann man als Vorstand eines großen Herstellers seinen Aktionären wohl verkaufen, dass man zehn Jahre weniger Gewinn machen wird, weil die Luft schlecht ist? Schwierig, oder?

Dass das Erdöl nur begrenzt vorrätig ist, habe ich vor gut 30 Jahren schon in der Schule gelernt und verinnerlicht. Offenbar scheint diese Weisheit am Gesetzgeber spurlos vorbei gegangen zu sein, denn warum wurden die Hersteller denn nicht durch entsprechende Vorgaben dazu motiviert Erdöl-unabhängige Alternativen zu Stande zu bringen?

Das nun folgende Video zeigt euch, wie der Entwicklungsstand 1975 war, als der Dieselmotor quasi noch keine echte Alternative war:

 

Wir stellen fest – es geht. Alkohl ist offenbar doch eine Lösung. Auch das Wasserstoffkonzept ist nicht neu. Zwischen 1975 und 2019 liegen 44 Jahre.
In diesen 44 Jahren wurde das Internet erfunden und schaffte seinen Durchbruch. Kassetten und Schallplatten wurden durch CD, DVD, Blue-Ray, MP3 und Streaming ersetzt. Smartphones überall.
Aber Autofahren kann man nach wie vor nur mit Benzin, Diesel und teilweise Gas.

Da muss man sich eigentlich fragen: Was hat die Automobilindustrie die letzten 44 Jahre diesbezüglich eigentlich gemacht?

Es ist ja sehr nett, dass man jetzt in jedem Auto eine Klimaanlage hat und mit diversen Airbags und sonstigen Sicherheitssystemen sowohl bei der Verursachung als auch bei Eintreten von Unfällen geschützt wird – aber dabei handelt es sich hautpsächlich um elektronische Helfer und deren Helfershelfern. Rein mechanisch sind keine wirklichen Durchbrüche zu verzeichnen.
Mehr Elektronik, mehr Plastik, mehr Gewicht, mehr Austattung, immer günstigere Preise und Herstellungskosten – das sind die Resultate von 44 Jahren.

Wie vor 44 Jahren rosten Autos auch heute noch, verursachen viel Lärm, benötigen Wartung und Pflege.
Im Winter vereisen Scheiben und Türen, nur im Sommer ist es dank Klimaanlage, gefüllt mit umweltschädlichen Gasen, ein bischen erträglicher geworden.
Mehr Autos, mehr Verkehr, mehr Unfälle. Mehr Komfort und Sicherheit. Der Aspekt der Umweltverträglichkeit wurde kaum berücksichtigt.

Die Hersteller müssen verkaufen. Das Land braucht Arbeitsplätze und Einnahmen. Man tritt auf der Stelle. In einem Land, das in großen Teilen abhängig von der Automobilindustrie ist, fällt es als Gesetzgeber schon ein bischen schwer die Zügel etwas anzuziehen – nachvollziehbar, aber nicht vertretbar.
Als Gesetzgeber muss klar sein, dass im gelebten Kapitalismus niemand aus reiner Selbstlosigkeit handelt. Es ist seine Pflicht, dafür zu sorgen.

Das folgende Video zeigt euch, wie es mit simplen Maßnahmen möglich ist den regulären, fossilen Kraftstoffverbrauch Mithilfe von Wasserstoff signifikant zu senken:

Ganz geil, oder? Aber nein, das ist keine Erfindung der Automobilindustrie oder Serienausstattung – es handelt sich um ein Bastelprojekt.
Was sagt uns das? Wenn man motiviert genug ist oder wäre – dann kann man der Umwelt zu liebe einiges bewegen.

Und es geht weiter. Im nun folgenden Clip könnt ihr sehen, wie Fahrzeuge mit Druckluft betrieben werden können:

 

Fazit

Eigentlich bleibt an dieser Stelle nur noch Eins zu sagen: Der Dieselskandal ist in dem Sinne kein Skandal, da es wirklich brauchbare Alternativen auf dem Markt gibt. Aber „man“ (was sich auf Industrie und Regierung bezieht) will gar keine Alternativen.

Der eigentliche Skandal ist, dass allein aus wirtschaftlichen Interessen, diesen Alternativen am Markt jegliche Chance genommen wird.

Wir leben in einer Welt, in der Geld und Macht regiert und auch nur Geld und Macht einen Anreiz darstellen. Mehr verkaufen, mehr Umsatz, mehr Gewinn.
Die Umwelt spielt bei all dem keine Rolle.

Das E-Auto und der Abgasskandal sind kein Gewinn für das Weltklima, sondern ein Blendwerk von Industrie und Politik, um der breiten Masse ein gutes Gefühl zu geben und hinter den Kulissen alles genau so weiter laufen zu lassen wie bisher.
Wir werden es nicht erleben, dass sich Politik und Industrie als Sündenböcke preisgeben und vor der Gesellschaft zu Kreuze kriechen.

Das Einzige was in dieser Welt bleibt, sind du und ich. Ich, wie ich einen Beitrag wie diesen schreibe und du, wie du ihn liest und hoffentlich auch verstehst, dass diese Welt krank ist und es mehr braucht als Neuwahlen.

