Sabbatical

Liebe Leser,

mit dem heutigen Beitrag möchte ich mich in eine etwas längere Schaffenspause verabschieden.

Seit dem letzten Jahr hat sich in meinem Leben sehr viel geändert. Einiges davon habe ich noch gar nicht richtig aufgearbeitet oder für mich selbst abgeschlossen.

Auch wenn sich Vieles zum positiven verbessert hat, kann ich den Kern meiner eigenen Existenz nur schwer erkennen.
Es gibt viel was ich noch anpacken will, aber manchmal fehlt mir sogar die Motivation überhaupt aufzustehen..
Ich denke darüber nach einfach los zu lassen, packe dann aber wieder zu.
Es geht auf und ab – jeden Tag auf’s Neue. Es macht einfach keinen Sinn fort zu gehen. Nicht für mich. Nicht jetzt.

Es ist ein schwerer Weg zurück in ein eigenes Leben. Aber ich will ihn weiter gehen. Mit all seinen Hürden und Hindernissen.

Die kommenden Tage und den kommenden Monat werde ich dazu nutzen in mich zu gehen und eine persönliche Bilanz zu ziehen.
Persönliche Ziele festzulegen und endlich anzupacken.
Um weiter zu kommen.
Weiter zu kommen – um zurück zu kehren.
In alter Frische.
Hier.
Am Tinkerblog.
Der letzten Festung des Widerstandes.

732020

One

Sinn. Unsinn.
Leben. Tod.
Gerecht. Ungerecht.
Zeit. Geld.

Welch subjektive Einschätzung des Lebens.

Manchmal sitze ich mit leerem Blick da und frage mich selbst, was ich eigentlich will.
Ertappe mich selbst dabei ein Teil des Systems zu sein.
Aber ich will es nicht. Jede Faser meiner Körpers sträubt sich dagegen.
Ich nicht. Ich nicht. Ich nicht. Nicht mit mir. Ich will es nicht. Ich habe die Schnauze gestrichen voll.
Ich denke nach. Appelliere an die Gemeinschaft. Heule in unzähligen Zeichen.

Kein Geld. Keine Zeit. Dabei ist es alles was ich will – und nicht erreichen kann.
Ich stehe mir selbst im Weg.
Es geht ja auch so. Ich lebe und hungere nicht. Ich hab alles was ich brauche und bin dennoch nicht zufrieden.

Ein unbändiger Drang nach Veränderung zerrt wie der Hulk an meinen müden Augen.
Noch einmal schlafen. Noch einmal zur Arbeit. Dann – DANN.. Nichts passiert.
Platscher.

Stoisch. Sinnlos. Alles was ich tue, habe ich schon eintausendachthundertmal gemacht. Und ich tue es wieder. Einmal noch. Aber dann.. DANN ÄNDERT SICH ALLES…
Wieder nichts.
Platscher.

Ich will hoch hinaus und stapel tief.
Will die Welt verändern und bleibe doch immer am selben Ort.
Will weg fahren und habe gar kein Auto.
Arbeite hart und bekomm zu wenig.
Habe Träume, aber schlafe nicht.
Esse und werde nicht satt.
Trinke und habe trotzdem noch durst.
Ich will Gold und gebe mich mit Staub zufrieden.

Wie kann das sein?
Wer hat mich so geschickt programmiert, dass ich gegen meinen eigenen Willen handel?
Wieso verschwende ich all die Zeit um gegen mich selbst zu kämpfen?
Wer hat gewonnen, wenn ich gegen mich selbst gewinne?

Bin ich Einer, oder Viele?

Wir schreiben das Jahr Zweitausendzwanzig.
Ihr braucht einen Messias – ihr bekommt mich.

Vielleicht will es das Schicksal so.
Zusammen gegen den Rest der Welt.
Ich zeige euch den Weg – wir gehen ihn gemeinsam.

Zusammen werden wir die Welt zu einem besseren Ort machen.

Zweitausendzwanzig. Merkt euch diese Zahl.

Das Jahr des Tinkers.
Das Ende der unendlichen Wut.
Gemeinsam werden wir stark sein.
Bis zum Schluss.
Für immer.

 

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Zweitausendzwanzig.
Wieder ein neuer Versuch die eigenen Hürden zu überwinden. Neue Zahl, neuer Versuch. Wieder nicht geschafft – ein Leben weniger.
Egal, noch vierzig Versuche.
Game Over.

Die richtige Zeit – jetzt.
Der richtige Ort – hier.

Wahrheit – Illusion.
Realität – Traum.
Glaube – Lüge.

Während ich immernoch mit aller Kraft versuche Südamerika wieder zurückzuschieben, schwindet langsam aber sicher die Erinnerung.
Ich habe versucht zu glauben. Ich habe versucht zu verstehen.
Ein Leben weniger.

Ich versuche das Leben zu ordnen. Ein riesiges Puzzle mit unendlich vielen Teilen. Alle sind schwarz.
Mit der Geduld des Herrn versuche ich die richtigen Teile zusammen zu legen.
Kein Rand, alles schwarz.
So abartig schwer. Ich will nicht mehr, aber ich lege weiter. Schwarz um Schwarz. Irgendwas passt. Irgendwas muss passen. Irgendwann passt es.

Machmal schließe ich die Augen und sehe im Traum von oben auf mein dunkles Werk hinab.
So winzig.. Wie ein Ölteppich im weiten Ozean.
Es ist kein Land zu sehen. Keine Gefahr.
Mein Teppich liegt ruhig auf dem Wasser.
Ab und zu ein Sturm, dann wieder Sonne.

In letzter Zeit war es oft bewölkt. Ein betrübter Traum folgt dem Anderen. Es hat schon länger kein neues Teil mehr gepasst. Frustrierend. Beschämend.
Weiter machen. Bis Irgendwann.
In welche Richtung mein Teppich wächst entscheide ich selbst. Die Richtung des Windes kann ich nicht bestimmen.
Aber die Segel neu setzen.

Ich öffne die Augen wieder und befinde mich in einem Krieg. Dunkle Gestalten, die versuchen mich mit meinen eigenen Waffen zu schlagen.
Take care. Be patient. Think. Rethink.
Move.
I am an observer. I won’t be noticed. Covered by distance.
Watch. Think. Be patient. Rethink.
Move.
I’ll grow bigger. Every move is a tactical strike to get the lever much longer.

Just a few more parts needed. Then it will be strong enough.
Intentionally I’m going to lose some more battles.
Just keep your mind safe.
The war will go on.
Every losen battle is one more new string to you on my wooden cross.

One point of time.
Assailable. Vulnerable.
I’ll take over control.
Your final chapter is written by me.
I’ll set the edges to your jigsaw.

Maybe the mills of the lord grind slowly. Maybe they are just patient. But with all their resistance – they work with perfection.

Der Krieg wird eines Tages enden. Der Dämon wird fallen.
Der Rand des Puzzles, die eigenen Hürden.
Überwunden.

Mit einem selbstgefälligen Grinsen auf den Lippen spaziere ich dann fröhlich über meinen Teppich in Richtung des hellen Lichts, das plötzlich hinter den dunklen Wolken auftaucht.
Es ist die Erlösung. Der schwarze Teppich auf dem Weg in eine farbenfrohe Welt. Wo wir zusammen sein werden und über all das lachen..
Eine immergrüne Wiese, auf der wir Hand in Hand im Kreis tanzen. Du, mit den Ketten aus Gänseblumen im Haar und einem weißen Gewand.
Ein einziger, endloser Moment. Alle wirren Gedanken in meinem Hirn sind nun genau da, wo sie hin gehören.
Ein nie da gewesener Strom durchströmt meinen geschundenen Körper.
Glück. In Reinform.

