Max!Cube mit CULfw flashen

Wer von euch einen Max! Cube in der Ecke liegen hat, kann ihm mit sehr wenig Aufwand in einen CUL verwandeln und aus Fhem heraus z.B. Homematic Komponenten verwalten.

Der hier verwendete Cube gehört meinem Bruder. Für seine Max! Komponenten nutzt er einen Busware CUL. Den Cube nutzt er jetzt für Homematic (klingt komisch, ist aber so ;))

Mit einem Klick auf einen der Pfeilchen seht ihr die Flash-Vorgänge für die a-culfw.
Es gibt zwei verschiedene Bootloader, die aber beliebig verwendet werden können. Lediglich das kopieren der eigentlichen Firmware geschieht jeweils auf eine andere Art.

Alter Bootloader

 

Grundlage für diesen Eintrag ist dieser Beitrag im Fhem Forum.

Als erstes wird der Cube geöffnet – wie dem Beitrag zu entnehmen ist muss nämlich Jumper J1 am Cube kurzgeschlossen werden, um die Firmware zu löschen.

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Ich habe an der Stelle eine 2-Polige Stiftleiste eingelötet und dann ein Jumperkabel aufgesteckt.

P_20180310_122608_vHDR_Auto

Um die Firmware zu löschen muss man den Cube nun kurz (3-5 sek.) per USB an den Strom anschließen, danach kann das Jumperkabel wieder weg und das Gehäuse wieder aufgesetzt werden.

[Für die folgenden Schritte benutze ich einen normalen Windows (10) Rechner.]

Die CULfw besteht in diesem Fall aus einem Bootloader und der eigentlichen Firmware, die jeweils mit unterschiedlichen Programmen auf den Cube geflasht werden.

Die angepasste Firmware Version muss heruntergeladen und entpackt werden (ich habe die 1.26.02 gewählt).

Unter den entpackten Files findet sich der Ordner „CUBe“ – dort sind Bootloader und Firmware zu finden.

Zunächst muss der Bootloader mit dem Programm SAM-BA (v2.18)geflasht werden. In meinem Fall habe ich SAM-BA for Windows geladen und installiert.

Der Cube wird nun per USB Kabel an den Rechner anschlossen. Windows (10) sollte diesen dann erkennen.

SAM-BA wird nun als „Administrator“ ausgeführt, die entsprechende Verbindung sollte das Programm automatisch erkennen.  In der Board-Auswahl nur noch „at91sam7x256-ek“ auswählen und „Connect“ wählen.

Unbenannt

Nun bei „Send File Name“ die Bootloader Datei wählen.

Unbenannt2

In der folgenden Abfrage wird „Nein“ gewählt.

Unbenannt3

Im Beitrag wird darauf hingewiesen, dass unter „Scripts“ auf „GPNVM2“ gestellt werden soll – bei mir war das direkt voreingestellt.

Jetzt auf „Execute“ drücken und der Bootloader ist fertig.

Unbenannt4

SAM-BA kann nun geschlossen werden und die USB Verbindung zum Cube getrennt.

Im nächsten Schritt wird die Firmware geflasht, unter Windows habe ich dafür, dass im Beitrag vorgeschlagene Programm Tera Term benutzt.

Wichtig: Der Taster an der Unterseite des Cube muss während des Einstecken des USB Kabels gedrückt werden!!

Mit vielen Bildern kann ich euch nicht dienen, allerdings ist der Vorgang ziemlich selbsterklärend.

Nachdem der Cube wieder erkannt wurde, startet man einfach Tera Term, wählt zu Beginn „Seriell“ aus (bei mir wurde der entsprechende COM Port vom Cube direkt eingetragen).

Im nächsten Schritt geht es dann weiter, wie im Beitrag beschrieben:

Datei -> Transfer -> XMODEM -> CUBE_BL.bin

Der Flash-Vorgang startet im Anschluss an die Auswahl und sollte nach wenigen Sekunden beendet sein.

Die USB-Verbindung kann nun getrennt werden  – der Cube ist fertig geflasht und einsatzbereit.

Neuer Bootloader

Von einem aufmerksamen Leser wurde ich per Mail darauf hingewiesen, dass es einen neuen Bootloader für den MaxCube gibt.
Diese Änderung möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, daher zeige ich hier, wie der Cube mit dem sog. MSC-Bootloader geflasht wird.

Die „alte“ Version ist nach wie vor nutzbar.

Die Grundlage für diese Anleitung findet ihr hier.

Firmware löschen

Dazu wird der Cube wieder geöffnet und eine Verbindung am J1 Header vorgenommen.

Kurz eine USB-Verbindung herstellen, um die vorhanden Daten auf dem Cube zu löschen (dieser Vorgang kann nicht Rückgängig gemacht werden).

Anschliessend kann die Brücke an J1 wieder entfernt und der Deckel aufgesetzt werden.

Bootloader flashen

Zum Flashen des Bootloades benötigt man wieder SAM-BA (v2.18).

Herunterladen -> installieren -> Cube per USB Verbinden -> SAM-BA als Administrator ausführen.

comport

Beim Start von SAM-BA sollte der korrekte COM-Port automatisch festgelegt werden. Lediglich bei „Select your Board“ muss at91sam7x256-ek ausgewählt werden.

selectboard

Nach einem Klick auf „Connect“ sollte folgendes Fenster erscheinen:

samba

Sollte  eine Fehlermeldung erscheinen, dann bitte einmal „Restet“ am MaxCube drücken und SAM-BA erneut starten.

Unter „Send File Name“ wird nun die, zuvor heruntergeladene und entpackte, Bootloaderdatei ausgewählt. Sie befindet sich im Ordner „CUBe“, dort liegt ebenfalls die später benötigte Firmware-Datei.

bootloader

Im Anschluss auf „Send File“ klicken.

Die nun folgende Abfrage, ob der  Flash gelockt werden soll, mit „Nein“ schließen.

Zum Schluss noch ein Klick auf „Execute“ bei „Boot from Flash“

boootfromflash

SAM-BA kann nun geschlossen und die USB-Verbindung getrennt werden.

Der Bootloader wurde nun erfolgreich geflasht.

Firmware flashen

Im Gegensatz zum alten Bootloader, wo die Firmware nun mit einem kleinen Tool (Tera Term) auf den Cube gebracht wurde, genügt es mit dem MSC Bootlooader das Firmware File (a-culfw) auf das entsprechend angelegte USB-Laufwerk zu schieben.

Der Knopf an der Unterseite des Cube muss dabei schon während man die USB-Verbindung erneut herstellt gedrückt werden.

usb laufwerk

Die Power-LED des Cube sollte ebenfalls schnell blinken.

Nun wird die Datei „CUBE__BL.bin“ aus dem CUBe-Ordner einfach auf das USB-Laufwerk kopiert.

Der Cube wird im Anschluss selbständig neu starten, entsprechend von Windows erkannt und eingerichtet

firmware
Wenn alles geklappt hat leuchtet die Battery-LED nun dauerhaft und die Power-LED blinkt etwa im Sekundentakt.