Sommerpause 2019

Mit dem heutigen Beitrag verabschiede ich mich in die Sommerpause.

smarter Rückblick

Seit meinem Umzug ist in meinem Smart-Home noch nicht wirklich viel (neues) passiert. Wie bereits erwähnt habe ich das gesamte Sortiment an Sonoff-Komponenten rausgeworfen und bin komplett auf Zigbee umgestiegen. Generell habe ich mich etwas mehr mit Zigbee auseinander gesetzt und unter Anderem auch einen Router gebaut.

Meine Sonoff S20 Steckdosen habe ich durch Osram Smart + Plugs ersetzt. Ich muss gestehen, dass ich derzeit aber nur eine einzige Steckdose in Betrieb habe.

Sehr zu empfehlen ist die Verwendung von Libreelec auf dem Asus Tinkerboard. Derzeit habe ich diese Konstellation in meinem Schlafzimmer in Betrieb und bin absolut zufrieden.

Wie einige von euch wissen arbeite ich in einer freien Kfz-Werkstatt spezialisiert auf die Marke Smart.
Meiner Abneigung der Fahrzeuge zum Trotz, habe ich mir in diesem Jahr tatsächlich mal selbst ein Smart (Cabrio) zugelegt und meinen Vorstellungen entsprechend aufgebaut. Dieses kleine Projekt war auch der Grund für die eher schleppenden Fortschritte in meinem Smart-Home.
Mein kleines Cab habe ich aber für’s erste fertig gestellt und genieße im Sommer nun die Fahrten oben ohne 😉

Zeit also sich einige Gedanken um zukünftige Projekte zu machen.

smarter Ausblick

Vor geraumer Zeit hatte ich bereits mal einen Smart-Mirror gebaut. Bisher  bin ich aber wirklich nicht in der Lage gewesen das Projekt komplett fertig zu stellen.
Gern möchte ich das in Zukunft ändern und den Mirror sowohl als digitalen Bilderrahmen, als auch als Status-Display für mein Smart-Home nutzen. Mal sehen ob mich das Ergebnis denn selbst zufrieden stellen kann.

Ebenfalls habe ich mir in den letzen Monaten zwei alte Röhrenradios gekauft. Eines davon wollte ich orignal überarbeiten und in meiner Wohnung als Deko-Element nutzen und aus dem Anderen wollte ich meine eigene, moderne Interpretation eines Radios bauen.
Aktuell sind beide Radios bis auf die letzte Schraube zerlegt und die Gehäuse warten auf ihre Überarbeitung.

Mehr möchte ich an dieser Stelle erstmal nicht versprechen. Wer weiß wann ich die Motivation finde ein Projekt anzugehen.

Schlusswort

Seit knapp vier Monaten wohne ich nun, zum ersten Mal in meinem Leben, alleine. Die Entscheidung zu gehen und noch einmal bei Null anzufangen war schwer und oft war ich kurz davor aufzugeben.
Innerlich legt man sich einen Plan zurecht. Aber Erstens – kommt es anders und Zweitens – als man denkt.
Oft hat mir das Schreiben geholfen mich ein bischen von dem nagenden Kummer abzulenken, auch keine kleinen Projekte waren sehr hilfreich. Reden, etwas unternehmen, meine Kids.
In sehr kleinen Schritten habe ich den Weg in sowas wie Normalität zurückgefunden.

Die wichtigste Lektion aber war, das man ab und zu auch konsequent sein muss. Rumgeeier hat mir noch nie gut gefallen und nie hat es mir so sehr missfallen wie in den letzten Monaten. Daher war es auch an der ein oder anderen Stelle richtig zu sagen – „Nein – so nicht mehr“. Klar, fällt es mir immer noch nicht leicht andere Menschen zu enttäuschen, aber es Allen recht zu machen ist eindeutig nicht die Lösung.

Wohin mich mein Weg führen wird weiß ich nicht. Ich habe auch aufgehört mir konkrete Pläne zu erarbeiten. Je versessener man selbst an einem Plan arbeitet, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass man an seinem eigenen Anspruch zerbricht.
Ich habe gelernt ein Stück weit den Moment zu leben und nicht ständig alles langfristig auszulegen.
Es fühlt sich gut an. Gut, ohne Hintergedanken, Sorgen oder Reue einfach genau das zu tun, was man grade tut. Egal was, egal wie lang. Nur der Moment und ich.

Momentan habe ich Bock darauf mich beruflich mal neu zu erfinden. Ich habe Bock meinem kleinen Bruder Nachhilfe zu geben und ich habe Bock oben ohne in meinem selbst gebauten Cabrio durch die Gegend zu fahren.
Habe Bock auf gutes Essen, Bock auf Bier, Bock auf gute Stimmung.
Was mal war interessiert mich grade eigentlich gar nicht und ich bin froh darum mal eine Zeit zu erleben, die nicht an die Missstände der Vergangenheit erinnert.

Es ist für den Moment einfach schön frei zu sein. Frei von dem was mal war und bereit für alles was kommt.
Ich denke im Gegensatz zu dem was war, ist das schon ein riesen Schritt.

 

Ich denke ich werde ab September langsam wieder anfangen einige Beiträge zu veröffentlichen.
Bis dahin wünsche ich euch allen einen wunderschönen Sommer und ein gutes Gelingen bei all euren kleinen Projekten.