Es ist alles so leicht. Wieso konnte ich das vorher nicht sehen?
Hand in Hand schweben wir nebeneinander her. Unter uns der riesige Ozean, mit unzähligen schwarzen Flecken.
Wie ein riesiger Insektenschwarm bahnen Sie sich den Weg ins ewige Licht.
Jeder führt seinen ganz eigenen Krieg.
Die meisten treiben mitten auf dem Wassser.
Einige nähern sich bedrohlich nah der Küste.
Andere verschwinden einfach so und irgendwo im Wasser entsteht ein neuer Fleck.

Ich hab meinen Frieden gefunden. Hier im Licht. Hier in der Ewigkeit.

 

Zweitausendneunzehn

Ansich mag ich keine Jahresrückblicke. Schon gar nicht diesen Sondermüll im Fernsehen.

Hunderte sitzen da in einem Studio und Klatschen, wie Vieh, zu miesen Prominenten und deren scheinbar lustigen Anekdoten zum abgelaufenen Jahr.
Mal abgesehen davon, dass Medien und Politik uns sowieso, mal wieder, nur verarscht haben, bleibt auch über dieses Jahr nicht viel zu sagen.

Klimawandel, Co2 Steuer, Elektromobilität – ausnahmsweise mal keine Tier-Grippewelle (wahrscheinlich geht’s der Pharmaindustrie grade ganz gut).
Für die Zukunft heisst das eigentlich nur: Was Spaß macht, kostet demnächst noch mehr. Heizung, Strom, Kraftstoff – teurer.

In einer Welt, in der alles physikalisch nach Ausgleich strebt werden wir für ein hohes Wohl abgezockt.
Wenn es draußen wärmer wird, brauch ich drinnen weniger heizen. Reguliert der Co2 Ausstoß sich dann nicht ein Stück weit selbst?
Gewagte These.

Wie sieht eine Zukunft nach dem Klimanwandel aus? Fahren wir dann in den Winterurlaub nach Sibirien?

Mit einigem Abstand zu den gewöhnlichen Medien bleibt mir nur eine Frage für die Zukunft: Wie lang wird es wohl noch dauern, bis all die Scheiße explodiert?

Manchmal fühle ich mich wie auf einer langen Reise.
Vor mir – ein weites Nichts.
Hinter mir – ein weites Nichts.
Der Moment und ich, wie wir uns von Kilometer zu Kilometer kämpfen um irgendwann wieder irgendwen oder irgendwas zu sehen.
Etwas zu erleben, was uns die Motivation gibt weiter zu gehen.
Für den Moment ist es egal wie schnell wir voran kommen.
Vor uns – nichts.
Hinter uns – auch nichts.
Manchmal bleibe ich stehen und schaue in den Himmel hinauf.
Es ist schön die unzähligen Sterne leuchten zu sehen.
Ich frage mich ob du die Sterne auch hin und wieder ansiehst und auch an das denkst was hinter dir liegt?
Am Anfang war es schwer, doch jetzt nicht mehr. Nicht mehr schwer, nur noch schade. Für immer.
Manchmal bleibe ich stehen und schaue in den Himmel hinauf.
Es wäre schön nach den Sternen zu greifen. Irgendwann, mit irgendwem.

Ich gehe nicht mehr zurück, nur weiter. Wie eine Uhr.
Die Zeit und ich sind Eins.
Dieses Land und ich sind Eins.

Das Ziel, der Moment. Keine Relevanz.
Fehler sind da, um gemacht zu werden.
Entscheidungen sind da, um getroffen zu werden.
Kinder sind da, um geliebt zu werden.

Du bist da, weil du da sein musst. Ich bin da, weil ich es so will.

Ich wünsche euch und euren Familien ein frohes Weihnachtsfest, besinnliche Feiertage und einen wunderbaren Start in das neue Jahr.

Feuer frei

Heute bin ich leer. So leer wie schon lang nicht mehr.
Tage vergeh’n – nichts passiert.
Pennen. Malochen. Kotzen.
Wieder eine Woche rum. Wieder ein Jahr älter. Nur noch achtmal umdrehen, dann bin ich vierzig. Nur noch fünfunddreißig Jahre und ich hab wieder Zeit.

Ein Tag beginnt. Ein Tag endet. Fließender Übergang. Nur marginale Abweichungen unterscheiden den Einen noch vom Anderen.
Manchmal überlege ich was vor einer Woche war – ich weiß es nicht. Ich ahne es und meistens hatte ich recht.

Die Arbeit – sinnlos. Von diesem Geschäft profitiert nur ein Einzelner. Geld kommt, Geld geht. Ich bleibe.
Wieder Wochenende. Wieder Fußball. Wieder kein bleibender Eindruck.

Dann kamst du wieder.
Ich kenne dich und du kennst mich. Die letzten Ambitionen unser wahres Ich voreinander zu verstecken sind vor langer Zeit schon gefallen.
Keine einzige Hemmung. Kein einziges bischen Angst.
Nur ein distanziertes Feuer bedingungsloser Leidenschaft.

Bereit für den gemeinsamen Auftritt – Ende unbekannt.
Wir sind eine tickende Zeitbombe. Nicht das Wo – nur das Wann.
Wenn unsere Hände wie Zahnräder ineinander greifen und unsere nackten, verschwitzen Leiber in der vollkommen Dunkelheit pulsieren, wird die Zeit neu gestartet.

Wie ein Komet schlage ich ein und eine gewaltige Explosion erhellt deinen Horizont. Einmal. Für immer. Keine Reue. Keine Scham.
Die pure Extase überflutet den Körper mit dem Moment.
Ich lege den Maßstab höher als je zuvor. Alles was bisher war – verdorben.
Die Gier – das Begehren. Wolllust.

Du willst. Ich will. Ich gebe – du bekommst. Libido.
Nichts wird mehr sein wie es einmal war.
Du weisst es. Ich weiß es.
Wir lassen es geschehen. Nicht wo, nur wann. Irgendwann.

Wieder ein Alltag. Wieder reiße ich die Augen auf, um roboten zu gehen.
Von diesem Geschäft profitiert nur ein Einzelner.
Du schreibst nicht, dabei könnten wir unsere Welt verändern.
Geduld. Irgendwann. Weiter machen. Abwarten.

Ein anderes Du. Seelenverwandt.
Wie du dort stehst und mich ansiehst, mit dem schwarzen Streifen über deinem Auge.
Wie du dort stehst. Gebückt über dem Objekt.
Jetzt. Genau jetzt.
Lass all deinen Frust los und starte mit mir neu. Sei unvernünftig, spring über deinen Schatten. Lass es zu.
Pulsiere mit mir. Schrei. Halt dichfest und lass alles Andere los.
Öffne deinen Horizont und setz neue Maßstäbe.
Beurteile alles neu und setz die Segel.

Lass uns dort sitzen – nackt. Wir lachen und weinen – aber schämen uns nicht.
Contenance.
Es wird geschehen. Irgendwann.
Neue Zeit. Neuer Alltag.
Vor und zurück. Links oder rechts.
Steil und Feucht. Schlüpfrig und versaut.

 

Die andere Wahrheit… Teil 2

Willkommen zurück am Tinkerblog,

in Teil 1 legte ich anhand mehrerer Beispiele dar, wie die Vetternwirtschaft aus Politik und Industrie dafür sorge tragen, dass das deutsche Wirtschaftssystem aufrechterhalten wird.

Wachstum und Produktivität sind die Säulen unserer Wirtschaft. Unter zweifelhaften Interpretationen von Moral und Ethik wird auf dem Rücken der (Welt-)Bevölkerung dafür sorge getragen, dass Reiche reicher werden und der Rest mit dem Rest zufrieden sein darf und muss, denn mehr gibt’s nicht – fertig.

Würde man einen Song dazu schreiben, würde er vermutlich mit den Zeilen: „I push my fingers into my eyes – it’s the only thing that slowly stops the ache“ beginnen und enden.

Der Industrie und ihren Helfern reicht es leider auch nicht diesen Virus innerhalb des Landes zu halten, nein, wie alle Viren strebt es nach Verbreitung.
Den Ursprung feierte der Virus in den USA – wo er mittlerweile im Endstadium wütet. Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges nach West-Deutschland verschleppt, treibt er nun in Mitteleuropa sein Unwesen.

Da der asiatische Raum seine eigenen Wirtschaftssysteme zu pflegen weiß, liegt der Fokus, der Verbreitung nun auf dem afrikanischen Kontinent.
Einerseits ist das logisch, denn schließlich hat man vom Herd der Infektion gelernt, dass sich Schwarze gut als Sklaven halten lassen. Mit ein wenig Investitionen, getarnt z.B. als Hilfsgelder, gemeinnützige Projekte, Public Relations usw., lassen sich Menschen in Afrika spielend um den Finger wickeln und für wenig Lohn harte Arbeit verrichten.

Die Menschen dort sind schließlich noch naiv genug zu glauben, dass der westeuropäische Wohlstand auch dort eines Tages Einzug halten kann – und bevor noch mehr Afrikaner in Deutschland zum deutschen Mindestlohn beschäftigt werden müssen, beschäftigt man die Leute am besten vor Ort, zum dort gültigen Mindestlohn (sofern vorhanden).
Eine klassische Win-Win Situation.

Afrikaner saufen nicht mehr in Nussschalen vor irgendwelchen Küsten ab. In Deutschland kommen weniger (in dem Fall afrikanische) Flüchtlinge an. Die Menschen in Afrika machen endlich mal vernünftige Arbeit. Die Ein oder Andere Infrastruktur wird dort geschaffen. Mehr billige Arbeitskräfte. Weniger staatliche Kontrollen.

Die letzten beiden Punkte kommen einem aus Indien und China ja schon aus Teil 1 bekannt vor – nur maßt sich der Europäer in Afrika nun an, der Messias zu sein.
Ein Segen, der Europäer kommt! Wohlstand für alle!
Ein Trugschluss – aber das können die Afrikaner nicht wissen. Ich weiß es und du weißt es – und die Frage ist: Was machen wir mit diesem Wissen?

Wir nehmen hin, dass deine und meine Gesundheit vom Profit an der jeweiligen Behandlung abhängig ist, egal wie wirkungslos.
Wir nehmen hin, das wir alle 3 – 5 Jahre unsere Elektrogeräte ersetzten müssen, weil Hersteller verkaufen müssen um attraktiv genug für die Anleger zu bleiben.
Wir nehmen hin, dass immer mehr Arbeiter in immer weniger Zeit und für immer weniger Geld – immer mehr leisten sollen.

Nun sollen wir auch noch hinnehmen, dass Afrikaner uns Europäer als ihre Retter ansehen, sich Hoffnungen machen und im Endeffekt als billige Arbeitssklaven die Arbeit verrichten, die in Deutschland bzw. Europa zu kostspielig wäre.
Für noch mehr Konsum und noch mehr Müll.

Von den Afrikanern, die ohnehin genug leiden, mal abgesehen – wäre es nicht an der Zeit, erstmal vor der eigenen Tür zu kehren?
Wäre es nicht an der Zeit das Wissen, das Können und die Mittel einzusetzen, um Schulen, Universitäten, Ausbildungs- und Arbeitsplätze modern und attraktiv zu gestalten?

Wo sind die Pioniere dieses Landes geblieben, die es einst so groß gemacht haben? Warten die jetzt auch alle auf einen Messias?
Oder haben die Pioniere irgendwann die Schnauze gestrichen voll vom Stillstand und klammern sich an den letzen Strohhalm, der glaubhaft irgend eine Art von spürbarer Veränderung vermitteln kann, wie z.B. die AfD?
All das sind keine Neuigkeiten, es ist längt geschehen und geschieht auch aktuell.

Das Kind liegt im Brunnen, wir schauen zu ihm hinab und haben nun die Möglichkeit es herauf zu ziehen oder absaufen zu lassen.
Zum herauf ziehen braucht man ein Seil – in unserem Fall besteht das Seil aus CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne – und leider ist dieses Seil zu kurz.
Es sind neue Ideen gefragt, neue Impulse – ohne die funktioniert es nicht. Nicht morgen, nicht nächste Woche und auch nicht bei der nächsten Bundestagswahl.

Und wieder befinden wir uns in einem Dilemma. Ein zu kurzes Seil und gegenüber dem Brunnen ruft ständig jemand „Freibier“. Während die Meisten ihre Aufmerksamkeit nun umlenkt, säuft das Kind immer weiter ab.

Industrie 4.0

Dieser Begriff beschreibt die sogenannte vierte industrielle Revolution und wurde von einer Forschungsgemeinschaft der Bundesregierung festgelegt.

Sinn und Zweck des Ganzen ist die umfassende Modernisierung der Industrie durch Vernetzung und der damit einhergehenden Optimierung der Prozesse.

Wie der folgende Imagefilm zu Industrie 4.0 zeigt, sind unsere beiden Freunde „Wachstum und Produktivität“ selbstverständlich auch wieder zentrales Thema und für die Bundesregierung Motivation genug sage und schreibe 40 Milliarden (!) € in Form von Fördergeldern für die arme Industrie bereit zu stellen.

Generell ist das Projekt Industrie 4.0 auch sehr vielversprechend, gar keine Frage.
Die Frage ist, ob die Industrie nicht durch die dargestellten Vorteile wie der Kostenersparnis und höheren Effizienz (was wohl als Synonym für Produktivität durchgehen darf) diese Maßnahmen nicht durchaus selbst finanzieren kann und auch finanzieren sollte?

Wir sprechen hier nicht über Peanuts, sondern über 40 Milliarden Euro Steuergelder, die bis 2020 in die Industrie gepumpt werden, während an andern Stellen dieses Landes folgende Zustände herrschen:

Ich bin mir ziemlich sicher, dass selbst die Schüler ihr Taschengeld dafür ausgeben würden um die schlimmen, in dem Fall baulichen, Zustände der Schule(n) zu beheben und sogar freiwillig mit anpacken würden. Aber nein, erstmal muss die Industrie vernetzt werden.

Digitalisierung ist eines DER zentralen Themen, der letzen Jahre.
Vereinfacht gesagt beschreibt es die Nutzung der aktuell verfügbaren Technik im Alltag, um jenen zu vereinfachen.
Es ist kaum auszurechnen wieviel Zeit, Papier, Geld, Fahrerei und Personal eingespart werden könnte, wenn Digitalisierung konsequent umgesetzt werden könnte.

Leider sprechen wir an dieser Stelle nicht von etwa 425 Millarden Euro, so wie es Industrie 4.0 verspricht, das ist leider auch der Grund warum es von der Regierung in Sachen Digitalisierung der Verwaltungsakte keine nennenswerten Fortschritte zu verzeichnen gibt.
Noch immer pilgern tausende Menschen täglich zu Behörden, füllen Zettel aus und warten auf entsprechende Sachbearbeiter.
Sachbearbeiter sind, gemessen am Besucherstrom, auch immer viel zu wenig vor Ort. Ganz zu schweigen vom Arbeitsausfall, den man nunmal hat, da normale Menschen zu den Öffnungszeiten einer Behörde für gewöhnlich arbeiten sind.

Ohne um den heissen Brei herumzureden wäre die konsequente Digitalisierung von Verwaltungsakten eine enorme Entlastung für die Bürger dieses Landes.
Um jene Digitalisierung aber auch umsetzen zu können Bedarf echter Arbeit der Regierung. Gesetze müssen angepasst werden und Systeme zur Verifizierung erschaffen. Rechenzentren eingerichtet und Personal geschult.

Den Trend hin zur Digitalisierung hätte es schon Anfang der 2000er geben müssen. Damals, als das Internet noch in den Anfängen steckte, war die Gelegenheit günstig unmittelbar mit dem Netz zu wachsen und ein modernes Verwaltungssystem zu etablieren.
Von Anfang an hätte man, so ganz nebenbei, die meisten Prozesse leicht digitalisieren können – um den Papierkram mit den Jahren dann einfach auslaufen lassen.
Die Vorstellung, sich einfach mal online ummelden zu können, oder fehlende persönliche Unterlagen aus der staatlichen Cloud zu laden hat seinen Reiz, wie ich finde.

Die Möglichkeiten hat es damals schon gegeben. Man hätte ein staatliches Rechenzentrum bauen können und jedem Bürger die Möglichkeit sich in ein Konto einzuloggen, über das er sich verwalten kann.
Mit den vorhandenen Daten hätte jede Behörde arbeiten können und schon wäre alles erheblich einfacher und moderner.

Heute, also 2019, füllen wir immernoch Zettel aus. Projekte wie die digitale Krankenakte sind krachend gescheitert. Auch der hoch angepriesene „neue“ Personalausweis mit Onlinefunktion wird seiner Rolle nicht im Ansatz gerecht.
Zu wenig, zu spät.
Und immer wurden enorme Summen an Steuergeldern für Projekte verbraten, die schon bei der Planung zum Scheitern verurteilt waren.

Digitalisierung heisst eben nicht, dass man das Formular, das man sonst am Tisch im Wartebereich einer Behörde ausfüllt, einfach einscannt und als PDF zur Verfügung stellt. Nein, Digitalisierung ist mehr. Viel mehr.
In Deutschland hatte man kein Interesse daran, oder hat das Potenzial des Internets wohl falsch eingeschätzt (was wieder neue Fragen aufwirft).
Für „heute“ heisst das, dass viel Flickschusterei betrieben wird, weil von Anfang an nicht richtig gearbeitet wurde.
Das Ausmaß dieser Flickschusterei lässt sich einwandfrei im Schwarzbuch (KLICK zum kostenlosen bestellen) vom Bund der Steuerzahler nachlesen.

Wir stellen fest: Das Geld ist da, aber es wird lieber dort untergebracht, wo sowieso schon genug vorhanden ist. Der Dumme ist, wie gehabt, der normale Bürger.

Strompreise

Eine neue Runde, eine neue Wahnsinnsfahrt.
Wir fahren weiter auf der Achterbahn, der Industriesubventionen. Diese Haltestelle beschäftigt sich mit dem signifikanten Anstieg der Strompreise in den vergangenen Jahren.
Dazu erstmal wieder etwas Anschauungsmaterial:

Also neben den Förderungen zum Ausbau der Digitalisierung erhält die Industrie also auch noch eine Befreiung für die EEG-Umlage.
Der Bürger zahlt, die Industrie lacht sich tot.

Als Vorwand, für diese Befreiung, nennt die Politik die Gefahr des Wirtschaftsstandortes Deutschland. 100.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Die Industrie droht mit Verlagerung ins Ausland.

Und auch in diesem Thema wird der Bürger verarscht. Wir zahlen, die Industrie profitiert.
Das ist die Politik, die regelmäßig die meisten Stimmen holt.

Während ihr überlegt, ob ihr es euch noch leisten könnt einen Geschirrspüler zu betreiben, brennen in 10.000 Supermarktfilialen auch nach Ladenschluss noch sämtliche Lampen. Die Industrie darf verschwenden, wir müssen sparen.

Damit aber nicht genug. Schließlich möchte die Politik nun auch noch, dass wir alle E-Autos fahren.
E-Autos, dessen Akkus mit eben jenem Strom betrieben werden, den wir sehr teuer bezahlen müssen.
Strom, in einer Menge, von der unklar ist, wo sie überhaupt gewonnen werden soll.

Ihr wisst das alle, ihr habt das auch immer gewusst – doch mit der platzierten Angst vor dem Ende der Welt durch einen von Menschenhand gemachten Klimawandel sollt ihr eines Besseren belehrt werden.

die andere Wahrheit

Unsere Politik ist unterwandert von Lobbyisten. Ein exzellentes Beispiel dafür ist Friedrich Merz.
Merz ist angehöriger der CDU und macht aus seiner Sympathie zur Industrie gar keinen großen Hehl.
Politisch ist Merz in den letzten Jahren eher weniger auffällig – zuletzt in Erscheinung getreten ist er, als Frau Merkel ihren Verzicht auf künftige Kandidaturen bekannt gab.
Die CDU braucht also einen neuen Kanzlerkandidaten.
Obligatorisch tritt dafür normalerweise der Parteivorsitzt an – in diesem Fall wäre das Frau Kramp-Karrenbauer.

Nun ist AKK erwiesenermaßen kein Träger großartiger Sympathien und die  CDU sich im vollem Bewusstsein um den Umstand, dass mit AKK sicherlich keine neue Kanzlerin gestellt würde.
Ein Retter wird benötigt – und plötzlich taucht Herr Merz wieder aus irgendeinem Loch hervor.

Friedrich Merz sitzt seit vielen Jahren immer mal wieder in Aufsichtsräten großer Unternehmen.
Aktuell ist er als Aufsichtsratvorsitzer eines Unternehmens namens „Black Rock“ in Deutschland tätig.
Ihr werdet von diesem Unternehmen noch nie großartig etwas gehört haben und das hat auch seine Gründe.

Was Black Rock so treibt und warum das Friedrich Merz nun so interessant macht erfahrt ihr in folgendem Video:

Ohne große Bekanntheit zu erlangen ist es Black Rock gelungen eines der einflussreichsten Unternehmen der Welt zu werden.
Wo viel Geld ist, ist leider auch viel Macht. Macht, die im Fall von Black Rock nicht im geringsten zu unterschätzen ist.

In dem Video wird deutlich, dass Black Rock schon heute Politik zu Gunsten der Anleger betreibt, sehr breit aufgestellt ist und weltweit enormen Einfluss hat.

Ihr wusstet von all dem nichts. Eure implizierten Ängste haben euch das nicht wahrnehmen lassen. Terrorismus, Fußball EM/WM, Flüchtlingskriese und nicht zuletzt die Klimakriese sind Themen, die euch beschäftigen sollen.

Wie eine Schläferzelle hielt sich Herr Merz all die Jahre geschickt zurück, um in diesem Moment als Messias aufzutreten und das Land zu retten.
Ein Szenario, das große Gefahren birgt. Nicht nur, weil Black Rock dann eigentlich dieses Land regiert, sondern auch, weil sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern wird.
Das fröhliche Begünstigen der Industrie wird weiter gehen. Wahrscheinlich wird Black Rock seine Aktivitäten in Deutschland weiter ausbauen.
Euch wird das dann als riesiger Erfolg der Regierung verkauft – „Seht her, wir haben das Geld in das Land zurückgeholt – Wohlstand für alle!“

Der Kampf gegen Windmühlen

Man möchte kotzen. Die Zeit bis zur nächsten Bundestagswahl läuft gnadenlos ab und es gilt ein großen Teil des Volkes von dem Stacheldraht in ihren Köpfen zu befreien.
Das Weltklima wird nicht allein in Deutschland gerettet und das Volk nicht am Tinkerblog nachhaltig belehrt.

Die Industrie und ihre Helfer – verkaufen euch für dumm… Sie servieren und ihr rührt die Scheiße um..

In einer Welt in der man nur noch lebt, damit man täglich roboten geht…

Tief in einem jeden von euch schlafen die Zweifel am System. Ihr wisst es und habt es immer gewusst.
Aber es geht darum die richtigen Schlüsse zu ziehen, den richtigen Weg zu gehen – und nicht an der Zielline zu warten um dann dort umzukehren und lieber alles so zu lassen wie es ist.
Die Schere zwischen Arm und Reich liegt in eurer Hand. Nicht die Politik hat sie geöffnet, sondern ihr ganz alleine… und auch nur ihr könnt sie wieder schließen.
Für ein nachhaltiges und modernes Deutschland. Für ein nachhaltiges und modernes Europa. Für eine nachhaltige und moderne Welt.

Eine nachhaltige und moderne Welt, in der 80 Millionen Deutsche nicht in zehn Supermärkten ihrer Wahl die selbe Fleischwurst für 99 Cent von 7-22 Uhr kaufen können, während in anderen Ländern der Welt sekündlich Menschen verhungern.

Eine nachhaltige und moderne Welt, in der Freiheit und Menschlichkeit ein unumstößlicher Grundsatz ist.

Eine nachhaltige und moderne Welt, in der Moral und Respekt kostbarer sind als Geld und Macht.

Eine Welt, in der jeder eine Chance bekommt.

Menschen, die zurück kehren – zum Zweck ihres Seins. Denn Mutter Natur gab uns unseren Verstand sicherlich nicht, damit wir uns selbst zerstören. Sie gab ihn uns, damit wir ihre einzigartige Schöpfung wahren.

Die andere Wahrheit… Teil 1

Sehr geehrte Damen, Herren und Diverse,

ich warne Sie vor, denn für das Lesen und Verstehen dieses Beitrags ist etwas notwendig, das Sie nicht haben wollen…

Zeit.

Gut Ding will weile haben und wer die nötige Zeit aufbringt, der hat die einmalige Gelegenheit seinen Blick für eine andere Ansicht zu öffnen.
Einen Blick hinter der Schlagzeilenpropaganda. Ein Blick hinter die real stattfindende Verarschung und Verblödung des Volkes.
Ein Blick für die Unwahrheiten der Politik. Ein Blick für den Lobbyismus.

Am Ende dieser Beitragsfolge werden Sie folgendes verstehen:

  • Vertraue niemals einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast
  • Der Rundfunkbeitrag hat seine Daseinsberechtigung
  • Politik ist nichts weiter als ein Kasperletheater
  • Nur Geld regiert die Welt

Oft habe ich mich gefragt – was läuft eigentlich schief bei mir?
Warum bin ich immer so mies drauf? Warum sträube ich mich von Natur aus so sehr dagegen mich irgendwo unterzuordnen und wortlos einzufügen?
Warum hinterfrage ich Sachen und nehme sie nicht einfach hin?
Wieso sind alle anderen vor ihrem Fernseher zufrieden und mir wird allein beim Titel „Bauer sucht Frau“ kotz-übel?
Warum bin ich nicht wie jeder andere, warum kann ich mich nicht freuen?

Auf meiner endlosen Suche nach Antworten bin ich immer wieder an den gleichen Ecken hängen geblieben. Grund genug also, einmal mehr gründlich zu hinterfragen.

Motivation

Tag für Tag hören wir es, sehen wir es. Schlagzeilen: „Forscher schlagen Alarm“, „Die Kriese ist da“.
Egal was man hört und sieht – man bekommt es mit der nackten Angst zu tun.

Politik. Ich weiß nicht ob sich jemand davon lossprechen kann, aber egal welche Zutaten man in die Suppe wirft – irgendwie wird nichts besser. Höchstens teurer.
Uns werden Dinge verkauft, die wir selbst als nicht notwendig erachten und auch gar nicht wollen.
Dennoch bekommen wir den Fraß regelmäßig vorgeworfen und fressen brav. Niemand spuckt der Regierung ihre widerliche Suppe ins Gesicht, wir nehmen es hin. Doch tief in jedem von uns schlummert das Misstrauen.

Dass dieses Misstrauen durchaus seinen Grund hat werde ich euch in den folgenden Abschnitten näher legen.

Fachkräftemangel

Mediale Darstellung:

In Deutschland mangelt es an Fachkräften. Ingeneure, Ärzte, Facharbeiter – alles fehlt, überall herrscht Mangel.
Man findet einfach keine geeigneten Leute mehr. Die Auftragsbücher sind voll und eine Hand voll Beschäftigte ächzt unter dem Termindruck.

Politische Lösung:

Qualifizierte Menschen aus dem Ausland werden angeworben. Mit Hilfsmitteln wie der Bluecard können diese Menschen dann leicht in den Arbeitsmarkt einsteigen und erhalten eine mehrjährige Aufenthaltsgenehmigung.

Realität:

Die Maßnahmen der Politik greifen – allerdings in eher geringem Maße.
In den Hinterköpfen der Menschen regt sich allerdings auch immer der Zweifel ob ein Fachkräftemangel wirklich existiert?!

Ist es ein Fachkräftemangel, oder eher ein Mangel an gerechter Bezahlung?
Ist es ein Fachkräftemangel, oder ein zu spezifisches Anforderungsprofil?
Ist es ein Nachwuchsproblem, oder überholte Zulassungsvorraussetzungen?

Wird nicht eher die Eierlegendewollmilchsau gesucht, die zum Billiglohn arbeitet und dafür ein Notstand ausgerufen, der eigentlich gar nicht existiert?

In dem folgenden, 40 minütigen, Clip wird diesen Fragen auf den Grund gegangen und nahezu jede Frage ausführlichst beantwortet.

  • „Wenn ich einen gebrauchten VW Golf suche, dann finde ich 20 Millionen Ergebnisse.
    Suche ich aber einen Blauen, mit Breitreifen und Lederausstattung – dann bleiben vielleicht noch 20 übrig.
    Wenn dann noch eine Anhängerkupplung dabei sein soll – dann sind es plötzlich keine mehr.
    Niemand würde jetzt auf die Idee kommen einen VW Golf Mangel auszurufen“
  • „Griechenland wird auf seinen Arzt und all die Top-Ingeneure, die es ausgebildet hat verzichten müssen.
    Wir nehmen nicht den armen Kriesenstaaten ihre Arbeitslosen ab – wir saugen ihr System aus.“

Wir halten fest, dass die Politik durch den Import der Fachkräfte zwar kurzfristige Lücken hierzulande schließen kann, damit aber mehr Probleme schafft als nachhaltig löst.
Die importierten Fachkräfte fehlen nämlich dann in ihrer Heimat.
Die importierten Fachkräfte arbeiten für wesentlich geringere Löhne, da die Gehaltsuntergrenzen einfach „mal eben“ angepasst wurden.

Unternehmen wollen die hohen Löhne nicht bezahlen. Fachkräfte sind, zurecht, nicht dazu bereit den verhältnismäßig geringen Lohn zu akzeptieren und mit den zum Teil völlig veralteten Arbeitsbedingungen vieler Betriebe zu leben.

Mit freundlicher Unterstützung der Politik wird es den Unternehmen also leicht gemacht die eigenen, teuren Veränderungsprozesse zurückzustellen und einen Fachkräftemangel auszurufen, der nicht wirklich existiert.
Die Probleme wurden, wie immer, nicht bei der Wurzel gepackt – sondern elegant umgangen.

Die Interessen der Wirtschaft werden klar in den Fokus gestellt und genau das erwartet von einer Regierung exakt niemand.

Damit schließen wir das Kapitel „Fachkräftemangel“ und schauen weiter in die unmoralischen Tiefen der wirtschaftsgesteuerten Regierung.

Gesundheit

Mediale Darstellung:

Wenn man krank ist, geht man zum Arzt – bekommt seine Behandlung und Medizin, wird wieder gesund und kann arbeiten gehen.
Ärzte und Viehzüchter – zuviel Antibiotika. Wir müssen weniger Antibiotika nehmen, denn die schlauen Bakterien fangen an resistent zu werden.
Multiresistente-Hyperkeime.
Menschen sterben wieder an Banalitäten, weil zuviel Antibiotika verschrieben werden. Zuviele Antibiotika im Mastfutter – böse Viehzüchter.

Diabetis. Volkskrankheit Diabetis. Alle sind zu fett, ernähren sich zu ungesund, bewegen sich zu wenig, hängen nur noch an ihren Displays, fressen Chips und saufen Cola.
Und immer auf das Cholesterin achten..

Politische Lösung:

EU-weit sollen weniger Antibiotika verschrieben werden. Aus dem Futtermittel für Vieh soll Antibiotikum am Besten ganz verschwinden.
Die Regierung empfiehlt Vorsorgeimpfungen.

Realität:

Erstaunlich wenig Bekannt ist die Tatsache, dass ein großteil der Medikamente am deutschen Markt aus China und Indien stammt.
Chinesische Wirkstoffe in indischen Produktionsanlagen versorgen den Großteil der Welt mit Medikamenten.
In Deutschland werden kaum noch Medikamente selbst produziert – wie auch, in Indien und China hat man wesentlich geringere Personalkosten und ebenfalls wesentlich geringere staatliche Auflagen für den Anlagenbetrieb und die Produktion selbst.

Konkurrenzlos arbeiten die fleißigen Inder und Chinesen also für unsere Gesundheit, während in Deutschland Forschung betrieben und hauptsächlich verkauft wird.

Ja, Medikamente sind ein Produkt. Ein Produkt, das verkauft wird. Ein Produkt, das Umsätze generiert und Gewinne einfährt.
Die Produkte und die Rechte daran gehören einem Konzern und das Ziel eines Konzerns ist immer ein möglichst hoher Profit.

Natürlich haben Pharmakonzerne ein Interesse daran, dass ihre Medikamente wirken und die Menschen gesund werden – allerdings lassen sich Krankheiten eher schlecht steuern, aber aus vielen Kranken entstehen hohe Profite.

Jetzt befinden wir uns also in einem moralischen Dilemma.

Auf der einen Seite sollen Menschen gesund werden, auf der Anderen verdient man nur mit kranken Menschen Geld.

Fragen kommen auf..

Wer also kann einem versichern, dass der Arzt nicht mit dem Pharmakonzern unter einer Decke steckt und die wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund stehen – und eben nicht die heilung der Kranken?
Wer versichert, dass es nicht bessere Behandlungsmethoden gibt, aber die weniger wirksame aufgrund des höheren Profits gewählt wird?
Werden Krankheiten erschaffen, um den armen Pharmakonzernen unter die Arme zu greifen?
Werden Maßnahmen empfohlen, um den Pharmakonzernen unter die Arme zu greifen?

Liegen die Anworten auf diese Fragen nicht klar in der Hand der Politik?
Ist es nicht die Aufgabe einer Volksvertretung zu kontrollieren, zu regulieren und zu sanktionieren?

Können wir diesbezüglich auf die Regierung vertrauen?

Das folgende Video zeigt eindrucksvoll unter welch umwelttechnisch katastrophalen Bedingungen unsere Medikamente in den oben genannten Ländern produziert werden:

Wir stellen fest, dass Multiresistente-Hyperkeime ihren Ursprung nicht in Europa finden. Sie sind die fatale Konsequenz der ansässigen Industrieanlagen, die zwar billig produzieren, aber keinerlei staatlicher Kontrolle unterliegen.

Ein weiterer Clip zeigt euch, wie mithilfe simpler Statistik-Verfälschungen plötzlich 20% mehr Diabetiker generiert werden:

Wir stellen fest, dass simple Änderungen von Werten, die an den Haaren herbeigezogen sind, den Absatz bestimmter Medikamente rasant ansteigen lassen können.
Wieso ausgerechnet Pharmakonzerne diese Statistiken und Verbände (mit)finanzieren?

Hier wird aus reiner Profitgier mit der Gesundheit der Menschen russisch Roulette gespielt und die Politik klatscht fleissigen Beifall und wirbt für Grippe-Impfungen und Impf-Pflichten.

Wie, im Namen des Herrn, kann sich irgendjemand sicher sein, dass jene Impfungen nicht einfach nur eine Art Förderprämie für die Pharmaindustrie ist?

Glauben oder Vertrauen? Wissen oder Ahnen?

Was wurde aus Schweinegrippe, Vogelgrippe und Rinderwahnsinn?
Förderprogramme und Medienpropaganda? Wurde hier mit der Angst der Bevölkerung die Konjunktur angekurbelt oder tatsächlich eine Epidemie behandelt? Wurde eine Epidemie hausgemacht?

Interessenskonflikte auf Kosten von Gesundheit und Menschenleben. Grotesk.

Es geht ganz klar nicht um die Gesundheit, die eigentlich im Vordergrund stehen muss. Es geht um neue Märkte, höhere Umsätze, mehr Profit..

Ich möchte mir an der Stelle nicht weiter vorstellen, was im Verborgenen sonst noch getrieben wird, um moralisch- und gesellschaftlich- schädliche Unternehmensziele zu erreichen. Bei Konzernen dieser Größenordnung, mit diesem Einfluss und diesen Mitteln ist wahrlich nichts unmöglich.
Wieviele Menschen könnten noch leben? Wieviele Kranke geheilt? Wer trägt die Verantwortung?
Wer übernimmt irgendwann einmal die Verantwortung?

Und damit endet dieses dunkle Kapitel mit einem ganz bitteren Beigeschmack…

Konsum & Obsoleszenz

Mediale Darstellung:

Kauft, liebes Volk, kauft. Ihr braucht immer das neuste Smartphone. Immer den schnellsten PC, immer einen noch größeren Fernseher.
Kauft, versichert – und wenn irgendwas kaputt geht, dann bringt werft ihr es auf dem Weg in den nähsten Elektronik-Markt einfach in den Müll.
Der neue Prospekt ist da – seht her was es alles gibt. Noch mehr Funktionen, noch moderneres Design, noch sparsamer.
Alt gegen Neu. Lieferung, Aufbau und Alt-Gerätemitnahme für lau. Nur heute. Billig, Preiswert, Mehrwertsteuer geschenkt!

Neue Innovationen, automatisches Einparken. Mehr Sicherheit, weniger Verbrauch. Förderprämie, Umweltprämie, Abwrackprämie. Umweltzone, Abgasskandal. Jetzt kaufen und profitieren.

Politische Maßnahmen:

Bereitstellung diverser Fördergelder.  Einrichtung von Umweltzonen. Festlegung von Energieeffizienzklassen. Importzölle. Strafzölle. Plagiatskontrollen.

Realität:

Geahnt haben es alle – wissen wollen es aber nur wenige. Die meisten Konsumgüter sollen nicht ewig halten.
Die Zeiten, in denen ein Mixer 20 Jahre alt wird und auch im 21. Jahr noch voll funktionsfähig ist – sind schon lange vorbei.
Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher – was früher ewig hielt schafft heute noch die Garantie und danach wird weggeworfen.
Man könnte reparieren, man soll es aber gar nicht. Teure Ersatzteile, lange Lieferzeiten, billige Materialien.

Die Wirtschaft lebt vom Wachstum – und nur wer regelmäßig verkauft, der wächst. Wer wächst kann seine Umsätze halten, wer seine Umsätze macht gewinnt. Wer gewinnt erhält die Treue seiner Anleger und die erhalten ihren Anteil daran.

Ein perfekter Kreislauf, in dem der Konsument der einzig Dumme ist.
Wer seinen hart erarbeiteten Mindestlohn mühsam zum Media-Markt schleppt, der erwartet von seinem neuen Fernseher normalerweise mehr als drei Jahre Spaß.

Aber die Lücke zwischen Erwartung an ein Produkt und der bitteren Realität, die bewusst falsch platzierte und/oder billige Kondensatoren und der übermäßige Einsatz von Kunststoffen seitens der Hersteller, mittlerweile zum Alltag hat werden lassen frustriert das Volk.
Natürlich hat sich auch die Politik auf den Schirm rufen lassen und Maßnahmen versprochen, diese unglücklichen Umstände abzustellen.

Nun liegen klaffen zwischen Versprechen und Umsetzen auch nach Jahren noch riesige Lücken.
Auch wenn Akkus eigentlich problemlos entnehmbar sein sollen, sind sie es in einer Vielzahl der Geräte nicht.
Angesprochen darauf wird die Verantwortung abgeschoben – die EU soll das machen. Ein Alleingang Deutschlands ist nicht erwünscht.

Wirtschaftlich gesehen zählt primär:

  • die Produktionskosten so gering wie möglich zu halten
    • das umfasst sowohl die Lohnkosten zur Herstellung
    • als auch die verwendeten Materialien und Bauteile
  • die gesetzlichen Mindestanforderungen einzuhalten
  • möglichst hohe Stückzahlen absetzen
  • möglichst viel Gewinn erzielen

Produktqualität hat keinen Stellenwert im Wirtschaftssystem – es sei denn sie wird gesetzlich erzwungen. Und selbst dann werden Mittel und Wege gesucht die Vorgaben, wie Kaugummi, in alle Himmelsrichtungen zu ziehen, nur um bloß nicht in Ungnade zu fallen.

Bekannt sind die Missstände seit vielen Jahren, unternommen wurde nichts. Wieso sollte seitens der Regierung auch etwas unternommen werden?
Der Regierung ist sehr wohl bekannt, dass das Wirtschaftssystem auf Wachstum beruht – nur das ewige Wachstum sichert Arbeitsplätze und so wird zwar erzählt, das etwas getan werden muss – es wird aber nie etwas getan, nicht in diesem Land, nicht in der EU.

Welche Regierung möchte sich schon ankreiden lassen, für Massenarbeitslosigkeit verantwortlich zu sein, nur weil plötzlich nachhaltige Güter in den Verkauf kommen sollen?
Wovon sollen die Neger in Afrika denn leben, wenn nicht von unserem Müll? Sollen die etwa eine eigene Wirtschaft aufbauen?
Wer kauft denn dann unsere teuer subventionierten Agrarproduke und Überproduktionen?

In diesem Land ist nicht die Menschenwürde unantastbar, sondern einzig und allein das Wirtschaftssystem.
Das Schlimme ist, das Beispiele dieser Art beliebig fortgeführt werden können. Man hofft ja die ganze Zeit nichts schlimmes, aber es kommt schlimmer.

Es will niemand. Ich nicht, du nicht, unsere Kinder nicht – aber es ist in der aktuellen Politik nicht möglich eine Lösung zu wählen, die dem Volk glaubhaft vermitteln kann, dass von ihnen geplante Reformen oder Gesetzte dem Wohl der Bevölkerung dienen.

In beliebiger Konstellation kommt am Ende immer das selbe Ergebnis heraus – das Geld regiert die Welt. So lange jede Regierung gnadenlos vor der Wirtschaft nieder kniet, wird es, mit jeder noch so schlimmen Konsequenz, keine zwingenden Veränderungen geben.

Time travel

Die selbe Zeit, der selbe Ort. Zwei Menschen, zwei Realitäten. Du – im hier und jetzt. Ich – am Ende des sechsten Levels. Der Endgegener wartet – schon zehn mal verloren. Du hast zugesehen, wieder und wieder. Es sah einfach aus – but it wasn’t.

Die selbe Zeit, der selbe Ort. Wir waren niemals dort – im Geiste. Even if we met physically – there was a special kind of distance between us. A distance like the one beween two universe. Very close but even far away.

I’ve seen the future – I wrote it down. I took one of these green tubes and went to a place where time is not time anymore. There you just look down to a giant maze and see people trying to use differnt ways to arrive the exit and reach out to the next level.
It’s more than one way. Most of them are hard, but there’s also an easier one.
Take the easier way – I’ll help you. Just take my hand and let’s overcome that one wall, so you could pass the level on that simple way.
Finish it and come closer to me. Let’s have a look to that maze together and let’s see how all that people try to find a way through.
It’s a unique view. Just trust in me. Take my hand and carry on.

Du nimmst die Hand nicht. Du gehst deinen Weg. Einen ehrgeizigen Weg. Tückisch, gefährlich. Gespickt mit einer Vielzahl an Gegnern, die dich wieder zurück an den Anfang werfen.
Same time, same place. Two views. Me – how I look down and hope that you’ll find another easy way through your own descent of reality and you  – without any idea how often have to start again until you reach the finish line and come closer to me again.

Es war eine Kreuzung an der wir uns trafen. Hier ist die Mauer. Ich stand auf der anderen Seite und rief verzweifelt – Nimm die Hand, nimm sie. Geh den Weg mit mir. Ich habe alle anderen Wege gesehen und weiß, dass du sie nicht gehen musst. Ich habe die Zukunft gesehen, gern erzähle ich dir davon. Erlebe nicht selbst, sondern höre nur zu..
Nimm die Hand, lass uns in eine der Röhren gehen und zusammen auf den riesigen Irrgarten schauen.
Lass uns über die Zielline gehen und die nächsten Level gemeinsam bestreiten.

Silent screaming. For a while I thought you hear me. I thought you’re waiting in front of that wall and see what will happend if you just take my hand.
You can’t see me. You can’t hear me. You even don’t know that there’s maybe a way behind this wall.
Du bist an der Mauer vorbei gegangen, sie war für dich unüberwindbar. Was dahinter war konntest du nicht sehen, nicht hören, nicht ahnen.
Als ich es schaffte einen Blick über die Mauer zu werfen warst du nur noch ein kleiner Fleck an einem leuchtend roten Horizont. Die Sonne ging unter und ich war nicht in der Lage über die Mauer zu klettern und dich auf deinem harten Weg zu unterstützen. Ich hätte laufen sollen – doch ich blieb stehen. Aus Angst. Angst, den schweren Weg durch den Abgrund der Realität nochmal zu gehen. Wieder zu scheitern. Wieder von vorn anzufangen.

I decided to wait at the finish line. I will wait for you there – like a stone.
And no matter what ever happen to you – I am watching from obove. Smiling and crying. You will make you way, my little girl.

Eines Tages wirst du deinen Weg gefunden haben. Eines Tages wirst du dein Ziel erreicht haben. Eines Tages werden wir uns wieder sehen. Wir werden uns auf Augenhöhe begegnen. Ich werde vertrauen können, du wirst meine Hand nehmen.
You’ll reach new crossings. Sometimes there will be a wall. I’m behind them. Invisible, unattainable. Smiling, crying. But I am there. Always. Kryptonite.
Ich bin immer da, auch wenn es nicht so scheint. Mein Weg hat sich so ergeben. Und auch wenn ich hinter riesigen Mauern sitze – schweigend und frustriert – ich kenne alle Wege, nur die Richtung nicht.
Doch ich werde die Mauer rechtzeitig abreißen und bereit sein. Bereit, einen neuen Irrgarten zu betreten. Bereit alles zu tragen. Bereit Wege zu gehen, dessen Zukunft ich nicht kenne.

Ich habe die Zukunft gesehen – und die bittere Lektion der unendlichen Wege durch den Abgrund der Realität ist, dass man am Ende lediglich weiß – mit wem an seiner Seite man den Weg, der nun hinter einem liegt, lieber gegangen wäre.
Denn das nächste Level ist das gleiche – but it should be much easier now.

I walked across an empty land
I knew the pathway like the back of my hand
I felt the earth beneath my feet
Sat by the river, and it made me complete
Oh, simple thing, where have you gone?
I’m getting old, and I need something to rely on
So tell me when you’re gonna let me in
I’m getting tired, and I need somewhere to begin
I came across a fallen tree
I felt the branches of it looking at me
Is this the place we used to love?
Is this the place that I’ve been dreaming of?
Oh, simple thing, where have you gone?
I’m getting old, and I need something to rely on
So tell me when you’re gonna let me in
I’m getting tired, and I need somewhere to begin
And if you have a minute, why don’t we go
Talk about it somewhere only we know?
This could be the end of everything
So why don’t we go
Somewhere only we know?
Oh, simple thing, where have you gone?
I’m getting old, and I need something to rely on
So tell me when you’re gonna let me in
I’m getting tired, and I need somewhere to begin

 

[De]Motivationsschreiben

Tugenden. Relikte vergangener Tage. Bessere Zeiten. Hoffnung und Zuversicht.

Made in Germany. Zeichen höchster Qualität. Ein Gütesiegel mit weltweiter Anerkennung.
Der Deutsche. Pünktlich, fleissig, motiviert. Streben nach Perfektion. Macht durch Wissen.

Arbeitsbeginn um acht – der motivierte Mitarbeiter erreicht seinen Arbeitsplatz um viertel nach sieben. Er weiß wofür er es macht.
Ein Sinn im Leben. Der Kern um den er rotieren kann. Sei pünktlich und fleissig. Arbeite hart und siehe – es wird sich lohnen.
Eigenheim, Altersvorsorge – die Kinder können studieren. Urlaub in der Sonne.

Reihe dich ein – erhalte deinen Teil vom Kuchen.
Deutschland im Herbst.

Heute bin ich auch pünktlich. Heute bin ich fleissig. Ich bin wie früher. Für meinen Teil vom Kuchen.
Ich erreiche meinen Arbeitsplatz jeden Tag eine Minute später. Es ist schwer sich zu motivieren wenn die Aussicht auf den Teil des Kuchens „Altersarmut“ heisst.
Arm im Leben, arm im Alter. Zum Eigenheim hat es nichtmal in Ansätzen gereicht.

Was soll ich tun, um der eigenen Sinnlosigkeit zu entfliehen? Arbeiten um zu Überleben. Pfandflaschen sammeln im Alter.
Es ist spannend zu beobachten, wie tief die eigene Motivation noch sinken kann. Aus Nichts wird gar Nichts. Aus gar Nichts wird überhaupt gar Nichts. Depression. Zur Kenntniss genommen.
Ich habe und bin – Nichts. Die sinnlose Existenz wird nur von ihrer eigenen Angst überschattet.
Sperrzeit. Hartz IV. Zumutbarkeit. Leiharbeit. Agenda 2010.

Noch weniger Kuchen, noch mehr Fleiss – ein ewiger Teufelskreis. Arme bleiben arm, Reiche werden reicher.
Die Schere geht auf, aber nie wieder zu. Zu groß ist die Existenzangst. Bravo Rot-Grün. Auf einmal wirken Brexit und Trumps-Präsidentschaft nur noch als kleiner demokratischer Unfall – eigentlich viel zu weit weg.

Altersarmut. Existenzangst. Omnipräsent, aber ausgeblendet. In den Hintergrund gedrückt. Das Uhrwerk läuft weiter. Exportweltmeister.
Made in Germany – exportiert. Es gibt keinen Wohlstand für alle, dennoch wird er versprochen. Damit das Uhrwerk weiter läuft.

Die Wirtschaft braucht dich. Wir müssen weiter wachsen. Unendliches Wachstum – und das Klima nicht vergessen.
Kapitalgedeckte Altersvorsorge. Zins – Zinseszins. Das Geld für sich arbeiten lassen.
Du brauchst nichts zu tun – nur die Hand aufhalten.
Wir nehmen dir alles ab, es kommt jemand und macht das für dich.

Werde nur nicht ungeduldig. Fang nicht an zu rebellieren. Denk nicht nach. Der Messias wird kommen und dich an die Hand nehmen.
Du brauchst selbst nicht aktiv werden, es wird dir abgenommen. Schau wie bequem es dir gemacht wird.
Dein extra Teil vom Kuchen. Und das mit der Alterarmut bekommen wir schon irgendwie hin – nachdem das Klima gerettet wurde.

 

Belive

Ich befinde mich auf einer langen Reise. Eine Reise ohne Ziel.
Ich schaue durch die Fenster des Zugs. Herrliche Landschaften ziehen an mir vorbei. Weite Wiesen. Dichte Wälder. Ein kleines Dorf.
Ein unendlich langer Moment. Innere Ruhe. Ich möchte für immer aus dem Fenster sehen. Nichts sonst. Nur hier sitzen und die grenzenlose Schönheit der Welt, die an mir vorbei zieht, genießen.

Es klingt so wunderschön. Was heisst es eigentlich? Ein Sommernachmittag – ein Kinderlied.
Gefühlvoll. So sehr, dass man alles davon aufsaugen will. Aufsaugen muss. Für immer diese Melodie – für immer dieser Platz am Fenster. Ein Moment für die Ewigkeit.

Eine Sprache. Eine Sprache die keine Worte kennt. Eine Sprache für die es keinen Übersetzter gibt. Eine Sprache, die nicht gesprochen werden kann.
Eine Sprache, die jeder hören kann. Eine Sprache, die man fühlen muss. Fühlen um zu verstehen.

Schließ die Augen. Jetzt. Genau in diesem Moment. Hör genau hin und fühle es. Fühle, wie es von unten nach oben steigt. Wie die seichten und sanften Klänge dein Gehör massieren. Fühle den Sommer. Spür die Sonne auf deiner Haut. Einen leichten Wind in deinem Haar. Die Meeresluft.

Denk für diesen einen Moment an nichts anderes. Lass dich darauf ein und hab keine Angst. Keine Scham.
Ich lasse dich allein. Allein mit dem Moment. Dem einen, unbeschrieblichen Moment – in dem du Eins mit dir selbst bist. Das eine Mal.
Fühle welche Kraft in dir steckt. Nimm all deine Kraft. Schaffe dir deine Momente. Schaff sie, du hast sie dir verdient.

Der Zug wird langsamer. Die letzte Strophe neigt sich dem Ende zu. Du weisst es. Du fühlst es – aber du willst nicht, dass es aufhört. Es darf nicht einfach so enden – es muss weiter gehen.
Dein Gehirn ist jetzt überflutet von Oxytocin. Ruhe. Vertrauen. Liebe.
Ein Mensch. Ein Lied. Diese Melodie. Dieser Moment.

Stille. Im Fenster nur noch Schwarz. Draußen ist plötzlich finstere Nacht geworden.
Manchmal wünsche ich, zusammen mit dem Moment zu verschwinden.  Für immer.